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end of green / The Subways / Beatsteaks

2008-11-12 @ 22:54 in Recommendations

Etwas ungewöhnlich, drei Bands auf einmal zu empfehlen, es sei denn sie sind sich so ähnlich, dass man sie einfach vergleichen kann. Nun, das ist bei diesen drei Bands aber nicht der Fall. end of green haben ihre Wurzeln im Goth Rock, die Subways machen Rock direkt aus ihrer Garage raus und die Beatsteaks... Ja, was machen eigentlich die Beatsteaks für Musik? Der kleinste gemeinsame Nenner besteht nur darin, dass sie genau die richtige Menge Punk ihrer Musik beimischen...


Ich bin ja eigentlich nicht so der Punkfreund - das soll nicht heißen, dass mir nicht bewusst ist, welch wichtigen Stellenwert die Stilrichtung Punk und Bands wie The Clash (zurecht) besitzen. Nur liegt es in der Natur der Sache, dass sich ein mit Absicht recht simpel gehaltenes Genre in einer Sackgasse befindet. Der einzige Ausweg besteht darin, Lieder zu machen, die nur noch Nuancen von Punk enthalten. Und das beherrschen meines Erachtens diese drei Bands so gut, wie kaum andere.
Die Werke der frühen end of green sind mir zu düster und zu sehr gothic, als dass sie mir gefallen könnten. Der Umschwung kam erst mit dem letzten Album "dead end hero", der sich auf der neuen Platte "the sick's sense" fortgesetzt hat - als es sich halt hin zu richtigem Alternative Rock entwickelt hat, eben mit der richtigen Prise Punk hier und da.
Überhaupt bin ich vom neuen Album sehr begeistert, da die Stimmung einzigartig ist und perfekt in den Herbst passt: Melancholisch und düster, aber nicht übertrieben depressiv. Einfach mal in die Welt hinausschauen und ein bisschen die bisherigen Herbste im Leben revue passieren lassen. Und ich gebrauche nochmal dieses große Wort: "Sunday Morning" passt pefekt auf einen Herbstmorgen an eben jenem Wochentag (ich habe es selbst ausprobiert!) - so gediegene Töne ist man von den fünf Schwaben sonst gar nicht gewohnt.
Vor allem live lassen sie nämlich ordentlich die Sau raus - ich glaube ich verrate hier kein Geheimnis, wenn ich sage, dass end of green zu den Vorbildern destophobias zählen, was das Bühnenengagement angeht.
Lieblingslieder: "Hurter", "My crying veins" (die wohl am häufigsten gebrauchten Worte dieser Band) - vom neuen Album, sowie "Dead end hero", "No coming home", "Only one" und das Lied, mit dem ich diese Band kennen gelernt habe, "Highway 69" - ein Lied, das wir beim allerersten destophobia- Konzert gecovert haben.
Von The Subways haben wir bisher nichts gecovert. Wie auch, kenne ich diese Band doch erst so richtig seit diesem Sommer? Klar, ein Lied kannte ich schon, das wohl jeder kennt: "Rock'n'Roll Queen" vom O.C. Soundtrack, also indirekt auch aus dieser Sparte, der auch Imogen Heap und Sufjan Stevens angehören. Indirekt deshalb, weil ich sie erst so richtig kennen gelernt habe, als ich nachts bei MTV einen richtigen Brecher um die Ohren geknallt bekam: "Girls and Boys" - das soll von der selben Band, die "Rock'n'Roll Queen" gemacht haben, sein? Dann kam die zweite Single, "Alright", und es war um mich geschehen.
Also das Album geholt und für sehr geil befunden. Ordentlich gepresst wird neben "Girls and Boys" auf "I won't let you down", Sommer- Cabrio- Feeling kommt mit "Alright" und "Kalifornia" auf und schöne ruhige Töne gibt es bei "Move to Newlyn" und "Lostboy".
Dabei profitiert die Band vor allem vom optimalen Zusammenspiel der dicken, rauen Stimme von Gitarrist Billy und dem eigentlich dünnen Stimmchen von Bassistin Charlotte - damit kann ich gut leben!
Tja, und was sag ich jetzt noch zu den Beatbuletten? Eine Band, bei der es mir mal wieder richtig schwer fällt, das Genre zu beschreiben, sie machen ja eigentlich schon Punk, aber halt keinen richtigen, sondern immer nur ansatzweise. Ich mach es nach diesem Riesen- Artikel zum Schluss kurz: Geile Stimme, geile Typen, geile Musik. Unbedingt anhören: "Cut off the top" (Geniestreich), "I don't care as long as you sing", "Meantime" und "Ain't complaining".
Funktioniert eigentlich ganz gut, dieses Musikstil-anhand-von-konkreten-(geilen)-Bands-Beschreiben, hat ja schon bei Burial geklappt, vielleicht behalte ich das bei. Bis demnächst!

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