Weber: Beckmann regiert mit "Küchenkabinett"
Die
Stadt Würzburg wird derzeit von einem Küchenkabinett nach
dem „System Stoiber“ regiert. Das hat der Fraktionschef der
Würzburger Liste (WL), Jürgen Weber, Oberbürgermeisterin
Dr. Pia Beckmann vorgeworfen und damit den Wahlkampf schon 13 Monate
vor der Kommunalwahl 2008 eröffnet.
Weber
sprach am Sonntag vor über 50 Gästen beim Neujahrsempfang
der WL und nahm dabei kein Blatt vor den Mund. Nicht die Anzahl neuer
Bauwerke sei entscheidend für eine erfolgreiche Stadtpolitik,
sagte der Alt-Oberbürgermeister. Seiner Nachfolgerin Pia
Beckmann warf er vor, mit einem „Küchenkabinett“ an den
meisten ihrer Referenten vorbei Entscheidungen zu treffen. Die würden
dann von der „großen Koalition“ aus SPD und CSU im Stadtrat
mit knapper Mehrheit umgesetzt. Dadurch sei die Arbeit im Stadtrat
zurzeit nicht sehr effektiv: „Früher hat sich der Rat so
verstanden, dass sich in einem Wettbewerb gute Ideen durchsetzen“,
sagte Weber.
Spätestens
seit dem Bürgerentscheid in Sachen Bahnhofs-Arcaden gebe es
einen "nie gekannten Zusammenschluss aller Gruppierungen, die
eine gegensätzliche Position zu SPD und CSU haben“.
Rathausspitze und Verwaltung hätten nie ernsthaft versucht, beim
Thema Bahnhof einen Konsens zu finden. Schon Ministerpräsident
Edmund Stoiber sei daran gescheitert, dass er nicht mehr die nötige
Geduld zum Dialog aufbringe: „Wir müssen alles daran setzen,
dass das auch in Würzburg zum Scheitern verurteilt ist.“ Die
WL will die Bürger auch künftig in wichtigen Fragen
einbeziehen. Der Verein verstehe sich „als Bürgerinitiative im
Rathaus auf der Suche nach besseren Lösungen“.
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13 "Würzburger" Nobelpreisträger
Als
einer von 365 ausgewählten Orten im "Land der Ideen"
hat die "Wissenschaftsmeile Röntgenring" der
Universität Würzburg am Freitag den Siegerpokal erhalten.
Gleichzeitig wurde im Cinemaxx die Ausstellung über die 13
Nobelpreisträger, die mit der Uni in Verbindung stehen eröffnet.
Aus
mehr als 1.200 Bewerbungen wurden die 365 Orte ausgewählt, die
das Image Deutschlands als innovatives Land nach außen
repräsentieren sollen. Die "Würzburger
Wissenschaftsmeile", durch ihre bunte Beleuchtung seit einigen
Tagen deutlich auszumachen, gehört jetzt offiziell dazu. In
Zusammenarbeit mit der "Würzburg AG" und der
Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt hatte sich die Alma Julia an
der Ausschreibung beteiligt und dabei Wilhelm COnrad Röntgen und die ihm folgenden zwölf Nobelpreisträger
in die Waagschale geworfen, die im Laufe ihrer akademischen Karriere
in Würzburg tätig waren. "Die Wissenschaftsmeile ist
mit ganz besonderen Ideen angereichert", sagte Thomas Pemsel von
der Deutschen Bank, die die Aktion als Hauptsponsor unterstützt.
Die
beiden "jüngsten" Nobelpreisträger kamen bei der
Veranstaltung vor mehreren hundert Gästen im großen
Kinosaal des Cinemaxx selbst zu Wort. Klaus von Klitzing, der fast
zwölf Jahre in Würzburg forschte und 1985 den Nobelpreis
für Physik erhielt, war sogar per Telefon live aus Hawaii
zugeschaltet und mit einem nicht so ganz aktuellen Bild auf der Leinwand zu sehen (Foto (c) Patrick Wötzel).
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Bahnhof bleibt auf Jahre, wie er ist
Da
haben wir's: Die Ablehnung der umstrittenen Arcaden hat die Pläne
der Bahn vereitelt, die mit einem Grundstücksverkauf an den
Investor mfi die Sanierung des Bahnhofs finanzieren wollte. Laut
Aussagen von Günther Pichler, Chef der bayerischen
Bahnhofsplanung, in einem Interview mit dem Main-Echo liegt die
dringend nötige Bahnhofs-Sanierung jetzt wieder auf Eis.
Hier einige
Auszüge aus Pichlers Aussagen:
„Die Entscheidung wirft uns
weit zurück. [...] Wir sind wieder am Nullpunkt. Dort, wo wir
seit den achtziger Jahren stehen. [...] Ohne Verkauf von Flächen
ist die Modernisierung nicht zu finanzieren. [...] Zuschüsse
gibt es nur für die Verkehrsstation, nicht für das
Empfangsgebäude. Diesen Teil müssen wir vollständig
selbst finanzieren. [...] Für diesen Aufwand haben wir kein
Budget und es besteht auch keine Aussicht, dass sich das ändert.
[...] Wenn es beim Nein zum Arcaden-Projekt bleibt und sich kein
anderer Investor findet, bleibt der Zustand des Würzburger
Bahnhofs für Jahre so, wie er ist.“
Arcaden-Ergebnisse ab 18.15 Uhr im Internet
Wer
nicht auf TV touring oder die Zeitung von morgen warten will, der
wird schon heute abend ab 18.15 Uhr im Internet über die
Ergebnisse des Bürgerentsscheids informiert, und zwar auf der
Homepage der Stadt Würzburg. Das vorläufige Endergebnis
soll kurz nach 20 Uhr feststehen – ich bin gespannt.
Nachtrag: Der Server der Stadt Würzburg scheint schon um 18.14 Uhr zusammengebrochen zu sein - schwaches Bild.
Nachtrag 2: Auch auf der Homepage von TV touring sind um 18.40 Uhr immer noch keine Zwischenergebnisse zu sehen.
Nachtrag 3: Auf der Homepage von Radio Gong finden sich um 18.50 Uhr immer noch die Regional-Nachrichten vom Freitag - vom Bürgerentscheids-Ergebnis weit und breit nichts zu sehen.
Nachtrag 4: Wengistens bei TV touring geht es jetzt endlich los. Allerdings zeigen sie dort nach drei ausgewählten Bezirken bisher nur das Ergebnis der Stichfrage - Tendenz: 59 Prozent pro Arcaden. Stand: 18.54 Uhr.
Nachtrag 5: Nichts Neues um 19.02 Uhr. Auch die Online-Redaktion der Mainpost scheint sich noch nicht um die Abstimmung kümmern zu wollen - ich habe jedenfalls nichts gefunden. Ich geb's auf und schalte jetzt den guten alten Fernseher ein: Seit 19 Uhr soll ja die Arcaden-Abstimmungs-Sondersendung live auf TV touring laufen.
Nachtrag 6: Im Fernsehen leiden sie im Moment (19.40 Uhr) auch noch unter Informationsmangel - und auf tvtouring.de ist die Ergebnis-Grafik inzwischen auch von der Startseite verschwunden.
Nachtrag 7: Zum Glück gibt's das Heimatblog, dort wird man von den Usern Radiohörern aktuell informiert.
Nachtrag 8: 20.23 Uhr - es sieht so aus, als ob die Arcaden-Gegner bei einer tollen Wahlbeteiligung von knapp 40 Prozent die Nase vorn haben werden. Für mich persönlich schade, aber man muss es akzeptieren.
Mein Fazit der aktuellen Berichterstattung: Im Internet konnte man sich nur in den Kommentaren des Würzblogs informieren. Außerhalb des Internets hat Radio Charivari seine Möglichkeiten gut genutzt und TV touring das Beste draus gemacht. Und morgen (oder die Abonnenten schon heute am späteren Abend im Internet) lesen wir alles nochmal ausführlich in VOLKSBLATT und Mainpost.
Nachtrag 9: Vorläufiges Ergebnis: Beide Bürgerentscheide wurden mit "Ja" beantwortet, die Stichfrage geht mit weniger als 1.000 Stimmen Differenz gegen die Arcaden aus, stolze 39,5 Prozent Wahlbeteiligung. Am Mittwoch gibt es das amtliche Endergebnis.
Nachtrag 10: Jetzt (21.10 Uhr) kommt man auch wieder auf den Server der Stadt - aber ein Ergebnis findet sich dort immer nicht. Eigentlich ein Armutszeugnis. Wahrscheinlich sind sie beleidigt, weil das Volk nicht so entschieden hat wie vom Rathaus gewünscht ;-).
Endlich das letzte Arcaden-Streitgespräch
Mit
einer ausführlichen Diskussion zum Thema Arcaden und
Bahnhofsprojekt haben Raimund Binder von der
Bürgerinitiative (BI) „Ringpark in Gefahr“ und der
SPD-Stadratsfraktionsvorsitzende Hans-Werner Loew am Mittwoch den Endspurt zum
Bürgerentscheid am Sonntag eingeläutet.
Gut
50 Bürger waren bei dem teilweise emotional geführten
„finalen Streitgespräch“ zwischen Arcaden-Gegner Binder und
Arcaden-Befürworter Loew dabei. Das Publikum war, wie die
gesamte Bevölkerung derzeit, gespalten. Gemessen am Applaus
waren die Gegner des mfi-Einkaufszentrums am Bahnhof leicht in der
Überzahl. Neue Argumente gab es erwartungsgemäß nicht
zu hören, die Standpunkte der Kontrahenten sind bekannt.
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19. Afrika-Festival: Vorverkauf startet morgen
Soeben
bei der Pressekonferenz erfahren: Das mittlerweile 19.
Afrika-Festival am kommenden Pfingstwochenende wirft schon jetzt
seine vorweihnachtlichen Schatten voraus. Der Vorverkauf für die
vier Konzert-Abende (Einzelticket 21,50 Euro, Dauerkarte 75 Euro,
jeweils plus Vorverkaufsgebühr) startet nämlich bereits am
morgigen Freitag.
Das
Festival wird zwei Schwerpunkte haben: Neben der Fortsetzung des
Themas „Black Atlantic“, bei dem die Festival-Macher den Spuren
afrikanischer Musik dieses Mal in Brasilien auf den Grund gehen
wollen, steht an jedem der vier Konzert-Abende vom 25. bis 28. Mai
2007 im großen Zelt auf den Talavera-Mainwiesen eine Frau aus
Afrika im Mittelpunkt. Die Tickets sind in Würzburg beim Hugendubel, in den Buchläden Knodt und Neuer Weg und in der Tourist-Information im Falkenhaus zu haben. Außerhalb Würzburgs außerdem in allen CTS-Vorverkaufsstellen und im Internet auf der Afrikafestival-Homepage.
Shary rennt für die gute Sache
Im
Fernsehen erklärt sie zahllosen kleinen und auch vielen großen
Zuschauern fast jeden Tag als selbsternannte „Klugscheißerin“
die Welt. Letzte Woche begeisterte TV-Moderatorin Shary Reeves (Foto (c) Patrick Wötzel) aus der
beliebten Sendung "Wissen macht Ah!" die Schülerinnen
und Schüler der Maria-Stern-Schule in Würzburg.
Nur
einer der über hundert Schüler in der Turnhalle der Schule wagte es, bei der Frage nach der besten Sendung im
deutschen Fernsehen nicht ganz laut „Wissen macht Ah!“ zu
schreien. Shary Reeves nahm es ihm natürlich nicht übel. So
kennt man sie aus den Auftritten mit ihrem Kollegen Ralf Caspers im
Kinderkanal „KiKa“: Locker, freundlich, gut gelaunt, ein
Fernsehstar zum Anfassen, der den Fans viele Fragen beantwortete. Nur
ihr Alter wollte das 31-jährige Multi-Talent (Schauspielerin im
„Marienhof“, Sängerin bei den "4 Reeves",
Sportlerin, TV-Moderatorin) den Kindern nicht verraten.
Die
interessanteste Information für regelmäßige „Wissen
macht Ah!“-Zuschauer: Shary Reeves ist mit Ralf Caspers nur
befreundet, der Co-Moderator ist mit einer anderen Frau verheiratet
und hat zwei Kinder. Und furchtbar streng, wie mehrere Kinder
vermuteten, ist Shary auch nicht.
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Arcaden-Abstimmung live auf TV touring
Wie Fernseh-Kollege Olivier Luksch (Foto) heute mitgeteilt hat, wird der
Lokalsender TV touring am kommenden Sonntag live über die mit
Spannung erwartete Arcaden-Entscheidung berichten. Hier seine
Pressemitteilung:
Am
kommenden Sonntag fällt die Entscheidung: werden sich Würzburgs
Bewohner für oder gegen das Arcaden-Projekt entscheiden? Am
frühen Abend wissen wir es – und Unterfrankens regionaler
Fernseh-Sender wird mittendrin sein und live über die
wegweisende Entscheidung berichten.
Erste
Ergebnisse werden um Punkt 18 Uhr bekannt gegeben – TV touring wird
live auf Sendung gehen.
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Nullfünfer sind sauer auf den Stadtrat
Äußerst
verärgert und enttäuscht zeigten sich nicht nur Präsident
Peter Lurz und Ehrenpräsident Dr. Reinhard Stumpf (Foto (c) Patrick Wötzel), sondern auch zahlreiche Mitglieder des SV 05 Würzburg
über die Entscheidung des Stadtrates, die beantragte Erhöhung
des Betriebskostenzuschusses abzulehnen.
„Das Geld soll doch nicht
dem Verein zugute kommen, sondern fließt als Bezahlung für
Strom, Gas und Wasser in voller Höhe direkt zurück an die
Stadtwerke“, betonte Lurz am Donnerstag bei der
Delegiertenversammlung des Vereins.
250.800
Euro Betriebskostenzuschuss hat der Stadtrat dem Schwimmverein als
Betreiber des Wolfgang-Adami-Bades gewährt, jetzt wollte Lurz
einen Nachschlag von 220.000 Euro für das laufende Jahr und eine
Erhöhung für die Zukunft auf 550.000 Euro erreichen.
Der
Stadtrat hat den Antrag bei den Haushaltsberatungen am Donnerstag mit großer Mehrheit abgelehnt. Knapp zwei Stunden nach der Entscheidung beklagte sich
Lurz bitter über das mangelnde Verständnis für die
schwierige Situation der Nullfünfer: „Wir wollen das Geld
nicht für die Vereinskasse, sondern für den Betrieb eines
öffentlichen Bades. Die anderen Bäder bekommen teilweise
den vierfachen Betriebskostenzuschuss.“
Über
130.000 Nicht-Vereinsmitglieder schwammen in diesem Jahr bereits im
Wolfgang-Adami-Bad, das an 364 Tagen im Jahr geöffnet ist und
nicht einmal bei Wartungs- und Sanierungsarbeiten schließt.
Trotz Einbau von moderner Technik haben sich die Energiekosten in den
letzten vier Jahren verdoppelt, dazu kommen unter anderem 52.000 Euro
pro Jahr an Abwassergebühren.
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2. Arcadensonderzug ist voll
Wer
jetzt noch mit will, ist zu spät dran: Der zweite Sonderzug des
Arcaden-Investors mfi nach Regensburg am morgigen Samstag ist mit
1.000 Würzburgern vollständig ausgebucht, mitfahren können
nur angemeldete Personen. Klaus-Martin Callhoff vom mfi-Projektbüro
bedauert, dass keine weiteren Anmeldungen entgegen genommen werden
können. Die mfi-Mitarbeiter stehen aber auch in der kommenden
Woche an ihrem Info-Stand am Kürschnerhof Rede und Antwort über
das gesamte Bahnhofsprojekt - wie natürlich auch die ablehnende Fraktion ganz in der Nähe.
Derweil
haben Arcadengegner Unbekannte nach einer Polizeimeldung in der
vergangenen Nacht einen Werbe-Pavillion der Initiative „Pro
Arcaden“ am Dominikanerplatz aufgeschlitzt und die Inneneinrichtung
verwüstet – Schaden laut Polizei rund 600 Euro.
Nachtrag: Auch der Pavillion des Einzelhandelverbandes auf dem Domvorplatz wurde zwischen 1.30 Uhr und 3.30 Uhr aufgeschlitzt und verwüstet - es dürfte sich um dieselben Täter gehandelt haben. Wird Zeit, dass der 3. Dezember kommt.
Mitfahren und selbst anschauen!
"Mitfahren
und selber gucken" - so lautet der Titel eines Kommentars meines VOLKSBLATT-Kollegen Ernst Lauterbach, den ich hier sehr gerne in voller Länge zur Verfügung stelle:
Dem Volk aufs Maul zu schauen, empfahl schon Martin
Luther. Wo wäre im Streit um das Bahnhofsprojekt eine bessere
Möglichkeit dazu gewesen, als im Sonderzug zu den Regensburg-
Arcaden am Dienstag vergangener Woche?
Fast 800 Würzburger fuhren mit, um sich selbst ein Bild von dem
drohenden Unheil zu machen, das von den Arcadengegnern bei jeder sich
bietenden Gelegenheit an die Wand gemalt wird. Kein einziger
prominenter Kritiker des Bahnhofsprojektes saß mit im Zug. Was
hätte er oder sie denn nicht alles sehen können - oder
müssen? Arcaden zum Beispiel, die die Innenstadt nicht ersetzen
können und wollen - diese aber durchaus ergänzen und einen
zusätzlichen Anziehungspunkt für das Umland bilden könnten.
Einen renovierten und funktionalen Bahnhof, behindertengerecht,
barrierefrei, attraktiv. Eine Altstadt, die nicht, wie oft behauptet,
öd und leer ist. Im Gegenteil, Regensburg glänzt durch
seine lebendigen Gassen voller vieler kleiner Geschäfte.
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Grüne vertrauen dem wankelmütigen Stadtrat nicht
Warum
ihrer Ansicht nach die „Arcaden schaden“, haben
der Grünen-Fraktionsvorsitzende Matthias Pilz und Stadträtin
Karin Miethaner-Vent am Dienstag vor rund 30 Zuhörern erläutert. Bündnis 90/Die Grünen bevorzugen ein
innenstadtnahes Einkaufszentrum auf dem Kardinal-Faulhaber-Platz und
dem Mozart-Areal, erklärte Pilz.
Dem
Investor mfi warf er vor, weiterhin „beharrlichst“ eine Antwort
auf die Frage zu verweigern, warum bei den Bahnhofs-Arcaden bei
20.000 Quadratmeter geplanter Verkaufsfläche eine
Gesamtnutzfläche von 40.000 Quadratmetern benötigt werde:
„Die Arcaden sollen so gebaut werden, dass auch mehr Verkaufsfläche
möglich ist.“ Deshalb könnte es in Zukunft schwierig
werden, eine Erweiterung der Verkaufsflächen „gegen einen
wankelmütigen Stadtrat zu verteidigen. Sicherheit hat man nur,
wenn das baulich unmöglich ist“, sagte Pilz.
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Marco Schneider ärgert sich
Seltsamerweise
tut er es nicht auf seinem Geburtstagsgeschenk eigenen Blog, aber jetzt hat sich SPD-Stadtrat
Marco Schneider wenigstens per Pressemitteilung zum Thema „Arcaden“
zu Wort gemeldet. Dass ich einer der darin angesprochenen
„Arcaden-Fans“ bin, ist ja bekannt. Trotzdem Schneiders Text hier
in voller Länge zum Nachlesen - aus Gründen der ausgewogenen Berichterstattung:
"Unselige
Koalition gegen die Innenstadt"
SPD-Stadtrat
ärgert sich über Negativ-Marketing und die CSU
"Es
ist schon seltsam, wie Befürworter und Gegner der Arcaden
gleichermaßen die Innenstadt schlecht reden", wundert sich
SPD-Stadtrat Marco Schneider über diese für die Innenstadt
"unselige Koalition". Dass die Arcaden-Fans die mangelnde
Attraktivität der Innenstadt betonen würden, hierfür
könne man noch in einem gewissen Rahmen Verständnis haben,
so Schneider. "Schließlich ist der Kaufkraftverlust
Würzburgs eines der gewichtigsten Argumente für die
Arcaden. Doch irgendwann ist Schluss. Wenn ich höre, wie sich
CSU-Gliederungen aus Stadt und Land in der Tagespresse damit
überbieten, im Zuge der Arcaden-Diskussion den Standort Würzburg
schlecht zu reden, dann hört für mich der Spaß auf."
(weiter)
Bahnhof: Finanzierung war nie gesichert

Eine
hellere und freundlichere Bahnhofshalle, einen größeren
Tunnel zu den Gleisen und einen barrierefreien Zugang zu den
Bahnsteigen mit Aufzügen hat Timo Otten von der „DB Station
und Service AG“ den Würzburgern für den Fall der
Umsetzung des umstrittenen Bahnhofsprojekts versprochen. Zusammen mit
mfi-Projektleiter Klaus-Martin Callhoff informierte Otten zwei Wochen
vor dem Bürgerentscheid am 3. Dezember bei einer Veranstaltung
des CSU-Ortsverbandes Frauenland über die Planungen.
Vor
Abschluss der Verhandlungen zwischen Arcaden-Investor mfi, Bahn, Post
und Stadt über das Gesamtprojekt sei „die Finanzierung für
den Umbau des Bahnhofs zu keiner Zeit gesichert gewesen“, betonte
Otten. Er reagierte damit auf die Behauptung der Arcaden-Gegner, auch
ohne den Bau des umstrittenen Einkaufszentrums würde die Bahn
den Zustand des Hauptbahnhofs in absehbarer Zeit verbessern.
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Volkstrauertag: Appell gegen das Vergessen
"Das
Geheimnis der Versöhnung heißt Erinnerung." Mit diesem
jüdischen Sprichwort hat Oberbürgermeisterin Dr. Pia
Beckmann am Sonntag bei der zentralen Gedenkveranstaltung zum
Volkstrauertag davor gewarnt, das Gedenken an die Opfer beider
Weltkriege als nicht mehr zeitgemäß abzulehnen.
Gut
250 Menschen, darunter der unterfränkische Regierungspräsident
Dr. Paul Beinhofer, einige Stadträte, Abordnungen der
Bundeswehr, der US-Armee, der Feuerwehr, Vertreter von
Soldaten-Kameradschaften und Landsmannschaften nahmen an der kurzen
Gedenkfeier teil. Sieben Kränze wurden im Gedenken an die
Gefallenen und Verwundeten der beiden Weltkriege am so genannten
„Kriegerdenkmal“ im Husarenwäldchen niedergelegt.
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Kauder: Sozis können nicht mit Geld umgehen

Nach
dem ersten Jahr der Großen Koalition in Berlin hat der
CDU-Bundestagsfraktionsvorsitzende Volker Kauder eine positive Bilanz
der Regierungsarbeit aus Sicht der Union gezogen. „Wir haben in den
zwei zentralen Punkten unseres Regierungsprogramms etwas erreicht“,
sagte Kauder beim Bezirksparteitag der unterfränkischen CSU am
Samstag in Würzburg.
Zum
Wahlkampf angetreten waren CDU und CSU mit dem Versprechen, den
Staatshaushalt in Ordnung zu bringen und die Arbeitslosigkeit zu
bekämpfen. „Es ist gut, dass die Union in Berlin regiert. Wir
können mit dem Geld besser umgehen als die Sozis“, sagte
Kauder. So sei die Nettoneuverschuldung mit 19,6 Milliarden Euro für
das Jahr 2007 um die Hälfte zurückgefahren worden. Auch die
Arbeitslosigkeit gehe zurück, weil die Zahl der
sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisse
zugenommen habe. Weil neue Arbeitsplätze ausschließlich in
mittelständischen Unternehmen entstehen, sei es die Hauptaufgabe
der Union, den Mittelstand zu stärken.
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Unterfranken-CSU unterstützt die Arcaden

Die unterfränkische CSU unterstützt ihre stellvertretende Bezirksvorsitzende, Würzburgs Oberbürgermeisterin Dr. Pia Beckmann, vor dem Bürgerentscheid am 3. Dezember offen in Sachen "Würzburg Arcaden".
Am Rande des CSU-Bezirksparteitags am heutigen Samstag in Würzburg ließ sich der Vorsitzende der Unterfranken-CSU, Bundeswirtschaftminister Michael Glos (2. v.l.) das Bahnhofsprojekt von Beckmann (rechts) erklären. "Alles, was eine Innenstadt attraktiver macht, macht die ganze Stadt attraktiver. Und alles, was Würzburg attraktiver macht, macht auch Unterfranken attraktiver", sagte Glos.
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Arcaden-Themenwoche auf TV touring
Nach der täglichen Berichterstattung in VOLKSBLATT und Main-Post kümmert sich nun auch unser lokaler Fernsehsender TV touring in einer ganzen Themenwoche ausführlich um das Thema "Würzburg Arcaden" und Bürgerentscheid. Hier der komplette Text der Pressemitteilung meines Fernseh-Kollegen Olivier Luksch (Foto):
Am 03.12.
ist es soweit – dann entscheiden die Bürger Würzburgs für
oder gegen das umstrittene Arcaden-Projekt. Mit einer Themenwoche
widmet sich auch Unterfrankens regionaler TV-Sender den
„Würzburg-Arcaden“.
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Arcaden-Entscheid am 3. Dezember
Jetzt
haben die Bürger das Wort: Am Sonntag, 3. Dezember haben die
Würzburger zum zweiten Mal nach 1997 die Gelegenheit, per
Stimmzettel ein Projekt zu befürworten oder abzulehnen. Zur
Abstimmung stehen zwei Bürgerentscheide für und gegen das
umstrittene Einkaufszentrum „Arcaden“ des Investors mfi mit
20.000 Quadratmeter Verkaufsfläche am Würzburger
Hauptbahnhof.
Während
ein Bürgerbegehren unter anderem wegen befürchteter
negativer Auswirkungen auf den Einzelhandel in der Innenstadt und
Verkehrsproblemen den Bau des Einkaufszentrums kategorisch ablehnt,
wird das so genannte „Bahnhofsprojekt“ in einem Stadtratsbegehren
als „bürgerfreundliche Entwicklung rund um den Bahnhof“
begrüßt. Damit einher gehen sollen die Modernisierung des
Hauptbahnhofs mit behindertengerechtem Zugang zu den Gleisen, ein
neuer zentraler Busbahnhof und eine Neuanlage der
Straßenbahnhaltestellen am Bahnhof mit Umgestaltung des
Bahnhofsvorplatzes. Über beide Bürgerentscheide können
100.187 wahlberechtigte Würzburger am 3. Dezember abstimmen.
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Bayerische Kommunen haben wieder Geld
„Deutlich
entspannt“ hat sich aus der Sicht von Innenminister Dr. Günter
Beckstein die finanzielle Situation der bayerischen Städte und
Gemeinden in den vergangenen zwei Jahren. „Wir müssen jetzt
alles daran setzen, die kommunalen Haushalte in Ordnung zu bringen“,
mahnte Beckstein am Montag bei einer Arbeitstagung des
Bezirksverbandes der Kommunalpolitischen Vereinigung (KPV) der CSU in
Veitshöchheim (Kreis Würzburg). Der Grundsatz „Haushalt
ohne Neuverschuldung“ müsse auch auf lokalpolitischer Ebene
ein Markenzeichen der CSU werden.

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