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Weber: Beckmann regiert mit "Küchenkabinett"

2007-01-22 @ 12:29 in Lokales

Die Stadt Würzburg wird derzeit von einem Küchenkabinett nach dem „System Stoiber“ regiert. Das hat der Fraktionschef der Würzburger Liste (WL), Jürgen Weber, Oberbürgermeisterin Dr. Pia Beckmann vorgeworfen und damit den Wahlkampf schon 13 Monate vor der Kommunalwahl 2008 eröffnet.

Weber sprach am Sonntag vor über 50 Gästen beim Neujahrsempfang der WL und nahm dabei kein Blatt vor den Mund. Nicht die Anzahl neuer Bauwerke sei entscheidend für eine erfolgreiche Stadtpolitik, sagte der Alt-Oberbürgermeister. Seiner Nachfolgerin Pia Beckmann warf er vor, mit einem „Küchenkabinett“ an den meisten ihrer Referenten vorbei Entscheidungen zu treffen. Die würden dann von der „großen Koalition“ aus SPD und CSU im Stadtrat mit knapper Mehrheit umgesetzt. Dadurch sei die Arbeit im Stadtrat zurzeit nicht sehr effektiv: „Früher hat sich der Rat so verstanden, dass sich in einem Wettbewerb gute Ideen durchsetzen“, sagte Weber.

Spätestens seit dem Bürgerentscheid in Sachen Bahnhofs-Arcaden gebe es einen "nie gekannten Zusammenschluss aller Gruppierungen, die eine gegensätzliche Position zu SPD und CSU haben“. Rathausspitze und Verwaltung hätten nie ernsthaft versucht, beim Thema Bahnhof einen Konsens zu finden. Schon Ministerpräsident Edmund Stoiber sei daran gescheitert, dass er nicht mehr die nötige Geduld zum Dialog aufbringe: „Wir müssen alles daran setzen, dass das auch in Würzburg zum Scheitern verurteilt ist.“ Die WL will die Bürger auch künftig in wichtigen Fragen einbeziehen. Der Verein verstehe sich „als Bürgerinitiative im Rathaus auf der Suche nach besseren Lösungen“.

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13 "Würzburger" Nobelpreisträger

2006-12-11 @ 19:47 in Lokales

Als einer von 365 ausgewählten Orten im "Land der Ideen" hat die "Wissenschaftsmeile Röntgenring" der Universität Würzburg am Freitag den Siegerpokal erhalten. Gleichzeitig wurde im Cinemaxx die Ausstellung über die 13 Nobelpreisträger, die mit der Uni in Verbindung stehen eröffnet.

Aus mehr als 1.200 Bewerbungen wurden die 365 Orte ausgewählt, die das Image Deutschlands als innovatives Land nach außen repräsentieren sollen. Die "Würzburger Wissenschaftsmeile", durch ihre bunte Beleuchtung seit einigen Tagen deutlich auszumachen, gehört jetzt offiziell dazu. In Zusammenarbeit mit der "Würzburg AG" und der Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt hatte sich die Alma Julia an der Ausschreibung beteiligt und dabei Wilhelm COnrad Röntgen und die ihm folgenden zwölf Nobelpreisträger in die Waagschale geworfen, die im Laufe ihrer akademischen Karriere in Würzburg tätig waren. "Die Wissenschaftsmeile ist mit ganz besonderen Ideen angereichert", sagte Thomas Pemsel von der Deutschen Bank, die die Aktion als Hauptsponsor unterstützt.

Die beiden "jüngsten" Nobelpreisträger kamen bei der Veranstaltung vor mehreren hundert Gästen im großen Kinosaal des Cinemaxx selbst zu Wort. Klaus von Klitzing, der fast zwölf Jahre in Würzburg forschte und 1985 den Nobelpreis für Physik erhielt, war sogar per Telefon live aus Hawaii zugeschaltet und mit einem nicht so ganz aktuellen Bild auf der Leinwand zu sehen (Foto (c) Patrick Wötzel).

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Bahnhof bleibt auf Jahre, wie er ist

2006-12-07 @ 08:14 in Lokales

Da haben wir's: Die Ablehnung der umstrittenen Arcaden hat die Pläne der Bahn vereitelt, die mit einem Grundstücksverkauf an den Investor mfi die Sanierung des Bahnhofs finanzieren wollte. Laut Aussagen von Günther Pichler, Chef der bayerischen Bahnhofsplanung, in einem Interview mit dem Main-Echo liegt die dringend nötige Bahnhofs-Sanierung jetzt wieder auf Eis.

Hier einige Auszüge aus Pichlers Aussagen:

„Die Entscheidung wirft uns weit zurück. [...] Wir sind wieder am Nullpunkt. Dort, wo wir seit den achtziger Jahren stehen. [...] Ohne Verkauf von Flächen ist die Modernisierung nicht zu finanzieren. [...] Zuschüsse gibt es nur für die Verkehrsstation, nicht für das Empfangsgebäude. Diesen Teil müssen wir vollständig selbst finanzieren. [...] Für diesen Aufwand haben wir kein Budget und es besteht auch keine Aussicht, dass sich das ändert. [...] Wenn es beim Nein zum Arcaden-Projekt bleibt und sich kein anderer Investor findet, bleibt der Zustand des Würzburger Bahnhofs für Jahre so, wie er ist.


Arcaden-Ergebnisse ab 18.15 Uhr im Internet

2006-12-03 @ 17:11 in Lokales

Wer nicht auf TV touring oder die Zeitung von morgen warten will, der wird schon heute abend ab 18.15 Uhr im Internet über die Ergebnisse des Bürgerentsscheids informiert, und zwar auf der Homepage der Stadt Würzburg. Das vorläufige Endergebnis soll kurz nach 20 Uhr feststehen – ich bin gespannt.

Nachtrag: Der Server der Stadt Würzburg scheint schon um 18.14 Uhr zusammengebrochen zu sein - schwaches Bild.

Nachtrag 2: Auch auf der Homepage von TV touring sind um 18.40 Uhr immer noch keine Zwischenergebnisse zu sehen.

Nachtrag 3: Auf der Homepage von Radio Gong finden sich um 18.50 Uhr immer noch die Regional-Nachrichten vom Freitag - vom Bürgerentscheids-Ergebnis weit und breit nichts zu sehen.

Nachtrag 4: Wengistens bei TV touring geht es jetzt endlich los. Allerdings zeigen sie dort nach drei ausgewählten Bezirken bisher nur das Ergebnis der Stichfrage - Tendenz: 59 Prozent pro Arcaden. Stand: 18.54 Uhr.

Nachtrag 5: Nichts Neues um 19.02 Uhr. Auch die Online-Redaktion der Mainpost scheint sich noch nicht um die Abstimmung kümmern zu wollen - ich habe jedenfalls nichts gefunden. Ich geb's auf und schalte jetzt den guten alten Fernseher ein: Seit 19 Uhr soll ja die Arcaden-Abstimmungs-Sondersendung live auf TV touring laufen.

Nachtrag 6: Im Fernsehen leiden sie im Moment (19.40 Uhr) auch noch unter Informationsmangel - und auf tvtouring.de ist die Ergebnis-Grafik inzwischen auch von der Startseite verschwunden.

Nachtrag 7: Zum Glück gibt's das Heimatblog, dort wird man von den Usern Radiohörern aktuell informiert.

Nachtrag 8: 20.23 Uhr - es sieht so aus, als ob die Arcaden-Gegner bei einer tollen Wahlbeteiligung von knapp 40 Prozent die Nase vorn haben werden. Für mich persönlich schade, aber man muss es akzeptieren.

Mein Fazit der aktuellen Berichterstattung: Im Internet konnte man sich nur in den Kommentaren des Würzblogs informieren. Außerhalb des Internets hat Radio Charivari seine Möglichkeiten gut genutzt und TV touring das Beste draus gemacht. Und morgen (oder die Abonnenten schon heute am späteren Abend im Internet) lesen wir alles nochmal ausführlich in VOLKSBLATT und Mainpost.

Nachtrag 9: Vorläufiges Ergebnis: Beide Bürgerentscheide wurden mit "Ja" beantwortet, die Stichfrage geht mit weniger als 1.000 Stimmen Differenz gegen die Arcaden aus, stolze 39,5 Prozent Wahlbeteiligung. Am Mittwoch gibt es das amtliche Endergebnis.

Nachtrag 10: Jetzt (21.10 Uhr) kommt man auch wieder auf den Server der Stadt - aber ein Ergebnis findet sich dort immer nicht. Eigentlich ein Armutszeugnis. Wahrscheinlich sind sie beleidigt, weil das Volk nicht so entschieden hat wie vom Rathaus gewünscht ;-).

Endlich das letzte Arcaden-Streitgespräch

2006-12-01 @ 08:57 in Lokales

Mit einer ausführlichen Diskussion zum Thema Arcaden und Bahnhofsprojekt haben Raimund Binder von der Bürgerinitiative (BI) „Ringpark in Gefahr“ und der SPD-Stadratsfraktionsvorsitzende Hans-Werner Loew am Mittwoch den Endspurt zum Bürgerentscheid am Sonntag eingeläutet.

Gut 50 Bürger waren bei dem teilweise emotional geführten „finalen Streitgespräch“ zwischen Arcaden-Gegner Binder und Arcaden-Befürworter Loew dabei. Das Publikum war, wie die gesamte Bevölkerung derzeit, gespalten. Gemessen am Applaus waren die Gegner des mfi-Einkaufszentrums am Bahnhof leicht in der Überzahl. Neue Argumente gab es erwartungsgemäß nicht zu hören, die Standpunkte der Kontrahenten sind bekannt.

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19. Afrika-Festival: Vorverkauf startet morgen

2006-11-30 @ 13:28 in Lokales

Soeben bei der Pressekonferenz erfahren: Das mittlerweile 19. Afrika-Festival am kommenden Pfingstwochenende wirft schon jetzt seine vorweihnachtlichen Schatten voraus. Der Vorverkauf für die vier Konzert-Abende (Einzelticket 21,50 Euro, Dauerkarte 75 Euro, jeweils plus Vorverkaufsgebühr) startet nämlich bereits am morgigen Freitag.

Das Festival wird zwei Schwerpunkte haben: Neben der Fortsetzung des Themas „Black Atlantic“, bei dem die Festival-Macher den Spuren afrikanischer Musik dieses Mal in Brasilien auf den Grund gehen wollen, steht an jedem der vier Konzert-Abende vom 25. bis 28. Mai 2007 im großen Zelt auf den Talavera-Mainwiesen eine Frau aus Afrika im Mittelpunkt. Die Tickets sind in Würzburg beim Hugendubel, in den Buchläden Knodt und Neuer Weg und in der Tourist-Information im Falkenhaus zu haben. Außerhalb Würzburgs außerdem in allen CTS-Vorverkaufsstellen und im Internet auf der Afrikafestival-Homepage.

Shary rennt für die gute Sache

2006-11-28 @ 14:02 in Lokales

Im Fernsehen erklärt sie zahllosen kleinen und auch vielen großen Zuschauern fast jeden Tag als selbsternannte „Klugscheißerin“ die Welt. Letzte Woche begeisterte TV-Moderatorin Shary Reeves (Foto (c) Patrick Wötzel) aus der beliebten Sendung "Wissen macht Ah!" die Schülerinnen und Schüler der Maria-Stern-Schule in Würzburg.

Nur einer der über hundert Schüler in der Turnhalle der Schule wagte es, bei der Frage nach der besten Sendung im deutschen Fernsehen nicht ganz laut „Wissen macht Ah!“ zu schreien. Shary Reeves nahm es ihm natürlich nicht übel. So kennt man sie aus den Auftritten mit ihrem Kollegen Ralf Caspers im Kinderkanal „KiKa“: Locker, freundlich, gut gelaunt, ein Fernsehstar zum Anfassen, der den Fans viele Fragen beantwortete. Nur ihr Alter wollte das 31-jährige Multi-Talent (Schauspielerin im „Marienhof“, Sängerin bei den "4 Reeves", Sportlerin, TV-Moderatorin) den Kindern nicht verraten.

Die interessanteste Information für regelmäßige „Wissen macht Ah!“-Zuschauer: Shary Reeves ist mit Ralf Caspers nur befreundet, der Co-Moderator ist mit einer anderen Frau verheiratet und hat zwei Kinder. Und furchtbar streng, wie mehrere Kinder vermuteten, ist Shary auch nicht.

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Arcaden-Abstimmung live auf TV touring

2006-11-27 @ 18:45 in Lokales

Wie Fernseh-Kollege Olivier Luksch (Foto) heute mitgeteilt hat, wird der Lokalsender TV touring am kommenden Sonntag live über die mit Spannung erwartete Arcaden-Entscheidung berichten. Hier seine Pressemitteilung:

Am kommenden Sonntag fällt die Entscheidung: werden sich Würzburgs Bewohner für oder gegen das Arcaden-Projekt entscheiden? Am frühen Abend wissen wir es – und Unterfrankens regionaler Fernseh-Sender wird mittendrin sein und live über die wegweisende Entscheidung berichten.

Erste Ergebnisse werden um Punkt 18 Uhr bekannt gegeben – TV touring wird live auf Sendung gehen.

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Nullfünfer sind sauer auf den Stadtrat

2006-11-25 @ 09:39 in Lokales

Äußerst verärgert und enttäuscht zeigten sich nicht nur Präsident Peter Lurz und Ehrenpräsident Dr. Reinhard Stumpf (Foto (c) Patrick Wötzel), sondern auch zahlreiche Mitglieder des SV 05 Würzburg über die Entscheidung des Stadtrates, die beantragte Erhöhung des Betriebskostenzuschusses abzulehnen.

„Das Geld soll doch nicht dem Verein zugute kommen, sondern fließt als Bezahlung für Strom, Gas und Wasser in voller Höhe direkt zurück an die Stadtwerke“, betonte Lurz am Donnerstag bei der Delegiertenversammlung des Vereins.

250.800 Euro Betriebskostenzuschuss hat der Stadtrat dem Schwimmverein als Betreiber des Wolfgang-Adami-Bades gewährt, jetzt wollte Lurz einen Nachschlag von 220.000 Euro für das laufende Jahr und eine Erhöhung für die Zukunft auf 550.000 Euro erreichen.

Der Stadtrat hat den Antrag bei den Haushaltsberatungen am Donnerstag mit großer Mehrheit abgelehnt. Knapp zwei Stunden nach der Entscheidung beklagte sich Lurz bitter über das mangelnde Verständnis für die schwierige Situation der Nullfünfer: „Wir wollen das Geld nicht für die Vereinskasse, sondern für den Betrieb eines öffentlichen Bades. Die anderen Bäder bekommen teilweise den vierfachen Betriebskostenzuschuss.“

Über 130.000 Nicht-Vereinsmitglieder schwammen in diesem Jahr bereits im Wolfgang-Adami-Bad, das an 364 Tagen im Jahr geöffnet ist und nicht einmal bei Wartungs- und Sanierungsarbeiten schließt. Trotz Einbau von moderner Technik haben sich die Energiekosten in den letzten vier Jahren verdoppelt, dazu kommen unter anderem 52.000 Euro pro Jahr an Abwassergebühren.

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2. Arcadensonderzug ist voll

2006-11-24 @ 16:43 in Lokales

Wer jetzt noch mit will, ist zu spät dran: Der zweite Sonderzug des Arcaden-Investors mfi nach Regensburg am morgigen Samstag ist mit 1.000 Würzburgern vollständig ausgebucht, mitfahren können nur angemeldete Personen. Klaus-Martin Callhoff vom mfi-Projektbüro bedauert, dass keine weiteren Anmeldungen entgegen genommen werden können. Die mfi-Mitarbeiter stehen aber auch in der kommenden Woche an ihrem Info-Stand am Kürschnerhof Rede und Antwort über das gesamte Bahnhofsprojekt - wie natürlich auch die ablehnende Fraktion ganz in der Nähe.

Derweil haben Arcadengegner Unbekannte nach einer Polizeimeldung in der vergangenen Nacht einen Werbe-Pavillion der Initiative „Pro Arcaden“ am Dominikanerplatz aufgeschlitzt und die Inneneinrichtung verwüstet – Schaden laut Polizei rund 600 Euro.

Nachtrag: Auch der Pavillion des Einzelhandelverbandes auf dem Domvorplatz wurde zwischen 1.30 Uhr und 3.30 Uhr aufgeschlitzt und verwüstet - es dürfte sich um dieselben Täter gehandelt haben. Wird Zeit, dass der 3. Dezember kommt.

Mitfahren und selbst anschauen!

2006-11-23 @ 12:00 in Lokales

"Mitfahren und selber gucken" - so lautet der Titel eines Kommentars meines VOLKSBLATT-Kollegen Ernst Lauterbach, den ich hier sehr gerne in voller Länge zur Verfügung stelle:

Dem Volk aufs Maul zu schauen, empfahl schon Martin Luther. Wo wäre im Streit um das Bahnhofsprojekt eine bessere Möglichkeit dazu gewesen, als im Sonderzug zu den Regensburg- Arcaden am Dienstag vergangener Woche?

Fast 800 Würzburger fuhren mit, um sich selbst ein Bild von dem drohenden Unheil zu machen, das von den Arcadengegnern bei jeder sich bietenden Gelegenheit an die Wand gemalt wird. Kein einziger prominenter Kritiker des Bahnhofsprojektes saß mit im Zug. Was hätte er oder sie denn nicht alles sehen können - oder müssen? Arcaden zum Beispiel, die die Innenstadt nicht ersetzen können und wollen - diese aber durchaus ergänzen und einen zusätzlichen Anziehungspunkt für das Umland bilden könnten.

Einen renovierten und funktionalen Bahnhof, behindertengerecht, barrierefrei, attraktiv. Eine Altstadt, die nicht, wie oft behauptet, öd und leer ist. Im Gegenteil, Regensburg glänzt durch seine lebendigen Gassen voller vieler kleiner Geschäfte.

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Grüne vertrauen dem wankelmütigen Stadtrat nicht

2006-11-23 @ 08:18 in Lokales

Warum ihrer Ansicht nach die „Arcaden schaden“, haben der Grünen-Fraktionsvorsitzende Matthias Pilz und Stadträtin Karin Miethaner-Vent am Dienstag vor rund 30 Zuhörern erläutert. Bündnis 90/Die Grünen bevorzugen ein innenstadtnahes Einkaufszentrum auf dem Kardinal-Faulhaber-Platz und dem Mozart-Areal, erklärte Pilz.

Dem Investor mfi warf er vor, weiterhin „beharrlichst“ eine Antwort auf die Frage zu verweigern, warum bei den Bahnhofs-Arcaden bei 20.000 Quadratmeter geplanter Verkaufsfläche eine Gesamtnutzfläche von 40.000 Quadratmetern benötigt werde: „Die Arcaden sollen so gebaut werden, dass auch mehr Verkaufsfläche möglich ist.“ Deshalb könnte es in Zukunft schwierig werden, eine Erweiterung der Verkaufsflächen „gegen einen wankelmütigen Stadtrat zu verteidigen. Sicherheit hat man nur, wenn das baulich unmöglich ist“, sagte Pilz.

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Marco Schneider ärgert sich

2006-11-20 @ 17:47 in Lokales

Seltsamerweise tut er es nicht auf seinem Geburtstagsgeschenk eigenen Blog, aber jetzt hat sich SPD-Stadtrat Marco Schneider wenigstens per Pressemitteilung zum Thema „Arcaden“ zu Wort gemeldet. Dass ich einer der darin angesprochenen „Arcaden-Fans“ bin, ist ja bekannt. Trotzdem Schneiders Text hier in voller Länge zum Nachlesen - aus Gründen der ausgewogenen Berichterstattung:

"Unselige Koalition gegen die Innenstadt"
SPD-Stadtrat ärgert sich über Negativ-Marketing und die CSU

"Es ist schon seltsam, wie Befürworter und Gegner der Arcaden gleichermaßen die Innenstadt schlecht reden", wundert sich SPD-Stadtrat Marco Schneider über diese für die Innenstadt "unselige Koalition". Dass die Arcaden-Fans die mangelnde Attraktivität der Innenstadt betonen würden, hierfür könne man noch in einem gewissen Rahmen Verständnis haben, so Schneider. "Schließlich ist der Kaufkraftverlust Würzburgs eines der gewichtigsten Argumente für die Arcaden. Doch irgendwann ist Schluss. Wenn ich höre, wie sich CSU-Gliederungen aus Stadt und Land in der Tagespresse damit überbieten, im Zuge der Arcaden-Diskussion den Standort Würzburg schlecht zu reden, dann hört für mich der Spaß auf."

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Bahnhof: Finanzierung war nie gesichert

2006-11-20 @ 09:40 in Lokales

Eine hellere und freundlichere Bahnhofshalle, einen größeren Tunnel zu den Gleisen und einen barrierefreien Zugang zu den Bahnsteigen mit Aufzügen hat Timo Otten von der „DB Station und Service AG“ den Würzburgern für den Fall der Umsetzung des umstrittenen Bahnhofsprojekts versprochen. Zusammen mit mfi-Projektleiter Klaus-Martin Callhoff informierte Otten zwei Wochen vor dem Bürgerentscheid am 3. Dezember bei einer Veranstaltung des CSU-Ortsverbandes Frauenland über die Planungen.

Vor Abschluss der Verhandlungen zwischen Arcaden-Investor mfi, Bahn, Post und Stadt über das Gesamtprojekt sei „die Finanzierung für den Umbau des Bahnhofs zu keiner Zeit gesichert gewesen“, betonte Otten. Er reagierte damit auf die Behauptung der Arcaden-Gegner, auch ohne den Bau des umstrittenen Einkaufszentrums würde die Bahn den Zustand des Hauptbahnhofs in absehbarer Zeit verbessern.

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Volkstrauertag: Appell gegen das Vergessen

2006-11-20 @ 09:37 in Lokales

"Das Geheimnis der Versöhnung heißt Erinnerung." Mit diesem jüdischen Sprichwort hat Oberbürgermeisterin Dr. Pia Beckmann am Sonntag bei der zentralen Gedenkveranstaltung zum Volkstrauertag davor gewarnt, das Gedenken an die Opfer beider Weltkriege als nicht mehr zeitgemäß abzulehnen.

Gut 250 Menschen, darunter der unterfränkische Regierungspräsident Dr. Paul Beinhofer, einige Stadträte, Abordnungen der Bundeswehr, der US-Armee, der Feuerwehr, Vertreter von Soldaten-Kameradschaften und Landsmannschaften nahmen an der kurzen Gedenkfeier teil. Sieben Kränze wurden im Gedenken an die Gefallenen und Verwundeten der beiden Weltkriege am so genannten „Kriegerdenkmal“ im Husarenwäldchen niedergelegt.

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Kauder: Sozis können nicht mit Geld umgehen

2006-11-20 @ 09:29 in Lokales

Nach dem ersten Jahr der Großen Koalition in Berlin hat der CDU-Bundestagsfraktionsvorsitzende Volker Kauder eine positive Bilanz der Regierungsarbeit aus Sicht der Union gezogen. „Wir haben in den zwei zentralen Punkten unseres Regierungsprogramms etwas erreicht“, sagte Kauder beim Bezirksparteitag der unterfränkischen CSU am Samstag in Würzburg.

Zum Wahlkampf angetreten waren CDU und CSU mit dem Versprechen, den Staatshaushalt in Ordnung zu bringen und die Arbeitslosigkeit zu bekämpfen. „Es ist gut, dass die Union in Berlin regiert. Wir können mit dem Geld besser umgehen als die Sozis“, sagte Kauder. So sei die Nettoneuverschuldung mit 19,6 Milliarden Euro für das Jahr 2007 um die Hälfte zurückgefahren worden. Auch die Arbeitslosigkeit gehe zurück, weil die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisse zugenommen habe. Weil neue Arbeitsplätze ausschließlich in mittelständischen Unternehmen entstehen, sei es die Hauptaufgabe der Union, den Mittelstand zu stärken.

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Unterfranken-CSU unterstützt die Arcaden

2006-11-18 @ 14:47 in Lokales

Die unterfränkische CSU unterstützt ihre stellvertretende Bezirksvorsitzende, Würzburgs Oberbürgermeisterin Dr. Pia Beckmann, vor dem Bürgerentscheid am 3. Dezember offen in Sachen "Würzburg Arcaden".

Am Rande des CSU-Bezirksparteitags am heutigen Samstag in Würzburg ließ sich der Vorsitzende der Unterfranken-CSU, Bundeswirtschaftminister Michael Glos (2. v.l.) das Bahnhofsprojekt von Beckmann (rechts) erklären. "Alles, was eine Innenstadt attraktiver macht, macht die ganze Stadt attraktiver. Und alles, was Würzburg attraktiver macht, macht auch Unterfranken attraktiver", sagte Glos.

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Arcaden-Themenwoche auf TV touring

2006-11-15 @ 08:34 in Lokales

Nach der täglichen Berichterstattung in VOLKSBLATT und Main-Post kümmert sich nun auch unser lokaler Fernsehsender TV touring in einer ganzen Themenwoche ausführlich um das Thema "Würzburg Arcaden" und Bürgerentscheid. Hier der komplette Text der Pressemitteilung meines Fernseh-Kollegen Olivier Luksch (Foto):

Am 03.12. ist es soweit – dann entscheiden die Bürger Würzburgs für oder gegen das umstrittene Arcaden-Projekt. Mit einer Themenwoche widmet sich auch Unterfrankens regionaler TV-Sender den „Würzburg-Arcaden“.

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Arcaden-Entscheid am 3. Dezember

2006-11-13 @ 15:44 in Lokales

Jetzt haben die Bürger das Wort: Am Sonntag, 3. Dezember haben die Würzburger zum zweiten Mal nach 1997 die Gelegenheit, per Stimmzettel ein Projekt zu befürworten oder abzulehnen. Zur Abstimmung stehen zwei Bürgerentscheide für und gegen das umstrittene Einkaufszentrum „Arcaden“ des Investors mfi mit 20.000 Quadratmeter Verkaufsfläche am Würzburger Hauptbahnhof.

Während ein Bürgerbegehren unter anderem wegen befürchteter negativer Auswirkungen auf den Einzelhandel in der Innenstadt und Verkehrsproblemen den Bau des Einkaufszentrums kategorisch ablehnt, wird das so genannte „Bahnhofsprojekt“ in einem Stadtratsbegehren als „bürgerfreundliche Entwicklung rund um den Bahnhof“ begrüßt. Damit einher gehen sollen die Modernisierung des Hauptbahnhofs mit behindertengerechtem Zugang zu den Gleisen, ein neuer zentraler Busbahnhof und eine Neuanlage der Straßenbahnhaltestellen am Bahnhof mit Umgestaltung des Bahnhofsvorplatzes. Über beide Bürgerentscheide können 100.187 wahlberechtigte Würzburger am 3. Dezember abstimmen.

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Bayerische Kommunen haben wieder Geld

2006-11-08 @ 08:35 in Lokales

Deutlich entspannt“ hat sich aus der Sicht von Innenminister Dr. Günter Beckstein die finanzielle Situation der bayerischen Städte und Gemeinden in den vergangenen zwei Jahren. „Wir müssen jetzt alles daran setzen, die kommunalen Haushalte in Ordnung zu bringen“, mahnte Beckstein am Montag bei einer Arbeitstagung des Bezirksverbandes der Kommunalpolitischen Vereinigung (KPV) der CSU in Veitshöchheim (Kreis Würzburg). Der Grundsatz „Haushalt ohne Neuverschuldung“ müsse auch auf lokalpolitischer Ebene ein Markenzeichen der CSU werden.

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