TGW besetzt die Trainerbank der Frauen neu
Vorweihnachtliche
Überraschung bei den Frauen der TG maxi dsl Würzburg: Mit
Janet Fowler-Michel (Foto (c) Patrick Wötzel) als neuer Trainerin sind die TGW-Mädchen am
letzten Spieltag der Hinrunde wieder in die Erfolgsspur
zurückgekehrt. Mit einem 53:44-Heimsieg gegen den TuS Jena
beendete die TGW ihre fünf Spiele dauernde Niederlagenserie und
verließ die Abstiegsregion der Zweiten Liga Süd.
Die Mannschaft wusste es seit Freitag, den Medien teilte Abteilungsleiter Jürgen Cymara kurz vor dem Spiel mit, dass sich die TGW von Aufstiegscoach Ludovit Karpil getrennt hat. Eigentlich sollte Karpil gegen Jena noch einmal an der Seitenlinie stehen, er sagte laut Cymara aber kurzfristig „aus persönlichen Gründen“ ab.
So musste Ex-Bundesligaspielerin Janet Fowler-Michel, tatkräftig unterstützt von Ehemann Ferdl Michel, schon am Sonntag ihre neue Aufgabe antreten. Im Lauf der Woche will die TGW einen erfahrenen Coach verpflichten, der die TGW-Frauen zusammen mit der Kanadierin aus dem Tabellenkeller führen soll.
Lauren Stagg führt die TGW zum Sieg
Dass
der Aufsteiger spätestens seit dem Eintreffen von Neuzugang
Lauren Stagg (rechts, Foto (c) Patrick Wötzel) das sportliche Potenzial besitzt, um sich im Mittelfeld
der Zweiten Liga zu behaupten, zeigte die Partie gegen Jena. Drei
Viertel lang war das Spiel ausgeglichen, dann drehte die 23-jährige
Kanadierin (18 Punkte, 6 Rebounds, 5 Ballgewinne) richtig auf: Sie
erzielte neun der insgesamt vierzehn TGW-Punkte im Schlussabschnitt
und war auch in der Verteidigung eine Bank.
Ganze 15 Zähler gestattete die TGW den Gästen nach der Pause, das war der entscheidende Faktor für den dritten Heimsieg. „Ich wollte, dass die Mädchen viel aggressiver spielen und über die Defensive zum Erfolg kommen. Das hat im vierten Viertel auch geklappt“, sagte Janet Fowler-Michel. Bis zum Start der Rückrunde am 7. Januar bleiben drei Wochen Zeit, um mit der Mannschaft zu arbeiten: „Vor allem die Fitness muss besser werden.“
TG maxi dsl Würzburg - TuS Jena Burgaupark 53:44
(16:11, 11:18, 12:8, 14:7)
Spielfilm: 7:0 (2. Minute), 9:8 (6.), 16:11 (1. Viertel), 20:14 (12.), 22:21 (16.), 27:29 (Halbzeit), 32:31 (24.), 34:33 (28.), 39:37 (3 Viertel), 43:40 (35.), 46:43 (37.), 53:44 (Endstand).
Punkte TGW: Lauren Stagg 18 (1 Dreier, 6 Rebounds, 5 Ballgewinne), Jasmin Fantl 9 (3 Dreier), Aniko Hushegyova 8 (6 Rebounds), Caro Seiler 5 (5 Rebounds), Tina Schulz 4 (1 Dreier), Micky Brust 4, Mareike Nöth 2, Nina Samtleben 2 (7 Rebounds), Sabrina Petters.
Obwohl
er schon beim Frauen-Spiel lautstark Anweisungen gab, hatte Ferdl
Michel dann auch anschließenden noch ausreichend Stimmkraft, um
seine Oberliga-Herren (im Bild rechts Florian Gabler, Foto (c) Patrick Wötzel) zu einem nie gefährdeten 110:68-Erfolg
gegen ATS Kulmbach zu führen.
Im Gegensatz zur knappen Niederlage in Eggolsheim in der Vorwoche konnte der Tabellenführer zum Auftakt der Rückrunde wieder in Bestbesetzung antreten und führte bereits zur Pause mit 20 Punkten (50:30). Während die TGW-Akteure beim Saisonauftakt in Kulmbach nur knapp die Oberhand behielten, hatten sie zum Rückrundenstart gegen den gleichen Gegner leichtes Spiel und dementsprechend Mühe, die Konzentration über 40 Minuten hoch zu halten.
Auch die DJK Würzburg war vor der Weihnachtspause noch einmal erfolgreich: Die „Young Gunners“ gewannen in Eggolsheim mit 103:94 und überwintern mit sechs Siegen und fünf Niederlagen auf Rang fünf. "Wir sind mit der Entwicklung unserer jungen Mannschaft sehr zufrieden", sagt das Trainer-Duo Sebastian und Robert Harth.