Schon wieder eine Ghana-Feier
Die Ghana-Begeisterung in Würzburg hat am letzten Freitag einen neuen Höhepunkt erreicht: Über 2.000 Menschen feierten die WM-Gäste aus Westafrika gut 24 Stunden nach ihrem Sieg über die USA in Nürnberg und dem damit verbundenen Einzug in das Achtelfinale der Fußball-Weltmeisterschaft.
Dass
die ghanaische Delegation mit einer halben Stunde Verspätung am
Rathaus aus dem Bus stieg, tat der Begeisterung der Ghana-Fans keinen
Abbruch.
In bereits bewährter Manier sorgte Aaron Hagan mit seiner Musikgruppe vorher für afrikanische Stimmung auf dem Marktplatz. Auch dank einiger hundert Ghana-Fähnchen, die Mitarbeiter von Radio Gong verteilten, dominierten rund um die Bühne wieder die ghanaischen Landesfarben rot-gelb-grün, als Oberbürgermeisterin Dr. Pia Beckmann die „Black Stars“ und ihre Betreuer und Funktionäre begrüßte.
„Liebe
Freunde aus Ghana, ihr seid die Weltmeister unserer Herzen“, sagte
Beckmann. Sie überreichte als Geschenk einige edle Tropfen aus
dem Bürgerspital und ließ die siegreiche Mannschaft
zusammen mit den Fans hochleben.
Als
Team- Betreuer Anthony Baffoe dann einige Spieler wie
Mittelfeld- Regisseur Michael Essien, Torwart Richard Kingson und
Kapitän Stephen Appiah einzeln vorstellte, kannten Jubel und
Begeisterung keine Grenzen mehr. Allerdings waren dieses Mal nicht
alle Spieler dabei. Unter anderem fehlte der von Trainer Ratomir
Dujkovic ausgemusterte Abwehrchef Sammy Kuffour, der eine Stunde vor
dem Empfang beim entspannten Einkaufsbummel mit Teamkollegen und
Betreuern in der Fußgängerzone gesichtet wurde.
Riesenjubel auch, als Baffoe ankündigte, er werde in Ghana
vorschlagen, Würzburg zur offiziellen Partnerstadt des Landes zu
machen.
„Wie
ich euch schon das letzte Mal gesagt habe: Wir werden bis zum 9. Juli
in Würzburg bleiben“, sagte der Präsident des ghanaischen
Fußball- verbandes, Kwesi Nyantakyi. An diesem Tag soll im
WM-Finale in Berlin Deutschland der Gegner von Ghana sein. Die
Würzburger haben nichts dagegen: „Berlin, Berlin, wir fahren
nach Berlin“, tönte es aus der Menge. Das Problem: Heute nachmittag um 17 Uhr müssen die "Black Stars" ohne ihren gelbgesperten Mittelfeld-Motor Michael Essien im Achtelfinale gegen Brasilien antreten.
Auch der ghanaische Minister für Sport und Erziehung, Papa Amkomah, zeigte sich begeistert vom Empfang in Würzburg: „Man hatte mir schon davon erzählt. Aber nichts hat mich auf das vorbereitet, was ich heute hier erleben durfte. Wir werden für die Menschen aus Würzburg immer einen speziellen Platz in unseren Herzen haben“, sagte Amkomah.
Kommentare
Ghana [antworten]
Leider hat Ghana auch tatsächlich verloren, und dass ist schade. Ich war auch für Ghana, doch ein zweites "Wunder von Bern" wäre ja fast
unmöglich. 1954 war es das zwar auch aber hier?, hier war der Sieg für Ghana
fast noch unwahrscheinlicher.
Rubinsky