Steuer für Türklingel
Da ich wegen kleinerer Renovierungsarbeiten zuhause seit ein paar Tagen keine Zeit zum Bloggen habe, hier wenigstens ein kurzer Abstecher zu den myway-news:
Eine Familie in Holland hatte Mühe, sich gegen einen Hundesteuerbescheid zu wehren. Ein Beamter hatte bei ihnen geklingelt, Hundegebell gehört und wollte deshalb die jährliche Hundesteuer kassieren, deren Bezahlung in Holland offenbar gerne vermieden wird.
Die Familie benötigte offenbar große Überzeugungskraft, um dem Beamten klar zu machen, dass sie gar keinen Hund besitzt. Was der Mann gehört hatte, war nur die Türklingel, die fünfzehn verschiedene Bell-Geräusche von sich geben kann.
Rentner-Sex
Wer auf witzige oder seltsame Nachrichten steht und der englischen Sprache einigermaßen mächtig ist, dem kann ich nur die täglichen "odd news" auf myway.com empfehlen.
Da findet sich zum Beispiel sowas oder diese Nachricht über den Mitarbeiter eines Beerdigungsinstitutes in Kasachstan, der von Einbrechern in einem Sarg eingesperrt wurde.
Mein heutiger Favorit: Diese Meldung aus Norditalien, wo eine 70-jährige Frau und ein angetrunkener 59-jähriger Mann beim wilden Sex im fahrenden Auto erwischt wurden. "Ich glaube nicht, dass sie verheiratet sind. Ehepaare würden so etwas wahrscheinlich nicht machen", wird ein italienischer Polizist zitiert.
Selbstkarikatur
Gestern gelesen in der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" auf der Seite mit dem schönen Titel "Erkenntnis und Interesse":
Worte der Woche:
"Weblogs sind Selbstkarikaturen des eigenen Oberstübchens. Ich frage mich immer: Was geben wir da von uns nach draußen?"
Gefunden hat das der FAZ-Redakteur auf dieser Homepage.
Es lohnt sich, über den Satz nachzudenken. Ich würde allerdings das Wort "Karikaturen" durch "Darstellungen" ersetzen.
Fast perfekt
Bayern besiegt Schalke 3:0, der Club schickt Werder Bremen mit 3:1 nach Hause - besser konnte es eigentlich nicht laufen.
Hätte nur noch ein Punktverlust der Löwen zum perfekten Wochenende gefehlt - leider hat 1860 München in Paderborn mit 1:0 gewonnen.
Die teilweise durchwachsenen Ergebnisse des Würzburger Sportwochenendes:
Tischtennis-Bundesliga: Würzburg - Düsseldorf 2:6 - Playoffs adé!
Wasserball 2. Liga: Würzburg - Hannover 11:9 - Nullfünfer weiter dran.
Basketball 2. Liga Süd: Würzburg - Crailsheim 53:83 - wie erwartet.
Basketball Aufstiegsrunde zur 2. Liga Süd Damen:
Post SV Nürnberg - TG Würzburg 51:82 - auch wie erwartet.
Fußball Landesliga Nord: Würzburger Kickers - SV Friesen 1:1 - Punktverlust.
Handball-Bayernliga Männer: Waldbüttelbrunn - Rothenburg 23:25 - es wird spannend.
Fußball-Testspiel: Würzburger FV - TG Höchberg 5:2 - standesgemäß.
Hallensport
Und wieder bleibt wegen der schlechten Fußball-Platzverhältnisse an diesem Wochenende nur der Weg in die Würzburger Sporthallen.
Basketball wird nicht dabei sein: Die Mainfranken Baskets spielen ja, wie unten erwähnt, heute abend zuhause in Crailsheim. Die Playoffs in der Zweiten Liga Süd der Frauen mit der DJK Würzburg starten erst am 26. März, die TGW-Mädels treten morgen in Nürnberg an.
Also ab ins Schwimmbad: Die Zweitliga-Wasserballer des SV Würzburg 05 wollen am Samstag (16.30 Uhr, Wolfgang-Adami-Bad) gegen Hannover den nächsten Heimsieg im Kampf um den Wiederaufstieg einfahren.
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Aufwärtstrend?
Von einem "Aufwärtstrend in der zweiten Saisonhälfte" schreiben die Verantwortlichen der USC Mainfranken Baskets in ihrer aktuellen Mitteilung auf der Homepage der Zweiten Basketball-Bundesliga.
Zu dumm nur, dass der Hauptgrund für diesen Aufwärtstrend, nämlich Aufbauspieler Antoine Knighton (Foto) sich ab sofort wieder einen neuen Arbeitgeber suchen muss. Das Ausländeramt der Stadt Würzburg verweigert dem Amerikaner offenbar entgegen aller Gepflogenheiten in den letzten zehn Jahren die Aufenthaltserlaubnis.
Ob mit Knighton oder ohne spielt aber keine Rolle: Fallen die ohnehin unvermeidlichen Klatschen Niederlagen halt ein wenig höher aus. Zum Glück müssen die Würzburger Fans das heutige Heimspiel gegen die Crailsheim Merlins nicht sehen: Die Partie wurde nämlich kurzfristig in die Arena in Crailsheim verlegt, weil der USC dem Gegner keinen akzeptablen Termin anbieten konnte.
Dazu passt auch die Informationspolitik der Würzburger Verantwortlichen: War die schon in der ganzen Saison quasi nicht vorhanden, mussten die Mainpost Medien jetzt aus einer Crailsheimer Pressemitteilung zwei Tage vor dem Spiel von der Verlegung erfahren. So etwas hätte es zu Zeiten der Vorgänger - denen man so oft Unprofessionalität vorgeworfen hat - niemals gegeben.
Ich habe es an dieser Stelle schon einmal erwähnt, man kann es aber gar nicht oft genug wiederholen: Die jungen Spieler tun mir leid.
Amerikas dümmste Brandstifter
Der Wunschtraum jedes Polizisten: In einem Städtchen im amerikanischen Bundesstaat Oklahoma haben zwei Männer vier Stunden lang über Handy besprochen, wie sie das Auto eines Bekannten in Brand setzen wollen. Unglücklicherweise hatte einer der Männer einen falschen Knopf an seinem Handy gedrückt und damit die amerikanische Notrufnummer "911" gewählt. So konnte die Polizei in ihrer Einsatzzentrale das gesamte Gespräch belauschen und aufzeichnen.
"Ich habe das Feuerzeug, auf geht's", hat einer der Männer gesagt. Außerdem wurde unter anderem die Frage diskutiert, ob an einem verbrannten Autowrack Fingerabdrücke festgestellt werden können. Die beiden 24 und 48 Jahre alten Männer wurden festgenommen. Wie hoch ihre Handy-Rechnung ist, ist nicht bekannt.
Quelle: myway
Dauer-Prozess geht zuende
Nicht
ganz wie von der Staatsanwaltschaft erhofft hat der Bundesgerichtshof
(BGH) in der vergangenen Woche über die Revision in Sachen
Karl-Heinz Wehner entschieden: Die Karlsruher Richter bestätigten
das Urteil des Würzburger Landgerichts aus dem Frühjahr
2005.
Damals wurde der ehemalige Würzburger Steuerberater und
Gründer der BFI-Bank von der 6. Strafkammer wegen fünffachem
Betrug und Anstiftung zur Untreue mit einem Gesamtschaden von rund 13
Millionen Euro zu fünf Jahren und neun Monaten Gefängnis
verurteilt.
Dieses Strafmaß befand der BGH für richtig,
die Revision der Staatsanwaltschaft wurde als unbegründet
verworfen, das Urteil ist damit rechtskräftig.
Einen
positiven Effekt hatte die Karlsruher Entscheidung: Nach rund 40
Verhandlungstagen im Prozess gegen den 47-jährigen Dieter K.,
einen ehemaligen Geschäftspartner Wehners, hat die Verteidigung
den Kampf um einen Freispruch aufgegeben. Sämtliche bereits
gestellten Beweisanträge wurden zurückgenommen, es werden
auch keine weiteren gestellt.
Die Beweisaufnahme wurde bereits
geschlossen. Nach einem runden Jahr Verhandlungsdauer und zweieinhalb
Jahren Untersuchungshaft soll am 27. März plädiert und noch
am gleichen Tag das Urteil gegen Dieter K. verkündet werden.
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Keine Bewährung für Alkoholsünder
Wer mit rund 1,5 Promille Alkohol im Blut einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht, kann nicht mit Bewährung rechnen, sondern muss seine Freiheitsstrafe absitzen. So hat es das Würzburger Amtsgericht in dieser Woche im Fall eines 41-jährigen Mannes aus Baden-Württemberg entschieden, der für eine Massenkarambolage mit einem Todesopfer auf der A7 verantwortlich ist.
Ich habe für mehrere Zeitungen von dem Prozess berichtet:
Fast
1,5 Promille Alkohol hatte ein 41-jähriger Autofahrer aus Baden-Württemberg im Blut, als er am Morgen des
7. Januar 2005 eine Massenkarambolage auf der A 7 kurz vor dem
Autobahnkreuz Biebelried verursachte. Bei dem Unfall wurde eine 22
Jahre alte Frau aus Norddeutschland getötet. Zwei Wochen saß
der Computerkaufmann danach in Untersuchungshaft, jetzt wurde er
vom Amtsgericht Würzburg wegen fahrlässiger Tötung,
vorsätzlicher Straßenverkehrsgefährdung und
unerlaubtem Entfernen vom Unfallort zu 18 Monaten Gefängnis
verurteilt.
Nach
dem Unfall, in den insgesamt acht Fahrzeuge verwickelt waren, hatte
sich der angetrunkene 41-Jährige zu Fuß von der
Unfallstelle entfernt, kurze Zeit später wurde er von der
Polizei an einer Tankstelle im nahe gelegenen Mainfrankenpark
festgenommen. Zwischen Mitternacht und zwei Uhr morgens habe er eine
Flasche Wein geleert, danach ein paar Stunden geschlafen und sich
dann ans Steuer gesetzt, um zu einem Bekannten nach Frankfurt zu
fahren, gab der Angeklagte vor Gericht zu Protokoll.
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Hundert Fragen
Gut, dass ich in Bayern wohne und nicht in Hessen eingebürgert werden will.
Mit den hundert Fragen, mit denen das Land Hessen ganz offenbar den Zustrom der Zuwanderer abwürgen will, hätte ich nämlich teilweise meine Schwierigkeiten.
Zum Glück gibt es für mich und alle Einbürgerungswilligen im Internet schon die Antworten zum auswendig lernen, und zwar hier.
Gefunden unter anderem beim law blog und bei Justitia Colonia.
Kein Streik beim DGB
Da hat er aber Glück, der Deutsche Gewerkschaftsbund: Obwohl der Gewerkschafts-Dachverband seinen Angestellten wegen sinkender Mitgliederzahlen eine Nullrunde verordnen will, dürfen die Betroffenen nicht streiken.
"Trotz
mehrerer gescheiterter Verhandlungsrunden gibt es laut
Gesamtbetriebsrats-Chefin Margot Bengl aber keine Möglichkeit, zu
Warnstreiks oder zum Streik aufzurufen. Nun solle eine
Schlichtungsstelle weiterhelfen", berichtet heute Spiegel Online.
Die DGB-Beschäftigten fordern wohl deshalb mehr Geld, weil es bei der Dachorganisation sparsamer zugeht als bei den großen Einzelgewerkschaften: Laut Spiegel-Artikel soll ein IG-Metall-Sekretär mit rund 4.000 Euro brutto im Monat einen guten Tausender mehr verdienen als ein DGB-Organisationssekretär beim Einstieg in den Beruf.
Bleibt die Frage: Warum eigentlich darf ausgerechnet bei einer Gewerkschaft nicht gestreikt werden? Passt irgendwie nicht zusammen. Immerhin: Einen Betriebsrat habe sie. Und sie haben sich mit den streikenden Kollegen im öffentlichen Dienst medienwirksam solidarisch erklärt.
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Abstiegskampf
Gerade bin ich von einem Mit-Bayernfan aufgefordert worden, die Konkurrenz aus dem Löwen-Lager an dieser Stelle daran zu erinnern, dass der TSV 1860 München gestern im elften Spiel in Folge ohne Sieg blieb und jetzt nur noch vier Punkte Vorsprung auf die Abstiegsplätze hat.
Hiermit geschehen.
Löwen-Trainer Walter Schachner hat es wenigstens schon gemerkt: "Wir stecken drin im Abstiegskampf, und wir müssen diesen Kampf annehmen", hat er gestern nach dem 0:1 gegen Bochum gesagt.
Internet-Erziehung
Wenn bei meinem Nachwuchs nchts mehr anderes hilft, werde ich es auch so machen:
Mit einer ungewöhnlichen Methode hat ein Brite seine Tochter dazu gebracht, das
Chaos in ihrem Zimmer zu beenden: Der Computerexperte richtete eigens eine Homepage ein und stellte einige Fotos des
unaufgeräumten Zimmers ins Internet. Die Methode soll erfolgreich gewesen sein.
Gefunden bei web.de
Höchststrafe für den Meister
Das war's schon fast mit den Playoff-Chancen der Müller Würzburger Hofbräu: Ohne ihre beiden Spitzenspieler Petr Korbel (schlägt derzeit im lukrativen japanischen Supercircuit auf) und Chu Yan Leung (Verletzung) hatte der amtierende Deutsche Tischtennis-Meister am Sonntag in Frickenhausen keine Chance und kassierte mit 0:6 die Höchststrafe.
Wenn Evgeni Chetinin (Foto) und Tomas Pavelka gegen einen Vizemeister in Bestbesetzung im oberen Paarkreuz antreten müssen, ist das kein Wunder. Auch Oldie Fan Changmao und Youngster Stefan Frasch bei seinem Bundesliga-Debüt hatten keine Chance, insgesamt gewannen die Würzburger nur zwei Sätze. Allerdings hatten sie auch das Hinspiel mit 1:6 verloren, obwohl sie in Bestbesetzung antraten.
Weiter geht's am Sonntag um 15 Uhr in der Würzburger Heuchelhofhalle gegen Korbel's künftigen Arbeitgeber Borussia Düsseldorf. Nur ein Sieg hilft den Gastgebern weiter, sonst sind die Playoff-Träume endgültig ausgeträumt. Korbel wird nicht dabei sein, hoffentlich wird Leung wieder rechtzeitig fit.
Hier geht's zur aktuellen Tabelle der Tischtennis-Bundesliga.
Kunstrasen-Erfolge
Wohl dem, der einen Kunstrasenplatz zur
Verfügung hat: Fußball-Landesligist TG Höchberg
war der einzige unterfränkische Verein, der trotz der schlechten
Platzverhältnisse am Wochenende ein Pflichtspiel austragen
konnte. Die „Kracken“ nutzten die Gelegenheit zu einem 4:0-Sieg
über den TSV Aidhausen und verabschiedeten sich damit zum ersten
Mal seit langer Zeit wieder von den Abstiegsplätzen.
Auch Bayernligist Würzburger FV
begab sich am Samstag auf das harte Terrain des Nebenplatzes an der
Mainaustraße und besiegte in einem Testspiel den
Landesliga-Vertreter Schweinfurt 05 mit 2:0 (Tore: Markus Lützler
und Björn Auer).
Beim 12. Würzburger Gedächtnislauf
hatten eigentlich nur 102 der insgesamt 929 Teilnehmer Pech mit dem
Wetter: Bis Karlstadt blieb alles kühl, aber trocken, erst
danach setzte ein Hagelschauer und Schneeregen ein, der für die
Langstreckler auf dem Weg ins Ziel nach Gemünden für
ungemütliche Verhältnisse sorgte. ...
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Nackt und ohne Helm
Ein Bürgermeister in Neuseeland will ein FKK-Fahrradrennen in seinem Distrikt verhindern. Das Rennen soll in diesem Jahr zum dritten Mal stattfinden, die Polizei hat offenbar alle rechtlichen Gesichtspunkte überprüft und nichts zu beanstanden.
Das sieht der Bürgermeister anders: Er hat offenbar Ärger mit Bürgern, die sich durch die Nacktradler gestört fühlen. Das Rennen will er aber nicht etwa mit dem Argument verhindern, dass die Teilnehmer im Adams-Kostüm im Sattel sitzen. Für Erregung sorgt bei dem Kommunalpolitiker vor allem die Tatsache, dass die Radler nicht nur keine Kleidung, sondern auch keine Schutzhelme tragen.
Quelle: snopes / my way
Sieben Grad Celsius
Sieben Grad - so stand es zumindest auf dem
WVV-Thermometer in der Schönbornstraße, als die knapp tausend (?)
Gedächtnisläufer um elf Uhr an den Start gingen. Gefühlte Temperatur am
Vierröhrenbrunnen? Mit dem kalten Wind etwa zwei Grad plus, würde ich
sagen.
Kollege Tilman Hampl (rechts) von DigiMedia
hatte wie viele andere schlauerweise Wintersport-Klamotten
angezogen, die Langlauf-Ski hatte er allerdings nicht dabei. Ob die
Läufer irgendwo auf dem Weg nach Gemünden noch mit Schnee zu kämpfen
hatten, berichte ich am Montag.
Nachtrag: Der junge Mann links im Bild ist übrigens Thomas Herpich vom Eibelstädter Internet-Dienstleister und Marathon-Titelsponsor iWelt-AG, dessen Name mir gestern um's Verrecken nicht mehr einfallen wollte. Ich bitte in aller Form um Verzeihung und wünsche nachträglich noch alles Gute zum Geburtstag.
Verhältnismäßigkeit?
Die MAIN-POST berichtet heute von einem weiteren Würzburger Gymnasiasten, der nach einer Äußerung im Unterricht Ärger mit der Justiz bekam.
Der Schulleiter eines Würzburger Gymnasiums habe die Polizei informiert, weil ein Schüler bei einer Diskussion über Gewaltverherrlichung und Gewaltbereitschaft eine Äußerung tat, die der Schulleitung im Zusammenhang mit Erfurt "bedenklich" erschien. Allerdings scheint das dem Direktor erst aufgefallen zu sein, nachdem der andere Gymnasiast, der jetzt zu vier Wochen Dauerarrest verurteilt wurde, verhaftet worden war. Er informierte die Polizei, die den Schüler befragte und die elterliche Wohnung durchsuchte.
In diesem Fall ist der Schulleiter offensichtlich völlig über das Ziel hinus geschossen: Laut dem Artikel der Kollegin Gisela Schmidt ging es in der Unterrichts-Diskussion unter anderem auch um gewaltverherrlichende Computerspiele. Dabei soll der betreffende Schüler lediglich geäußert haben, es sei Schwachsinn, dass solche Spiele zu Straftaten animieren. "Dann würde ich das ja auch tun", soll der Gymnasiast konkret gesagt haben.
Diese Äußerung im Rahmen einer Diskussion genügte dem Schulleiter, um die Behörden einzuschalten. "Lieber einen Vorfall zuviel melden als einen zu wenig", meint dazu der Leitende Oberstaatsanwalt. Dass der Kollege Michael Czygan von der MAIN-POST in seinem Kommentar nach der Verhältnismäßigkeit der getroffenen Maßnahmen in diesem konkreten Fall fragt, ist aber mehr als berechtigt.
Inzwischen ist das Verfahren gegen den Schüler eingestellt, auch für die Schule ist die Sache erledigt. Bleibt der Ärger seiner Eltern, die ihren Sohn diffamiert sehen. Und erneut stellt sich die Frage nach den Handlungsoptionen der Pädagogen in einem solchen Fall.
Wintersport und mehr
Heute mal ein kurzer Überblick über das Würzburger Sportgeschehen vom Wochenende.
1. Wintersport
Die Wetterberichte der letzten Tage waren nicht ganz eindeutig, aber man muss schon damit rechnen, dass es vor oder während dem 12. Würzburger Gedächtnislauf noch mal schneit. Rund 700 Teilnehmer haben sich bis jetzt angemeldet, Nachmeldungen sind noch vor dem Start am morgigen Samstag um 11 Uhr am Vierröhrenbrunnen möglich.
400 der bis jetzt Gemeldeten wollen die langen Strecken bis nach Gemünden (44 Kilometer) oder Karlstadt (28 Kilometer) schaffen, es sind wie immer auch kürzere Strecken nach Margetshöchheim (9 Kilometer) und Himmelstadt (21 Kilometer) im Angebot. Meine dringende Empfehlung: Warme Klamotten nicht vergessen!
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Hilflose Pädagogen?
Da gibt es an einem Würzburger Gymnasium einen Schüler, der mit seinem auffälligen Verhalten nicht nur seine Eltern, sondern auch seine Lehrer überfordert und seine Mitschüler nervt.
Der Gymnasiast steht gerne im Mittelpunkt, produziert sich im Unterricht, provoziert seine Umwelt durch verbale und andere Ausfälligkeiten. Ab der 7. Klasse kassiert er regelmäßig Verweise, ab der 11. Klasse sei "die Situation eskaliert", sagt sein Schulleiter. Da habe sich der "extrem auffällige Schüler" vor den Mädchen in seiner Klasse mit regelmäßigen sexistischen Äußerungen daneben benommen, deshalb wurde er zum Gespräch mit einem Schulpsychologen gebeten.
Weitere Hilfe des Psychologen lehnt der Schüler ab, Anfang der 13. Klasse wird ihm bei weiteren Verfehlungen der Ausschluss von der Schule angedroht. Fünf Monate später sitzt der 19-Jährige hinter Gittern: Er hat sich im Unterricht vor seinen Mitschülern mit einer Äußerung über den Amoklauf an einem Erfurter Gymnasium vor vier Jahren produziert.
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