Joseph Smith, ein wahrer Prophet
geschrieben von mormonen | 17 Apr, 2008in Bekannter sagte mir eines Tages: „Ich bewundere deine Kirche sehr. Ich glaube, ich könnte alles, was ihr glaubt, annehmen — bis auf Joseph Smith.” Darauf antwortete ich: „Du widersprichst dir selbst. Wenn du die Offenbarung annimmst, muß, du auch den Offenbarer annehmen.”
Es ist mir ein Rätsel, wie manche Menschen mit Bewunderung von der Kirche und ihrer Arbeit sprechen können, während sie gleichzeitig den Mann verachten, durch den — als Diener des Herrn — die Grundlage all dessen entstanden ist, was die Kirche ist, was sie lehrt und was sie darstellt. Sie wollen die Frucht des Baumes pflücken, während sie gleichzeitig die Wurzel abschneiden, aus der er wächst.
Hunderteinundfünfzig Jahre sind seit dem Märtyrertod Joseph Smiths vergangen, und die Geschichte gibt Zeugnis vom Einfluß dieses erstaunlichen Propheten der Letzten Tage.
Die Gesundheitsregeln der Mormonen, die in unserer Zeit der Krebs- und Herzforschung von vielen Menschen gelobt werden, sind in Wirklichkeit eine Offenbarung, die der Herr Joseph Smith 1833 als „Wort der Weisheit” gegeben hat (siehe LuB 89:1). Auf keine erdenkbare Weise hätten sie aus zeitgenössischen Veröffentlichungen über Ernährung stammen können oder hätte der Mann, der sie verkündet hat, sie sich ausdenken können. Heute sind sie, was die medizinische Forschung betrifft, ein Wunder, und die Beachtung dieser Regeln hat schon Zehntausenden von Menschen unermeßliches Leid und den vorzeitigen Tod erspart.
Die genealogische Forschung ist heute ein beliebtes Hobby. Tausende in aller Welt blicken auf die „Schatzkammer” der Mormonen für Daten der Familiengeschichte. Aher dieses gewaltige Programm der Kirche ist keinem Hobby entsprungen. Es leitet sich von den Lehren Joseph Smiths, des Propheten der Letzten Tage, ab. Er hat erklärt, daß wir ohne unsere Vorfahren nicht errettet werden können, nämlich ohne diejenigen, die das Evangelium nicht kannten und folglich seine Forderungen nicht erfüllen und die Möglichkeiten, die es bietet, nicht nutzen konnten.
Die bemerkenswerte Organisation der Kirche, die große Aufmerksamkeit auf sich zieht, wurde von Joseph Smith so gestaltet, wie er durch Offenbarung angewiesen wurde, und keine Veränderung oder Umstellung dieser Organisation wird jemals in Erwägung gezogen, ohne daß man in den Offenbarungen forscht, die vom Propheten niedergeschrieben wurden.
Das Wohlfahrtsprogramm — auch wenn manche gern meinen, es sei erst vor kurzem entstanden — beruht auf den Grundsätzen, die in den ersten Jahren der Kirche von Joseph Smith verkündet wurden, und wird auch streng nach diesen Grundsätzen betrieben. Dies gilt auch für den Familienahend, der nichts weiter ist als die Erweiterung der Offenbarungen aus der Anfangszeit der Kirche, die besagen, daß die Eltern ihre Kinder in „Licht und Wahrheit” erziehen sollen ((siehe LuB 93:40)
Vor kurzem habe ich mich im Flugzeug mit einem jungen Mann unterhalten, der neben mir saß. Unser Gespräch befaßte sich mit einem Thema nach dem anderen, und schließlich kamen wir auf die Religion zu sprechen. Er sagte, er habe viel über die Mormonen gelesen und viel Bewundernswertes gefunden, habe aber ein festes Vorurteil in bezug auf den Ursprung der Kirche und besonders in bezug auf Joseph Smith.
Der junge Mann war praktizierendes Mitglied einer anderen Kirche, und als ich fragte, woher er seine Informationen über die Kirche Jesu Christi habe, antwortete er, sie stammten aus Veröffentlichungen seiner Kirche. Ich fragte ihn, hei welchem Unternehmen er beschäftigt sei. Stolz nannte er eine sehr bekannte Firma. Da fragte ich ihn, ob er es für fair hielte, wenn seine Kunden von einem Vertreter der Konkurrenz etwas über die Eigenschaften der Produkte dieser Firma erführen. Er antwortete lächelnd: „Ich glaube, ich verstehe, was Sie sagen wollen.”
Da holte ich aus meinem Aktenkoffer das Buch `Lehre und Bündnisse' und las ihm die Worte des Herrn an Joseph Smith vor – Worte, auf die die Bräuche, die mein Bekannter bewunderte, zurückzuführen sind, während er den Mann, durch den sie ins Leben gerufen worden sind, verachtete. Bevor wir uns verabschiedeten, erklärte er sich bereit, das Informationsmaterial, das ich ihm schicken wollte, zu lesen. Ich verhieß ihm, wenn er es gebetvoll tue, werde er die Wahrheit erkennen, und zwar nicht nur in bezug auf die Lehren und die Bräuche, die ihn interessierten, sondern auch in bezug auf den Mann, dem wir sie verdanken. Dann gab ich ihm Zeugnis von der prophetischen Berufung Joseph Smiths.
Wir beten den Propheten nicht an. Wir beten Gott, den ewigen Vater, und den auferstandenen Herrn, Jesus Christus, an. Aber wir ehren Joseph Smith, der als Werkzeug in den Händen des Allmächtigen auf der Erde die alten Wahrheiten des göttlichen Evangeliums wiederhergestellt hat, zusammen mit dem Priestertum, durch das göttliche, Vollmacht ausgeübt wird.
Die Lebensgeschichte Joseph Smiths ist die Geschichte eines Wunders. Er war in Armut geboren, wuchs mit großen Schwierigkeiten auf, wurde von einem Ort zum anderen vertrieben, fälschlich beschuldigt, gesetzwidrig gefangengehalten und mit achtunddreißig Jahren ermordet.
Aber er vollbrachte in dem kurzen Zeitraum von 20 Jahren etwas, was kein anderer in einem langen Leben vollbracht hat. Er übersetzte und veröffentlichte das Buch Mormon, ein Buch von 531 Seiten, das seitdem wiederum in 38 Sprachen komplett und in weitere 48 Sprachen auszugsweise übersetzt worden ist und das von Millionen von Menschen in aller Welt als Wort Gottes anerkannt wird. Die Offenbarungen, die er empfangen hat, und sein übriges Schrifttum sind ebenfalls heilige Schrift. Was die Seitenzahl betrifft, entspricht das Gesamtwerk fast dem gesamten Alten Testament, und das Ganze verdanken wir einem einzigen Mann, der das innerhalb von wenigen Jahren geschaffen hat.
In demselben Zeitraum gründete er eine Organisation, die seit über hundertfünfzig Jahren allen Widrigkeiten und Herausforderungen standhält und die heute mit neun Millionen Mitgliedern in aller Welt genauso gut funktioniert wie vor 160 Jahren mit dreitausend Mitgliedern. Skeptiker bemühen sich, diese bemerkenswerte Organisation als Produkt der Zeit, zu der Joseph Smith gelebt hat, zu erklären. Diese Organisation, so behaupte ich, war damals genauso einmalig und bemerkenswert, wie sie es heute ist. Sie war kein Produkt der damaligen Zeit. Sie gründet sich auf Offenbarung von Gott.
Joseph Smiths Einblick in das unsterbliche Wesen des Menschen reichte vom Dasein vor der Geburt bis in die Ewigkeiten jenseits des Grabes. Er lehrte, daß durch das Sühnopfer Jesu Christi alle Menschen an den Segnungen der Auferstehung teilhaben werden. Aber darüber hinaus wird Gehorsam gegenüber den Grundsätzen des Evangeliums gefordert, für den uns Glücklichsein in diesem Leben und im Jenseits Erhöhung verheißen ist.
Die Gültigkeit des Evangeliums, das Joseph Smith lehrte, war auch nicht auf seine und auf zukünftige Generationen beschränkt. Joseph Smiths Denken, geschult durch den Gott des Himmels, schloß alle Menschen aller Generationen ein. In den zwanzig Jahren vor seinem Tod setzte Joseph ein Programm in Gang, durch das das Evangelium in alle Länder der Erde gelangen sollte. Ich staune darüber, mit welcher Kühnheit er vorging. Selbst in der Anfangszeit der Kirche, in Zeiten finsterer Widrigkeit, wurden Männer berufen, ihre Heimat und ihre Familie zu verlassen, das Meer zu überqueren und die Wiederherstellung des Evangeliums zu verkündigen. Sein Blick umfaßte die ganze Erde.
Kommen Sie zur Generalkonferenz der Kirche auf den Tempelplatz in Salt Lake City, dann sehen Sie Menschen aus Nord-, Mittel- und Südamerika, von den Britischen Inseln und aus Afrika, aus Europa, aus der Pazifikregion und aus den alten Ländern Asiens. Sie kommen von nah und fern. Sie sind die Erfüllung der Vision Joseph Smiths, des Propheten Gottes. Er sah die heutige Zeit und noch größere Zeiten, die kommen werden, während das Werk des Herrn sich über die ganze Erde ausbreitet.
Diese Entwicklung würde die Männer mit bemaltem Gesicht, die an jenem schwülen Junitag den Propheten in einem feigen Angriff erschossen, in große Verwunderung versetzen. Sie würde auch den Gouverneur von Illinois, Thomas Ford, in großes Erstaunen versetzen. Er hatte versprochen, den Propheten zu schützen, und ihn dann dem Pöbel überlassen. Dieser selbe Thomas Ford kam in seiner Autobiografie zu dem Schluß, daß es Joseph Smith „niemals gelingen konnte, ein politisches System zu gründen, das in der Zukunft dauerhaft erfolgreich sein kann.” (Thomas Ford, A History of Illinois, zitiert in B. H. Roberts, Comprehensive History of the Church, Band 2, Seite 347). Thomas Ford liegt heute in Peoria, Illinois, begraben und ist so gut wie vergessen, während der Mann, der seiner Ansicht nach gescheitert war, weltweit in Erinnerung bleibt.
Als ich 12 Jahre alt war, nahm mich mein Vater zu einer Priestertumsversammlung in unserem Heimatpfahl mit. Ich saß in der letzten Reihe, während er als Pfahlpräsident auf dem Podium saß. Zu Beginn der Versammlung — der ersten dieser Art, an der ich teilgenommen habe — standen drei-, vierhundert Männer auf. Es waren Männer unterschiedlicher Herkunft und aus vielen verschiedenen Berufen, aber jeder hatte die gleiche Überzeugung im Herzen, aus der heraus sie gemeinsam diese großartigen Worte sangen:
Preiset den Mann, der verkehrt mit Jehova! Der ein Prophet war von Christus ernannt. Der von dem Geiste erfüllt prophezeite nahes Gericht jedem Volke und Land! Glorreicher Mann, dem der Priesterschaft Weihe wieder als erstem hier wurde zuteil,
schmeckt dort, mit allen Propheten vereinigt, Frieden und Freude und ewiges Heil! (Gesangbuch, Nr. 111.)
In mir geschah etwas, als ich jene Männer singen hörte. In mein Herz kam die Erkenntnis, vermittelt durch den Heiligen Geist, daß Joseph Smith tatsächlich ein Prophet Gottes war. In den vielen Jahren, die seitdem vergangen sind und in denen ich viel von seinen Worten und seinen Werken gelesen habe, ist diese Erkenntnis fester und noch sicherer geworden.
Präsident Gordon B. Hinckley; Juni 1995
Es ist mir ein Rätsel, wie manche Menschen mit Bewunderung von der Kirche und ihrer Arbeit sprechen können, während sie gleichzeitig den Mann verachten, durch den — als Diener des Herrn — die Grundlage all dessen entstanden ist, was die Kirche ist, was sie lehrt und was sie darstellt. Sie wollen die Frucht des Baumes pflücken, während sie gleichzeitig die Wurzel abschneiden, aus der er wächst.
Hunderteinundfünfzig Jahre sind seit dem Märtyrertod Joseph Smiths vergangen, und die Geschichte gibt Zeugnis vom Einfluß dieses erstaunlichen Propheten der Letzten Tage.
Die Gesundheitsregeln der Mormonen, die in unserer Zeit der Krebs- und Herzforschung von vielen Menschen gelobt werden, sind in Wirklichkeit eine Offenbarung, die der Herr Joseph Smith 1833 als „Wort der Weisheit” gegeben hat (siehe LuB 89:1). Auf keine erdenkbare Weise hätten sie aus zeitgenössischen Veröffentlichungen über Ernährung stammen können oder hätte der Mann, der sie verkündet hat, sie sich ausdenken können. Heute sind sie, was die medizinische Forschung betrifft, ein Wunder, und die Beachtung dieser Regeln hat schon Zehntausenden von Menschen unermeßliches Leid und den vorzeitigen Tod erspart.
Die genealogische Forschung ist heute ein beliebtes Hobby. Tausende in aller Welt blicken auf die „Schatzkammer” der Mormonen für Daten der Familiengeschichte. Aher dieses gewaltige Programm der Kirche ist keinem Hobby entsprungen. Es leitet sich von den Lehren Joseph Smiths, des Propheten der Letzten Tage, ab. Er hat erklärt, daß wir ohne unsere Vorfahren nicht errettet werden können, nämlich ohne diejenigen, die das Evangelium nicht kannten und folglich seine Forderungen nicht erfüllen und die Möglichkeiten, die es bietet, nicht nutzen konnten.
Die bemerkenswerte Organisation der Kirche, die große Aufmerksamkeit auf sich zieht, wurde von Joseph Smith so gestaltet, wie er durch Offenbarung angewiesen wurde, und keine Veränderung oder Umstellung dieser Organisation wird jemals in Erwägung gezogen, ohne daß man in den Offenbarungen forscht, die vom Propheten niedergeschrieben wurden.
Das Wohlfahrtsprogramm — auch wenn manche gern meinen, es sei erst vor kurzem entstanden — beruht auf den Grundsätzen, die in den ersten Jahren der Kirche von Joseph Smith verkündet wurden, und wird auch streng nach diesen Grundsätzen betrieben. Dies gilt auch für den Familienahend, der nichts weiter ist als die Erweiterung der Offenbarungen aus der Anfangszeit der Kirche, die besagen, daß die Eltern ihre Kinder in „Licht und Wahrheit” erziehen sollen ((siehe LuB 93:40)
Vor kurzem habe ich mich im Flugzeug mit einem jungen Mann unterhalten, der neben mir saß. Unser Gespräch befaßte sich mit einem Thema nach dem anderen, und schließlich kamen wir auf die Religion zu sprechen. Er sagte, er habe viel über die Mormonen gelesen und viel Bewundernswertes gefunden, habe aber ein festes Vorurteil in bezug auf den Ursprung der Kirche und besonders in bezug auf Joseph Smith.
Der junge Mann war praktizierendes Mitglied einer anderen Kirche, und als ich fragte, woher er seine Informationen über die Kirche Jesu Christi habe, antwortete er, sie stammten aus Veröffentlichungen seiner Kirche. Ich fragte ihn, hei welchem Unternehmen er beschäftigt sei. Stolz nannte er eine sehr bekannte Firma. Da fragte ich ihn, ob er es für fair hielte, wenn seine Kunden von einem Vertreter der Konkurrenz etwas über die Eigenschaften der Produkte dieser Firma erführen. Er antwortete lächelnd: „Ich glaube, ich verstehe, was Sie sagen wollen.”
Da holte ich aus meinem Aktenkoffer das Buch `Lehre und Bündnisse' und las ihm die Worte des Herrn an Joseph Smith vor – Worte, auf die die Bräuche, die mein Bekannter bewunderte, zurückzuführen sind, während er den Mann, durch den sie ins Leben gerufen worden sind, verachtete. Bevor wir uns verabschiedeten, erklärte er sich bereit, das Informationsmaterial, das ich ihm schicken wollte, zu lesen. Ich verhieß ihm, wenn er es gebetvoll tue, werde er die Wahrheit erkennen, und zwar nicht nur in bezug auf die Lehren und die Bräuche, die ihn interessierten, sondern auch in bezug auf den Mann, dem wir sie verdanken. Dann gab ich ihm Zeugnis von der prophetischen Berufung Joseph Smiths.
Wir beten den Propheten nicht an. Wir beten Gott, den ewigen Vater, und den auferstandenen Herrn, Jesus Christus, an. Aber wir ehren Joseph Smith, der als Werkzeug in den Händen des Allmächtigen auf der Erde die alten Wahrheiten des göttlichen Evangeliums wiederhergestellt hat, zusammen mit dem Priestertum, durch das göttliche, Vollmacht ausgeübt wird.
Die Lebensgeschichte Joseph Smiths ist die Geschichte eines Wunders. Er war in Armut geboren, wuchs mit großen Schwierigkeiten auf, wurde von einem Ort zum anderen vertrieben, fälschlich beschuldigt, gesetzwidrig gefangengehalten und mit achtunddreißig Jahren ermordet.
Aber er vollbrachte in dem kurzen Zeitraum von 20 Jahren etwas, was kein anderer in einem langen Leben vollbracht hat. Er übersetzte und veröffentlichte das Buch Mormon, ein Buch von 531 Seiten, das seitdem wiederum in 38 Sprachen komplett und in weitere 48 Sprachen auszugsweise übersetzt worden ist und das von Millionen von Menschen in aller Welt als Wort Gottes anerkannt wird. Die Offenbarungen, die er empfangen hat, und sein übriges Schrifttum sind ebenfalls heilige Schrift. Was die Seitenzahl betrifft, entspricht das Gesamtwerk fast dem gesamten Alten Testament, und das Ganze verdanken wir einem einzigen Mann, der das innerhalb von wenigen Jahren geschaffen hat.
In demselben Zeitraum gründete er eine Organisation, die seit über hundertfünfzig Jahren allen Widrigkeiten und Herausforderungen standhält und die heute mit neun Millionen Mitgliedern in aller Welt genauso gut funktioniert wie vor 160 Jahren mit dreitausend Mitgliedern. Skeptiker bemühen sich, diese bemerkenswerte Organisation als Produkt der Zeit, zu der Joseph Smith gelebt hat, zu erklären. Diese Organisation, so behaupte ich, war damals genauso einmalig und bemerkenswert, wie sie es heute ist. Sie war kein Produkt der damaligen Zeit. Sie gründet sich auf Offenbarung von Gott.
Joseph Smiths Einblick in das unsterbliche Wesen des Menschen reichte vom Dasein vor der Geburt bis in die Ewigkeiten jenseits des Grabes. Er lehrte, daß durch das Sühnopfer Jesu Christi alle Menschen an den Segnungen der Auferstehung teilhaben werden. Aber darüber hinaus wird Gehorsam gegenüber den Grundsätzen des Evangeliums gefordert, für den uns Glücklichsein in diesem Leben und im Jenseits Erhöhung verheißen ist.
Die Gültigkeit des Evangeliums, das Joseph Smith lehrte, war auch nicht auf seine und auf zukünftige Generationen beschränkt. Joseph Smiths Denken, geschult durch den Gott des Himmels, schloß alle Menschen aller Generationen ein. In den zwanzig Jahren vor seinem Tod setzte Joseph ein Programm in Gang, durch das das Evangelium in alle Länder der Erde gelangen sollte. Ich staune darüber, mit welcher Kühnheit er vorging. Selbst in der Anfangszeit der Kirche, in Zeiten finsterer Widrigkeit, wurden Männer berufen, ihre Heimat und ihre Familie zu verlassen, das Meer zu überqueren und die Wiederherstellung des Evangeliums zu verkündigen. Sein Blick umfaßte die ganze Erde.
Kommen Sie zur Generalkonferenz der Kirche auf den Tempelplatz in Salt Lake City, dann sehen Sie Menschen aus Nord-, Mittel- und Südamerika, von den Britischen Inseln und aus Afrika, aus Europa, aus der Pazifikregion und aus den alten Ländern Asiens. Sie kommen von nah und fern. Sie sind die Erfüllung der Vision Joseph Smiths, des Propheten Gottes. Er sah die heutige Zeit und noch größere Zeiten, die kommen werden, während das Werk des Herrn sich über die ganze Erde ausbreitet.
Diese Entwicklung würde die Männer mit bemaltem Gesicht, die an jenem schwülen Junitag den Propheten in einem feigen Angriff erschossen, in große Verwunderung versetzen. Sie würde auch den Gouverneur von Illinois, Thomas Ford, in großes Erstaunen versetzen. Er hatte versprochen, den Propheten zu schützen, und ihn dann dem Pöbel überlassen. Dieser selbe Thomas Ford kam in seiner Autobiografie zu dem Schluß, daß es Joseph Smith „niemals gelingen konnte, ein politisches System zu gründen, das in der Zukunft dauerhaft erfolgreich sein kann.” (Thomas Ford, A History of Illinois, zitiert in B. H. Roberts, Comprehensive History of the Church, Band 2, Seite 347). Thomas Ford liegt heute in Peoria, Illinois, begraben und ist so gut wie vergessen, während der Mann, der seiner Ansicht nach gescheitert war, weltweit in Erinnerung bleibt.
Als ich 12 Jahre alt war, nahm mich mein Vater zu einer Priestertumsversammlung in unserem Heimatpfahl mit. Ich saß in der letzten Reihe, während er als Pfahlpräsident auf dem Podium saß. Zu Beginn der Versammlung — der ersten dieser Art, an der ich teilgenommen habe — standen drei-, vierhundert Männer auf. Es waren Männer unterschiedlicher Herkunft und aus vielen verschiedenen Berufen, aber jeder hatte die gleiche Überzeugung im Herzen, aus der heraus sie gemeinsam diese großartigen Worte sangen:
Preiset den Mann, der verkehrt mit Jehova! Der ein Prophet war von Christus ernannt. Der von dem Geiste erfüllt prophezeite nahes Gericht jedem Volke und Land! Glorreicher Mann, dem der Priesterschaft Weihe wieder als erstem hier wurde zuteil,
schmeckt dort, mit allen Propheten vereinigt, Frieden und Freude und ewiges Heil! (Gesangbuch, Nr. 111.)
In mir geschah etwas, als ich jene Männer singen hörte. In mein Herz kam die Erkenntnis, vermittelt durch den Heiligen Geist, daß Joseph Smith tatsächlich ein Prophet Gottes war. In den vielen Jahren, die seitdem vergangen sind und in denen ich viel von seinen Worten und seinen Werken gelesen habe, ist diese Erkenntnis fester und noch sicherer geworden.
Präsident Gordon B. Hinckley; Juni 1995