David O. McKay -- Der Wert einer Seele
geschrieben von mormonen | 4 Mär, 2008David O. McKay, der neunte Präsident der Kirche, gab immer nur sein Bestes; er war aus tiefstein Herzen aufrichtig, und ihm war der einzelne Mensch wichtig. Er liebte das Evangelium, das seinen edlen Neigungen Sinn gab und Richtung wies.
Sein Leben umspannte einen bedeutsamen Abschnitt in der Geschichte der Kirche. Als David am 8. September 1873 in Huntsville auf der Farm seiner Eltern geboren wurde, war Brigham Young noch Präsident der Kirche. Als Präsident McKay sechsundneunzig Jahre später starb, hatte er die weltweite Kirche in die zweite Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts geführt – in der der Mensch den Mond betrat.
Während Präsident McKays Amtszeit wuchs die Mitgliederzahl der Kirche von 1,1 auf 2,8 Millionen; die Zahl der Pfähle verdreifachte sich nahezu; die Zahl der Missionen wuchs auf mehr als das Doppelte an; die Zahl der Missionare versechsfachte sich; in der Schweiz, in Neuseeland, Grußbritannien und Kalifornien wurden Tempel geweiht; und das Evangelium wurde in mehr Ländern verkündet als je zuvor.
„Von guten Eltern”
David O. McKay wurde von frühester Kindheit an auf diese Arbeit und Verantwortung vorbereitet; er lernte aus dem Beispiel seiner Eltern, daß der Herr und sein Werk im Leben eines Menschen an erster Stelle stehen sollen. Als er acht Jahre alt war, starben seine beiden älteren Schwestern, und kurz darauf wurde sein Vater auf eine zweijährige Mission nach Schottland berufen. Schwester McKay brachte zehn Tage darauf ein kleines Mädchen zur Welt, die Farm mußte versorgt werden, und die junge Familie brauchte
etwas zu essen. Es war eine Zeit der Prüfungen und der Opfer – und David lernte viel über Glauben und Selbstverpflichtung. Als sein Vater aufbrechen mußte und auf sein Pferd stieg, hob er den kleinen David zu sich hoch, küßte ihn zum Abschied und sagte: „David, paß gut auf Mama und die Kinder auf.” Von dem Tag an entwickelte David O. McKay ein außergewöhnliches Verantwortungsbewußtsein.
Nach einem Zeugnis getrachtet
David lernte vieles von seinen Eltern, aber als Teenager wollte er selbst ein Zeugnis von der Realität Gottes und seines Werks haben.
„Einmal, als Junge, mußte ich das Vieh zusammentreiben. Als ich einen steilen Berg hochkletterte, hielt ich an, um memem Pferd eine Pause zu gönnen, und dort überkam mich wieder dieses intensive Verlangen, eine Kundgebung davon zu erhalten, daß das wiederhergestellte Evangelium wirklich wahr ist. Ich stieg ab, warf dem Pferd die Zügel über den Kopf und betete dort unter einem Felsenbirnenbusch, Gott möge mir kundtun, daß seine Offenbarung an Joseph Smith wirklich stattgefunden hatte. Ich bin sicher, daß ich inbrünstig und aufrichtig und mit soviel Glauben betete, wie ein Junge in meinem Alter nur aufbringen konnte.
Nach dem Gehet erhob ich mich von den Knien, legte meinem treuen Pony die Zügel wieder an und setzte mich in den Sattel. Ich weiß noch, wie ich, als ich mich wieder auf den Weg machte, zu mir sagte: ,Ich habe keine geistige Kundgebung erhalten. Wenn ich ehrlich bin, muß ich mir sagen, daß ich noch derselbe hin wie vor dem Gebet.
Er hatte etwas sehr Wichtiges gelernt. Ein junger Heiliger der Letzten Tage erlangt seine Überzeugung nicht einfach, indem er den 1 lernt fragt, sondern indem er sich neben dem Fragen auch anstrengt, dient, Opfer bringt und Gottes Gebote befolgt.
Eine in Stein gemeißelte Botschaft
Als Jugendlicher arbeitete David weiterhin auf der Farm. Später studierte er an der University of Utah und machte 1897 seinen Abschluß. Während der Studienzeit spielte er Foothall, spielte in einer Tanzkapelle Klavier und wurde zum Sprecher seines Abschlußjahrgangs gewählt. Er hatte bereits gewisse berufliche Pläne, aber kurz bevor er sein Diplom erhielt, kam ein Brief von Präsident Wilford Woodruft., in dem er berufen wurde, in Großbritannien eine Mission zu erfüllen. Es war eine sehr wichtige Entscheidung — und er rang damit, so wie viele junge Männer und Frauen es auch heute noch tun. Er beschloß, seine Pläne erst einmal aufzuschieben und die Berufung anzunehmen.
Die ersten Monate in der schottischen Mission, wo Jahre zuvor auch sein Vater gedient hatte, waren nicht leicht, und auch das erleben heute noch viele Missionare. Er schildert diese entmutigende Zeit und die daraus erwachsende erneute Verpflichtung gegenüber dem Herrn mit folgenden Worten:
„Ich hatte an dein Tag Heimweh und war etwas entmutigt. Ich war gerade von der Universität gekommen. Ich war gern an der Universität gewesen und war gern mit jungen Leuten zusammen. Und dann dorthin kommen und ... die Vorurteile der Leute gegenüber der Kirche zu spüren bekommen das machte mir sehr zu schaffen.
Als mein Mitarbeiter und ich in die Stadt zurückkamen, sah ich zur Rechten ein unvollendetes Haus, über dessen Tür sich ein Stein befand, in den etwas eingemeißelt war. Das war sehr ungewöhnlich, deshalb sagte ichzu Elder Johnston: ,Ich will mir mal ansehen, was das ist.' Als ich fast an dem Haus angelangt war, konnte ich in den Stein eingemeißelt das folgende beeindruckende Motto lesen:
,Was du auch tust, tu es gut.'
Ich sagte es auch Elder Johnston, und wir gingen weiter in die Stadt hinein, um eine Unterkunft zu suchen, ehe wir mit der Arbeit begannen. Wir gingen still unseren Weg, aber ich sagte mir, oder der Geist sagte mir: ,Du bist ein Mitglied der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage. Außerdem bist du als Repräsentant des Herrn Jesus Christus hier. Du hast die Aufgabe übernommen, die Kirche zu vertreten: ...
Bis wir an dem Nachmittag eine Unterkunft fanden, hatte ich mir die Aufforderung auf jenem Stein zu eigen gemacht, und von dem Augenblick an bemühten wir uns, als Missionare in Schottland das zu tun, was wir zu tun hatten.”
Prophetischer Segen
Als David vierzehn Jahre alt war, wurde ihm in seinem Patriarchalischen Segen gesagt: „Der Herr hat dich für ein bestimmtes Werk vorgesehen; dabei wirst du viel von der Welt sehen und behilflich sein, das zerstreute Israel zu sammeln, und im geistlichen Dienst tätig sein. Es wird dein Schicksal sein, mit deinen Brüdern im Rat zu sitzen und im Volk zu präsidieren und die Heiligen zur Glaubenstreue zu ermahnen.”
Diese Prophezeiung wurde während seiner Mission in Schottland erneut ausgesprochen. Auf einer Missionarskonferenz zeigte Präsident James L. McMurrin von der Missionspräsidentschaft Europa auf den jungen Elder McKay und sagte: „Ich will dir sagen, Bruder David, der Satan hat verlangt, daß er dich wie Weizen sieben darf, aber Gott denkt an dich, und wenn du den Glauben bewahrst, wirst du einmal in den führenden Räten der Kirche sitzen.” Es vergingen dann nicht mehr viele Jahre, bis diese Prophezeiungen in Erlüllung gingen.
Auf der Missionarskonferenz spürte Ekler McKay, „wie der Geist des Herrn in reichem Maße ausgegossen wurde”. Er schreibt: „Es war eine solche Kundgebung, wie ich sie als zweifelnder Junge im stillen in aufrichtigem Gebet auf dem Berg und auf dem Feld erfleht hatte.”
Liebe, Ehre, Dienen
Nach der Rückkehr von seiner Mission in Schottland heiratete David seine Freundin aus der Studienzeit. An einem kalten Morgen im Januar 1901
kamen er und Emma Ray Riggs mit Pferd und Wagen am Salt-Lake-Tempel an, uni dort in Form eines Bundes mit dem Herrn zu heiraten. Sie hielten sich so treu an das Versprechen, einander zu lieben und zu ehren, daß über sechzig Jahre später jemand die Suite im 1 lotet Utah, wo sie wohnten, liebevoll als die Brautsuite bezeichnete. „Neunundsechzig Jahre sind nicht zu lang für die Flitterwochen”, stimmten sie zu, „vor allem wenn man vorhat, für immer miteinander verheiratet zu bleiben.”
1899 wurde er Lehrer an der kircheneigenen Weber Academy in Ogden in Utah und wurde dort später Rektor. In der Kirche war er Pfahl-Sonntagsschulleiter, und 1916, im jungen Alter von zweiunddreißig Jahren — wurde er als Mitglied des Kollegiums der Zwölf Apostel berufen und übernahm voller Energie viele Funktionen, er war Präsident der Sonntagsschule, Beauftragter für das Bildungswesen und Präsident der Europäischen Mission. Mit einundsechzig Jahren wurde er Ratgeber von Präsident Heber J. Grant und hatte später unter Präsident George Albert Smith dasselbe Amt inne.
Auf der Frühjahrs-Generalkonferenz 1951, in dem Jahr, in dem er und Emma Ray ihren fünfzigsten Hochzeitstag feierten, stand David Oman McKay im Tabernakel auf dein Tempelplatz und sprach zu den Versammelten. Mit achtundsiebzig Jahren bestätigten ihn die Mitglieder einstimmig als Propheten, Seher und Offenbarer — und als Präsidenten der Kirche.
„Brüder und Schwester, meine Amtsbrüder als Generalautoritäten”, begann er, „möge Gott uns die Einigkeit erhalten, daß wir die Schwächen, die uns auffallen, übersehen, daß wir den Blick nur auf die Herrlichkeit Gottes und auf den Fortschritt seines Werkes richten.
Und nun zu den Mitgliedern der Kirche. Wir alle brauchen Ihre Hilfe, Ihren Glauben und Ihre Gebete, nicht Ihre feindselige Kritik, sondern Ihre Hilfe. Sie können dazu das Gebet nutzen, wenn Sie uns persönlich nicht erreichen können. Welche Kraft diese Gebete der Mitglieder der Kirche haben, ist mir gestern bewußt geworden, als ich einen Brief von einem Nachbarn aus meinem alten Heimatort erhielt. Er war gerade dabei gewesen, die Kühe zu melken, als er im Radio, das er im Kuhstall hat, hörte, Präsident Smith sei gestorben. Er spürte, was das für seinen früheren Nachharn bedeutete und verließ den Kuhstall und ging ins Haus und erzählte es seiner Frau. Sie riefen sofort ihre kleinen Kinder zusammen und ließen ihre Arbeit liegen und knieten dort in ihrem bescheidenen Haus gemeinsam nieder und beteten. Die Bedeutung dieses Gebets mögen Sie selbst ermessen. Multiplizieren Sie es mit hunderttausend, zweihunderttausend, einer halben Million Familien, dann sehen Sie, welche Kraft in der Einigkeit und in den Gebeten und in der Unterstützung liegt, die von den Mitgliedern der Kirche ausgehen."
Für den Fortschritt
Präsident McKay Amtszeit war, genauso wie sein bisheriges Leben, von bemerkenswerten Leistungen erfüllt.
Gemeinsam mit seiner Frau besuchte er ein Land nach dem anderen und segnete Mitglieder und Nichtmitglieder. In vielen Ländern wurde mit dem Bau von Tempeln begonnen, die Missionsarbeit wurde ausgedehnt, die Zahl der Mitglieder der Kirche wuchs. Alle schienen von dem Verlangen erfüllt, auf Fortschritt hinzuarbeiten, und man begegnete den Heiligen der Letzten Tage immer wohlwollender.
Der Blick auf den Einzelnen gerichtet
Aber die Mitglieder der Kirche waren vor allem davon begeistert, wie wichtig ihm die Liebe zum einzelnen Menschen war. Einmal kam eine Sonntagsschulklasse von Kindern einige Meilen weit angereist. Sie hatten einen Termin mit ihm, aber er war gerade zum Krankenhaus geeilt, wo sein Bruder, Thomas E. McKay, im Sterben lag. Am darauffolgenden Sonntag, Meilen von seinem Büro entfernt, klopfte es während der Sonntagsschulzeit bei dieser Klasse an der Tür. Als die Lehrerin die Tür aufmachte, stand da Präsident McKay. Er wollte mit der Klasse zusammenkommen und sich dafür entschuldigen, daß er an dein Tag, an dem sie den gemeinsamen Termin gehabt hatten, nicht dagewesen war.
Er erklärte, warum er nicht in seinem Büro gewesen war, und gab dann der Lehrerin und jedem Kind die Hand. „Ich möchte, daß ihr wißt”, sagte er, „daß der Präsident der Kirche seine Termine einhält, wenn es ihm irgend möglich ist.”
Präsident McKay war es sehr wichtig, wie man mit jedem einzelnen Mitmenschen umgeht, und das gehört mit zu dem Großen, was wir von ihm lernen können. Auf seiner Europareise, auf der er den Tempel in der Schweiz und den Tempel in England weihte, war er von englischen Kindern und Jugendlichen umringt, die alle gern ein Autogramm von ihm haben wollten. Als erste stand ein etwa neunjähriges Mädchen in der Reihe. Sie fragte den Sohn des Präsidenten, der seinen Vater begleitete: „Kann ich ein Autogramm von Präsident McKay bekommen?” Der Sohn meinte, sein Vater sei zu müde, und wollte sie abweisen. Aber Präsident McKay hörte sie miteinander reden und fragte scherzend: „Meint du denn, ich könne deutlich genug schreiben, so daß du es lesen kannst?” Das Mädchen war nicht sicher, oh er das ernst meinte, und wurde ganz verlegen. In dem Augenblick kam ein Begleiter mit einer dringenden Frage, und Präsident McKay war ein paar Minuten mit ihm beschäftigt. Als er sich dann wieder zu dem Mädchen umdrehen wollte, war es verschwunden.
„Ich habe meinen Vater nie bestürzter gesehen”, sagte sein Sohn. "Bitte such das Mädchen in dem blauen Kleid", hat Präsident McKay. „Sie hat sicher den Eindruck, daß ich nicht in ihr Buch schreiben wollte. Sie hat mich mißverstanden. Du mußt sie finden.” Bald darauf suchten Zweigpräsidenten und Missionspräsidenten nach dem Mädchen in dem blauen Kleid. Aber die Suche war vergeblich. Schließlich meinte ein Missionar, er wisse, wer das Mädchen sei. Er rief den Präsidenten abends an und erhielt folgende Anweisung: „Erklären Sie dem Mädchen, es tue mir leid, daß wir uns nicht mehr gesehen haben. Ich habe den Zweigpräsidenten gebeten, mir ihr Buch mit der Post nach Salt Lake City zu schicken; ich schreibe etwas hinein und schicke es sofort zurück.” Das tat er dann auch!
Jedes Lebewesen
Der Wert einer Seele! Präsident McKay meinte, jedes Lebewesen verdiene unsere Achtung und Sorgfalt.
Das galt auch für Tiere und Vögel, und er fuhr oft zu seiner Farm in Huntsville, um zu reiten und einfach dort zu sein. Einmal brach jemand auf der Farm ein und stahl seine Reitsättel. Als dann neue Sättel angeschafft worden waren, wurden sie im Sattelhaus unter Verschluß gehalten. Eines Tages kamen Präsident McKays Schwestern, um nach dem Rechten zu sehen, und sahen, daß eins der Fenster am Sattelhaus offen war. Sie machten es zu, um einen zweiten Diebstahl zu verhindern. Als der Präsident von seinen Schwestern erfuhr, was sie getan hatten, sagte er leise: „Ich habe das Fenster absichtlich offenstehen lassen, weil innen ein Vogelnest ist. Es ist die einzige Öffnung, durch die die Eltern den Kleinen Futter bringen können. Ich glaube, ich fahre eben schnell hin.” Er fuhr hin und machte das Fenster auf und sagte hei der Rückkehr freundlich: „Er war genauso, wie ich es erwartet hatte – ein kleiner Vogel war draußen und wollte hinein, und die Mutter war innen und wollte hinaus.”
Als Mitglied des Rates der Zwölf hatte Elder McKay einen großen Eber namens Caesar. Eines Sonntagmorgens brach Caesar aus seinem Verschlag aus. Weil Elder McKay zum Zug mußte und keine Zeit mehr hatte, den Zaun zu reparieren, sperrte er ihn in den Hühnerstall Aber er vergaß, seinen Jungen etwas zu sagen. In der darauffolgenden Nacht wurden die McKays um zwei Uhr vom Klingeln des Telefons geweckt. Sie befürchteten schon, es sei etwas Schreckliches passiert, erhielten aber nur ein Telegramm mit der Nachricht: „Caesar im Hühnerstall. Gebt ihm Wasser!”
„Heute habe ich einen Propheten gefunden”
Präsident McKays Haltung, seine natürliche Würde und seine Liebe zum Herrn kamen in allem, was er sagte und tat, zum Ausdruck. Aber was er durch seine Verpflichtung gegenüber Jesus Christus geworden war, kam auch dann zum Ausdruck, wenn er nur friedlich dasaß und gar nichts tat. Das folgende Ereignis hat ein Mann berichtet, der Präsident McKay hei der Rückkehr von einer seiner Europareisen begegnete:
„Ich war in New York, als Präsident McKay aus Europa zurückkam. Es waren Absprachen zwecks Fotoaufnahmen getroffen, aber der Fotograf, der den Auftrag eigentlich wahrnehmen sollte, war verhindert, weshalb die United Press gezwungenermaßen den Mann zum Flughafen schickte, der normalerweise Verbrecher fotografierte, einen Mann, der an die härtesten Aufträge in New York gewöhnt war. Er fuhr zum Flughafen, blieb dort zwei Stunden und kam später mit einem gewaltigen Stapel Fotos in der Hand aus der Dunkelkammer. Eigentlich hatte er nur zwei machen sollen. Sein Chef tadelte ihn auch sofort und sagte: ,Wofür um alles in der Welt haben Sie Ihre Zeit und all das Fotopapier verschwendet?'
Der Fotograf erwiderte ihm kurz und bündig, er wolle das Extramaterial, das er verwendet hatte, gern aus eigener Tasche bezahlen; für die Stunden, die er gebraucht hatte, könnten sie ihm das Gehalt kürzen. Es war offensichtlich, daß ihm das Thema sehr naheging. Ein paar Stunden später rief ihn der stellvertretende Chefredakteur zu sich, um zu erfahren, was passiert sei. Der Kriminalfotograf sagte ihm: ,Als ich ein kleiner Junge war, hat meine Mutter mir immer aus dem Alten Testament vorgelesen, und mein Leben lang wollte ich wissen, wie ein Prophet Gottes wohl aussieht. Heute habe ich einen gesehen.”
David 0. McKay war ein Prophet, der in jedem Menschen das Gute sah und dem die Menschen wirklich wichtig waren.
Leon R Hartshorn, Oktober 1993
Höhepunkte im Leben von David O. McKay, 1873—1970
| Jahr | Alter | Ereignis |
| 1873 |
| B. September: in Huntsville, Utah, geboren |
| 1877 | 4 | Präsident Brigham Young stirbt |
| 1897 | 24 | Abschluß an der University of Utah |
| 1897-99 | 24-26 | Mission in Schottland |
| 1899 | 26 | Wird Lehrer an der Weber Academy |
| 1901 | 27 | Heiratet Emma Ray Riggs |
| 1906 | 32 | Wird ins Kollegium der Zwölf Apostel berufen |
| 1918–34 | 45–61 | Dient als Präsident der Sonntagsschule |
| 1919–21 | 46–48 | Beauftragter für das Bildungswesen der Kirche |
| 1920/21 | 47/48 | Bereist die Missionen in aller Welt |
| 1922–24 | 49–51 | Dient als Präsident der Europäischen Mission |
| 1934-51 | 61-78 | Dient als Zweiter Ratgeber in der Ersten Präsidentschaft |
| 1951 | 78 | Als Präsident der Kirche bestätigt |
| 1955 | 82 | Weiht den Tempel in der Schweiz |
| 1956 | 83 | Weiht den Los Angeles-Temple in Kalifornien |
| 1958 | 85 | Weiht den Neuseeland-Tempel, das College der Kirche in Neuseeland, den London-Tempel und das College der Kirche auf Hawaii |
| 1961 | 88 | Führt das Korrelationsprogramm in der Kirche ein. |
| 1964 | 91 | Weiht den Oakland-Tempel in Kalifornien |
| 1970 | 96 | 18. Januar: stirbt in Salt Lake City |