Ein auserwählter Seher
geschrieben von mormonen | 5 Jul, 2008Wann immer wir über den Propheten Joseph Smith sprechen, müssen wir uns vor Augen halten, daß er selbst folgendes über sich gesagt hat: „Ich habe euch nie gesagt, ich sei vollkommen; aber in den Offenbarungen, die ich verkündet habe, ist kein Fehler.” (Lehren des Propheten Joseph Smith, Seite 374.)
Joseph Smith war ein guter Mensch, aber er wurde vom vollkommenen Herrn berufen, nämlich Jesus von Nazaret! Als erstes erhielt er folgenden Rat von Gott Vater: „Dies ist mein geliebter Sohn. Ihn höre!” (Joseph Smith – Lebensgeschichte, Vers 17.) Joseph Smith hörte damals und auch danach immer aufmerksam auf Jesus.
Joseph Smith, ungelehrt und unerfahren, was Theologie anging, hat uns mehr heilige Schrift hinterlassen als jeder andere Mensch, einschließlich Mose, Paulus, Lukas und Mormon zusammengenommen. Im Frühjahr 1829 muß der Prophet durchschnittlich jeden Tag sieben bis zehn Druckseiten übersetzt haben.
Bemerkenswerte Offenbarungen
Aber nicht nur die Fülle der Offenbarungen ist beeindruckend, sondern ebenfalls der Wert dieser Offenbarungen. Durch den Propheten sind wichtige Lehren wiedergekommen, die von der Erde verschwunden waren. Das hatte dazu geführt, daß die Menschen „über die Maßen” stolperten. Die „klaren und kostbaren Teile des Evangeliums” waren zurückgehalten oder weggenommen worden und erscheinen daher nicht in der Bibel. (Siehe 1. Nephi 13:34.)
Im folgenden finden Sie Beispiele für wahre Grundsätze, die Gott durch den Propheten Joseph Smith wiederhergestellt hat:
Im Jahre 1833 bekam Joseph Smith gesagt, nicht nur Jesus sei im vorirdischen Dasein bei Gott gewesen, sondern auch der Mensch. „Der Mensch war auch am Anfang bei Gott. Intelligenz oder das Licht der Wahrheit wurde nicht erschaffen oder gemacht und kann tatsächlich auch gar nicht erschaffen oder gemacht werden.” (LuB 93:29.) Diese Offenbarung schenkt dem Menschen mehr Einblick in sein ewiges Wesen.
Durch den Propheten Joseph Smith ist auch die Offenbarung gekommen, daß wir alle Gott für unsere eigenen Sünden verantwortlich sind, nicht aber für Adams Sünden:
„Und der Herr sprach zu Adam: Siehe, ich habe dir deine Übertretung im Garten von Eden vergeben.
Daher kam unter dem Volk überall die Rede auf, der Sohn Gottes habe die ursprüngliche Schuld gesühnt, so daß dadurch die Sünden der Eltern nicht den Kindern angelastet werden können, denn diese sind von der Grundlegung der Welt an heil.” (Mose 6:53,54; siehe auch 2. Glaubensartikel.)
Der Zweck des Erdenlebens
Durch den Propheten Joseph Smith haben wir erfahren, was für einen Platz die Menschen im riesigen Universum einnehmen:
„Und Welten ohne Zahl habe ich erschaffen; und ich habe sie ebenfalls für meinen eigenen Zweck erschaffen; und durch den Sohn habe ich sie erschaffen, nämlich durch meinen Einziggezeugten.
Denn siehe, es ist mein Werk und meine Herrlichkeit, die Unsterblichkeit und das ewige Leben des Menschen zustande zu bringen.” (Mose 1:33,39.)
Während sich heute viele Menschen auf der Welt über den Zweck des Lebens Gedanken machen, hat der Herr durch den Propheten Joseph Smith diesen Zweck offenbart: „Und wir wollen sie hierdurch prüfen und sehen, ob sie alles tun werden, was auch immer der Herr, ihr Gott, ihnen gebietet.” (Abraham 3:25.) Die wahren Grundsätze, die der Prophet Joseph Smith offenbart hat, geben Antwort: Wir brauchen nicht zu verzweifeln, wir leben entsprechend einem göttlichen Zweck Diese und andere Offenbarungen sind uns durch einen inspirierten Propheten zuteil geworden, nämlich Joseph Smith. Er hat uns die wesentlichen Elemente des Evangeliums gegeben.
Prüfen, zurechtweisen und besser werden
Joseph Smith hat auch mit eigenen Augen den auferstandenen Christus gesehen. Aber wie alle wahren Jünger mußte er eine Phase durchmachen, wo er geprüft und zurechtgewiesen wurde und besser werden mußte, während er als Prophet diente, durch den Gott sein Wort dieser Generation kundtat. (Siehe LuB 5:10.)
Geprüft wurde Joseph Smith beispielsweise in der Zeit vom 1. Dezember 1838 bis zur ersten Aprilwoche 1839, als er in Richmond und Liberty im Gefängnis saß. Elder B. H. Roberts schreibt, das Gefängnis sei wie ein „Gefängnistempel” gewesen, denn diese Zeit der erzwungenen Untätigkeit war wahrscheinlich die einzige Zeit im außerordentlich ausgefüllten Leben des erwachsenen Propheten, wo er Zeit zum Nachdenken hatte. Im Gefängnis von Liberty erhielt Joseph Smith Abschnitt 121 und 122 des Buches ,Lehre und Bündnisse' – inspirierte Offenbarungen, wie sie kaum ein Prophet je empfangen hat.
„Wie Josef in Ägypten”
In einem seiner letzten Briefe aus dem Gefängnis von Liberty schrieb Joseph Smith: „Ich fühle mich wie Josef in Ägypten.” (The Personal Writings of Joseph Smith, zusammengestellt von Dean Jessee, Salt Lake City, 1984, Seite 409.) Dieser Gedanke wirft Licht auf einen wichtigen Vers im 2. Buch Nephi. Im dritten Kapitel spricht Josef von einem Seher in den Letzten Tagen und sagt: „Er wird mir gleich sein.” (2. Nephi 3:15.)
Der Prophet Joseph Smith ist jener „auserwählte Seher”, von dem Josef gesprochen hat. (Siehe 2. Nephi 3:6-11.) Als Joseph Smith jun. im Dezember 1834 einen Segen erhielt, wurde viel über die besondere Beziehung zwischen dem Josef in alter Zeit und dem neuzeitlichen Joseph gesagt. Ein Vergleich zwischen den beiden bringt in der Tat verblüffende Ergebnisse.
Beide mußten klein anfangen. Beide hatten in jungen Jahren Visionen, die ihnen den Haß ihrer Mitmenschen eintrugen. Beide waren großherzig denjenigen gegenüber, die sie hintergangen hatten.
Beide prophezeiten über die Zukunft ihres Landes. (Siehe Genesis 41:29-31 und LuB 87.)
Beide wurden ihrer Familie entrissen.
Was aber wohl bedeutsamer ist: Beide überstanden Ungemach und Schwierigkeiten mit großem Mut und Glauben. Die Bedingungen im Gefängnis von Liberty waren hart. Das wenige, was der Prophet Joseph Smith und seine Brüder zu essen bekamen, bestand oft aus den Resten, die auf dem Tisch des Gefängniswärters waren. Sie erhielten es in einem schmutzigen Korb, in dem nachts die Hühner schliefen. Der Winter war sehr kalt, und die ständige Dunkelheit tat den Augen der Gefangenen weh. Obwohl die Verfolger für den Moment zu triumphieren schienen, schrieb Joseph Smith: „Zion wird leben, obwohl es tot erscheint.” (Writings, Seite 382.)
Die Priestertumssegnungen gelten weiter
1834 gab Vater Smith seinem Sohn Joseph einen Priestertumssegen. In diesem Segen wurde ihm folgendes verheißen: „Du wirst das Werk, das der Herr, dein Gott, dir gebieten wird, gerne tun.” Auch als Joseph Smith immer mehr verfolgt und schließlich ins Gefängnis geworfen und getötet wurde, verlor er doch nie den Wunsch, das Werk des Herrn zu tun.
Joseph Smith wurde aber noch etwas anderes verheißen: Diejenigen, die versuchen würden, das Werk des Sehers der Letzten Tage zu zerstören, sollten „zuschanden werden” (2. Nephi 3:14). Gleichermaßen wurde ihm verheißen: „Dein Volk wird sich niemals auf das Zeugnis von Verrätern hin gegen dich wenden.” (LuB 122:3.) Beide Verheißungen gelten noch heute.
Es ist dem Herrn wichtig, daß wir immer treu zu seinen Knechten stehen. Wenn wir klug sind, halten wir uns an das Beispiel von Lorenzo Snow statt an das Beispiel von Thomas B. Marsh, der sich von den Unvollkommenheiten, die er am Propheten Joseph Smith beobachtete, den Blick so trüben ließ, daß er sich längere Zeit von der Kirche abwandte. Auch Lorenzo Snow sagte, er habe Unvollkommenheiten am Propheten Joseph Smith beobachtet. Aber für Elder Snow – der später Präsident der Kirche wurde – war es wunderbar zu sehen, daß der Herr Joseph Smith trotz seiner Unvollkommenheiten brauchen konnte. Das gab Elder Snow das Gefühl, der Herr könne ihn vielleicht auch brauchen!
Zu dem Wichtigsten, was der Herr uns durch Joseph Smith, seinen „auserwählten Seher” in den Letzten Tagen, sagen ließ, ist folgendes: Für uns alle gibt es Hoffnung! Der Herr kann uns mit unseren Schwächen rufen und uns groß machen, so daß wir seine Absichten erfüllen.
Am 4. April 1839 schrieb Joseph Smith den letzten Brief an seine Frau Emma aus dem Gefängnis von Liberty. Die Sonne ging gerade unter. Als er durch die vergitterten Fenster des einsamen Gefängnisses sah, bewegten ihn Empfindungen, „die nur Gott kannte” (Writings, Seite 425).
So betrachtete oseph Smith also an jenem Abend den Sonnenuntergang. Aber was für einen Blick für die Ewigkeit besaß er und er hat ihn an uns weitergegeben! Preisen wir den Mann, den Jehova erwählt hatte! Mögen wir nicht nur den Glauben verteidigen, den der Prophet Joseph Smith gelehrt hat, sondern mögen wir uns auch der Segnungen erfreuen, die uns durch diesen auserwählten Seher zuteil werden.
Joseph Smith war ein guter Mensch, aber er wurde vom vollkommenen Herrn berufen, nämlich Jesus von Nazaret! Als erstes erhielt er folgenden Rat von Gott Vater: „Dies ist mein geliebter Sohn. Ihn höre!” (Joseph Smith – Lebensgeschichte, Vers 17.) Joseph Smith hörte damals und auch danach immer aufmerksam auf Jesus.
Joseph Smith, ungelehrt und unerfahren, was Theologie anging, hat uns mehr heilige Schrift hinterlassen als jeder andere Mensch, einschließlich Mose, Paulus, Lukas und Mormon zusammengenommen. Im Frühjahr 1829 muß der Prophet durchschnittlich jeden Tag sieben bis zehn Druckseiten übersetzt haben.
Bemerkenswerte Offenbarungen
Aber nicht nur die Fülle der Offenbarungen ist beeindruckend, sondern ebenfalls der Wert dieser Offenbarungen. Durch den Propheten sind wichtige Lehren wiedergekommen, die von der Erde verschwunden waren. Das hatte dazu geführt, daß die Menschen „über die Maßen” stolperten. Die „klaren und kostbaren Teile des Evangeliums” waren zurückgehalten oder weggenommen worden und erscheinen daher nicht in der Bibel. (Siehe 1. Nephi 13:34.)
Im folgenden finden Sie Beispiele für wahre Grundsätze, die Gott durch den Propheten Joseph Smith wiederhergestellt hat:
Im Jahre 1833 bekam Joseph Smith gesagt, nicht nur Jesus sei im vorirdischen Dasein bei Gott gewesen, sondern auch der Mensch. „Der Mensch war auch am Anfang bei Gott. Intelligenz oder das Licht der Wahrheit wurde nicht erschaffen oder gemacht und kann tatsächlich auch gar nicht erschaffen oder gemacht werden.” (LuB 93:29.) Diese Offenbarung schenkt dem Menschen mehr Einblick in sein ewiges Wesen.
Durch den Propheten Joseph Smith ist auch die Offenbarung gekommen, daß wir alle Gott für unsere eigenen Sünden verantwortlich sind, nicht aber für Adams Sünden:
„Und der Herr sprach zu Adam: Siehe, ich habe dir deine Übertretung im Garten von Eden vergeben.
Daher kam unter dem Volk überall die Rede auf, der Sohn Gottes habe die ursprüngliche Schuld gesühnt, so daß dadurch die Sünden der Eltern nicht den Kindern angelastet werden können, denn diese sind von der Grundlegung der Welt an heil.” (Mose 6:53,54; siehe auch 2. Glaubensartikel.)
Der Zweck des Erdenlebens
Durch den Propheten Joseph Smith haben wir erfahren, was für einen Platz die Menschen im riesigen Universum einnehmen:
„Und Welten ohne Zahl habe ich erschaffen; und ich habe sie ebenfalls für meinen eigenen Zweck erschaffen; und durch den Sohn habe ich sie erschaffen, nämlich durch meinen Einziggezeugten.
Denn siehe, es ist mein Werk und meine Herrlichkeit, die Unsterblichkeit und das ewige Leben des Menschen zustande zu bringen.” (Mose 1:33,39.)
Während sich heute viele Menschen auf der Welt über den Zweck des Lebens Gedanken machen, hat der Herr durch den Propheten Joseph Smith diesen Zweck offenbart: „Und wir wollen sie hierdurch prüfen und sehen, ob sie alles tun werden, was auch immer der Herr, ihr Gott, ihnen gebietet.” (Abraham 3:25.) Die wahren Grundsätze, die der Prophet Joseph Smith offenbart hat, geben Antwort: Wir brauchen nicht zu verzweifeln, wir leben entsprechend einem göttlichen Zweck Diese und andere Offenbarungen sind uns durch einen inspirierten Propheten zuteil geworden, nämlich Joseph Smith. Er hat uns die wesentlichen Elemente des Evangeliums gegeben.
Prüfen, zurechtweisen und besser werden
Joseph Smith hat auch mit eigenen Augen den auferstandenen Christus gesehen. Aber wie alle wahren Jünger mußte er eine Phase durchmachen, wo er geprüft und zurechtgewiesen wurde und besser werden mußte, während er als Prophet diente, durch den Gott sein Wort dieser Generation kundtat. (Siehe LuB 5:10.)
Geprüft wurde Joseph Smith beispielsweise in der Zeit vom 1. Dezember 1838 bis zur ersten Aprilwoche 1839, als er in Richmond und Liberty im Gefängnis saß. Elder B. H. Roberts schreibt, das Gefängnis sei wie ein „Gefängnistempel” gewesen, denn diese Zeit der erzwungenen Untätigkeit war wahrscheinlich die einzige Zeit im außerordentlich ausgefüllten Leben des erwachsenen Propheten, wo er Zeit zum Nachdenken hatte. Im Gefängnis von Liberty erhielt Joseph Smith Abschnitt 121 und 122 des Buches ,Lehre und Bündnisse' – inspirierte Offenbarungen, wie sie kaum ein Prophet je empfangen hat.
„Wie Josef in Ägypten”
In einem seiner letzten Briefe aus dem Gefängnis von Liberty schrieb Joseph Smith: „Ich fühle mich wie Josef in Ägypten.” (The Personal Writings of Joseph Smith, zusammengestellt von Dean Jessee, Salt Lake City, 1984, Seite 409.) Dieser Gedanke wirft Licht auf einen wichtigen Vers im 2. Buch Nephi. Im dritten Kapitel spricht Josef von einem Seher in den Letzten Tagen und sagt: „Er wird mir gleich sein.” (2. Nephi 3:15.)
Der Prophet Joseph Smith ist jener „auserwählte Seher”, von dem Josef gesprochen hat. (Siehe 2. Nephi 3:6-11.) Als Joseph Smith jun. im Dezember 1834 einen Segen erhielt, wurde viel über die besondere Beziehung zwischen dem Josef in alter Zeit und dem neuzeitlichen Joseph gesagt. Ein Vergleich zwischen den beiden bringt in der Tat verblüffende Ergebnisse.
Beide mußten klein anfangen. Beide hatten in jungen Jahren Visionen, die ihnen den Haß ihrer Mitmenschen eintrugen. Beide waren großherzig denjenigen gegenüber, die sie hintergangen hatten.
Beide prophezeiten über die Zukunft ihres Landes. (Siehe Genesis 41:29-31 und LuB 87.)
Beide wurden ihrer Familie entrissen.
Was aber wohl bedeutsamer ist: Beide überstanden Ungemach und Schwierigkeiten mit großem Mut und Glauben. Die Bedingungen im Gefängnis von Liberty waren hart. Das wenige, was der Prophet Joseph Smith und seine Brüder zu essen bekamen, bestand oft aus den Resten, die auf dem Tisch des Gefängniswärters waren. Sie erhielten es in einem schmutzigen Korb, in dem nachts die Hühner schliefen. Der Winter war sehr kalt, und die ständige Dunkelheit tat den Augen der Gefangenen weh. Obwohl die Verfolger für den Moment zu triumphieren schienen, schrieb Joseph Smith: „Zion wird leben, obwohl es tot erscheint.” (Writings, Seite 382.)
Die Priestertumssegnungen gelten weiter
1834 gab Vater Smith seinem Sohn Joseph einen Priestertumssegen. In diesem Segen wurde ihm folgendes verheißen: „Du wirst das Werk, das der Herr, dein Gott, dir gebieten wird, gerne tun.” Auch als Joseph Smith immer mehr verfolgt und schließlich ins Gefängnis geworfen und getötet wurde, verlor er doch nie den Wunsch, das Werk des Herrn zu tun.
Joseph Smith wurde aber noch etwas anderes verheißen: Diejenigen, die versuchen würden, das Werk des Sehers der Letzten Tage zu zerstören, sollten „zuschanden werden” (2. Nephi 3:14). Gleichermaßen wurde ihm verheißen: „Dein Volk wird sich niemals auf das Zeugnis von Verrätern hin gegen dich wenden.” (LuB 122:3.) Beide Verheißungen gelten noch heute.
Es ist dem Herrn wichtig, daß wir immer treu zu seinen Knechten stehen. Wenn wir klug sind, halten wir uns an das Beispiel von Lorenzo Snow statt an das Beispiel von Thomas B. Marsh, der sich von den Unvollkommenheiten, die er am Propheten Joseph Smith beobachtete, den Blick so trüben ließ, daß er sich längere Zeit von der Kirche abwandte. Auch Lorenzo Snow sagte, er habe Unvollkommenheiten am Propheten Joseph Smith beobachtet. Aber für Elder Snow – der später Präsident der Kirche wurde – war es wunderbar zu sehen, daß der Herr Joseph Smith trotz seiner Unvollkommenheiten brauchen konnte. Das gab Elder Snow das Gefühl, der Herr könne ihn vielleicht auch brauchen!
Zu dem Wichtigsten, was der Herr uns durch Joseph Smith, seinen „auserwählten Seher” in den Letzten Tagen, sagen ließ, ist folgendes: Für uns alle gibt es Hoffnung! Der Herr kann uns mit unseren Schwächen rufen und uns groß machen, so daß wir seine Absichten erfüllen.
Am 4. April 1839 schrieb Joseph Smith den letzten Brief an seine Frau Emma aus dem Gefängnis von Liberty. Die Sonne ging gerade unter. Als er durch die vergitterten Fenster des einsamen Gefängnisses sah, bewegten ihn Empfindungen, „die nur Gott kannte” (Writings, Seite 425).
So betrachtete oseph Smith also an jenem Abend den Sonnenuntergang. Aber was für einen Blick für die Ewigkeit besaß er und er hat ihn an uns weitergegeben! Preisen wir den Mann, den Jehova erwählt hatte! Mögen wir nicht nur den Glauben verteidigen, den der Prophet Joseph Smith gelehrt hat, sondern mögen wir uns auch der Segnungen erfreuen, die uns durch diesen auserwählten Seher zuteil werden.
Neal A. Maxwell, Dezember 1987