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Welche Haltung nimmt die Kirche zur Homosexualität ein?

2008-11-16 @ 10:04 in Allgemein

Erstens glauben wir daran, daß die Ehe zwischen Mann und Frau von Gott verordnet ist. Wir glauben, daß die Ehe ewig sein kann ­ kraft der Ausübung der Macht des immerwährenden Priestertums im Haus des Herrn.

Die Menschen fragen nach unserer Haltung zu denen, die sich als Schwule und Lesben betrachten. Meine Antwort lautet, daß wir sie als Söhne und Töchter Gottes lieben. Sie mögen bestimmte Neigungen haben, die sehr stark sind und die sie vielleicht nur schwer in den Griff bekommen können. Die meisten Menschen haben bisweilen die eine oder andere Neigung. Wenn sie diese Neigungen nicht ausleben, können sie genauso vorangehen wie alle übrigen Mitglieder der Kirche. Wenn sie das Gesetz der Keuschheit und die sittlichen Grundsätze der Kirche übertreten, unterliegen sie der Disziplin der Kirche, genauso wie andere auch.

Wir möchten diesen Menschen helfen, sie stärken und ihnen in ihren Schwierigkeiten beistehen. Aber wir können nicht schweigend zusehen, wenn sie sich unsittlich verhalten, wenn sie versuchen, für eine sogenannte gleichgeschlechtliche Ehe einzutreten, sich dafür einzusetzen und in einer solchen Beziehung zu leben. Wer so etwas erlaubt, nimmt die sehr ernste und heilige Grundlage einer von Gott gebilligten Ehe und ihren Zweck, die Gründung einer Familie, auf die leichte Schulter.

Die Schöpfung

2008-11-15 @ 17:12 in Allgemein

Die Schöpfung_

Der Höhepunkt der Schöpfung war die Erschaffung Adams und Evas im Garten von Eden. Sie wurden als Abbild Gottes erschaffen, mit einem Körper aus Fleisch und Gebein. Da sie als Abbild Gottes erschaffen und noch nicht sterblich waren,3 konnten sie nicht alt werden und sterben.4 „Und sie hätten keine Kinder gehabt"5 und die Prüfungen des Lebens nicht durchgemacht. (Verzeihen Sie, daß ich im selben Atemzug von Kindern und von den Prüfungen des Lebens spreche.) Die Erschaffung Adams und Evas war eine paradiesische Schöpfung, eine, die erst noch eine erhebliche Änderung erfahren mußte, ehe die beiden gemäß dem Gebot Kinder bekommen6 und dadurch den Geistkindern Gottes, seinen Söhnen und Töchtern im vorirdischen Dasein, einen irdischen Körper verschaffen konnten.

Konferenz Herbst 1998 Gordon B. Hinckley

Der Fall

2008-11-15 @ 15:45 in Allgemein

Der Fall

So kommen wir nun zum Fall. Die heiligen Schriften lehren: „Adam fiel, damit Menschen sein können, und Menschen sind, damit sie Freude haben können."7 Der Fall Adams (und Evas) stellte die sterbliche Schöpfung dar, wodurch notwendige Veränderungen in ihrem Körper vorgenommen wurden, so daß unter anderem Blut zu fließen begann und der Körper auch anderweitig angepaßt wurde.8 Sie konnten nun Kinder bekommen. Sie und auch ihre Nachkommen waren nicht gegen Krankheit, Verletzungen und den Tod gefeit. Und der Schöpfer segnete sie in seiner Liebe mit der Macht des Heilens, wodurch das Leben und die Funktionen dieses kostbaren irdischen Körpers erhalten bleiben konnten. So kann ein gebrochener Knochen wieder zusammenwachsen. Fleischwunden können verheilen. Und selbst eine Verletzung der Blutgefäße kann auf wunderbare Weise wieder verschlossen werden, und zwar durch im ausfließenden Blut aktivierte Stoffe.9
Wie wunderbar ist doch diese Macht des Heilens! Falls Sie etwas erzeugen könnten, das sich selbst instandsetzt, so hätten Sie eine immerwährende Existenz geschaffen. Könnten Sie zum Beispiel einen Stuhl herstellen, der sich selbst repariert, wenn eines seiner Beine abbricht, dann würde dieser Stuhl wohl endlos existieren. So mancher von Ihnen steht heute auf einem Bein, das schon einmal gebrochen war, und das wegen Ihrer erstaunlichen Gabe des Heilens.
Zwar hat uns der Schöpfer mit dieser unglaublichen Macht ausgestattet, aber er hat uns auch eine Gabe mitgegeben, die dem entgegenwirkt, nämlich die Segnung des Alterns, die uns immer wieder vor Augen führt, daß wir sterblich sind und dieses Erdenleben eines Tages verlassen müssen. Unser Körper verändert sich täglich. Mit fortschreitendem Alter pflegen breite Schultern schmal und schmale Hüften breiter zu werden. Wir bekommen Falten, verlieren unsere Haarfarbe oder auch das Haar selbst - und das alles soll uns daran erinnern, daß wir sterbliche Kinder Gottes sind, versehen mit der „Herstellergarantie", daß wir nicht für immer dieser Erde überlassen bleiben. Ohne den Fall wären unsere Ärzte, Kosmetiker und Bestattungsunternehmer alle arbeitslos.
Nachdem Adam und Eva sterblich geworden waren, erhielten sie den Auftrag, „daß sie den Herrn, ihren Gott, anbeten und die Erstlinge ihrer Herden dem Herrn als Opfer darbringen sollten."10 Außerdem wurde ihnen gesagt: „Die Lebenskraft des Fleisches sitzt... im Blut. ... denn das Blut ist es, das für ein Leben sühnt."11 Bewährung, Fortpflanzung und Altern gehörten alle zu Gottes großem „Plan des Glücklichseins"12 - und der physische Tod war dabei unerläßlich.
Aber das sterbliche Leben, so schön es auch ist, war nie der höchste Zweck im Plan Gottes. Leben und Tod auf dem Planeten Erde sind nur Mittel zum Zweck, nicht der Zweck selbst, zu dem wir hierher gesandt worden sind.

(Generalkonferenz Herbst 1998 Gordon B. Hinkley)