Die Sprache- gesprochene und geschriebenebook Die Menschen koennen sich durch eine gemeinsame Sprache verstaendigen. Auf diese Weise wirken sie zusammen . Der Begriff "Verkehrsgemeinschaft" ist fuer das Zusammenleben und –wirken der Menschen gemeint. Wo die Menschen zusammenleben, ist "Kommunikation" aeusserst notwendig und deshalb brauchen sie eine gemeinsame Sprache. Die Familie stellt eine kleine Sprachgemeinschaft dar. Aber jeder verkehrt nicht nur darin, sondern geht mit größeren Gemeinschaften, etwa wie mit der Stadt um. In einer solchen Gemeinschaft haben die Leute viel Gemeinsames miteinander, zum Beispiel gleichen Sitten und Gebräuche, sogar viele gemeinsame Interessen. Es gibt regionale Sprachen. Sie sind von den Lebensbedingungen und Lebensformen geprägt. Diese werden noch "Mundarten" oder "Dialekte" genannt. Meistens bleiben sie "schriftlose Sprachen", denn  das Alltagsleben braucht keine Schrift. Die Bedürfnisse haben viel mit der Sprache zu tun. Stellen Sie sich vor: Man lebt in einem Gebirge und es ist sehr selbstverstaendlich, wenn man nichts von der Seefahrt versteht. Auch umgekehrt: wenn jemand am Meer lebt, ist klar von Gemsjagd und Almwirtschaft nicht zu wissen. Die gesprochene Sprache verklingt schnell, die geschriebene ist von Dauer. Deshalb kann die Geschichte einer Sprache nur durch geschriebene Zeugnisse bewiesen und gestuetzt werden.Nur dadurch kann man zeigen, wie sich eine Sprache durch die Jahrhunderte hindurch verändert. Das heisst aber auch Einschränkungen. Die Schriftsprache ist diese, in der die Schriftsteller ihre Werke verfassen, sie ist mit den täglichen Bedürfnisse verbunden. Die Kultursprachen in Ost und West haben alle seit langem eine Schriftsprache. Aber die Einheit der Schriftsprachen ist nur auf dem Papier. Weil erst, bevor man schreiben lernen, hat man seine Mutter staendig sprechen hoeren. Das wird zur Sprachgewohnheit und mit Laufe der Zeit ist es schwer, diese abzulegen. Man erkennta gleich, wenn jemand "hochdeutsch" reden, aus aus welcher Landschaft er stammen- durch die Satzmelodie, den Tonfall. Wann ist die deutsche Sprache entstanden? Auf deutschem Boden beginnen Gelehrte ungefähr gegen das Jahr 750 , Texte in der Sprache des eigenen Volkes zu schreiben. Vorher hatten sie viele Jahrhunderte lang nur lateinische Texte verfaßt oder abgeschrieben. Seit zwölf Jahrhunderten gibt es schriftliche Zeugnisse und seit dem 15. Jahrhundert auch gedruckte Überlieferung. Das bedeutet, die deutsche Sprachgeschichte besteht schon  zwölf Jahrhunderte. Wenn aber wirklich um 750 schon "deutsch" geschrieben wurde, und hat Karl der Große, als er König in 768 der Franken wurde, sein Volk schon "auf deutsch" gegrüßt? Karl wurde in der Gegend um Metz zur Welt gebracht, und er selbst hat seine Muttersprache "fränkisch" genannt. Er herrschte ueber fast ganz Frankreich, Oberitalien und das germanische Land bis an die Elbe und die Saale. Der germanische Stamm der Franken hatte die anderen Germanenstämme, die Alemannen und Baiern besieget und Karl der Grosse hatte selbst dazu noch die Sachsen unterworfen. Diese gehörten seither zum Reich der Franken, aber ununterbrochen streben sie nach Selbständigkeit, und ihre Sprachen tragen die Namen "fränkisch, alemannisch, bairisch" und "sächsisch". Im westlichen und südlichen Teil des Reiches, bevor die Franken dieses Gebiet erobert hatten, sprachen die Menschen hier immer noch die "Lingua Romana". Das war die Sprache von Rom. Ein Gelehrter hat begriffen, dass daß fränkisch, bairisch, alemannisch und sächsisch verschiedene Mundarten einer Sprache sind. Die Entstehung der gemeinsamen Sprache weist auf  Karl den Grossen hin. Er fordert die Geistlichen, das Christentum auszubreiten und zu vertiefen. Noch sollte die christliche Lehre auf deutsch sein. Im germanischen Osten braucht di e Sprache dringend eine gründliche Neugestaltung. Weil die heidnischen Stämme nicht die christlichen Glaubensvorstellungen und die Lehre kannten.  Tausende  neue Wörter muß man finden, um die lateinischen Texte der Bibel und der Kirchenlehrer in die Volkssprache zu übertragen. Die Stämme muessten diese schwierige Aufagabe gemeinsam loesen. Auf diese Weise entstand  die christliche deutsche Kultursprache.  Aber eigentlich kann in den ersten drei Jahrhunderte der deuschen Sprachgeschichte von einer deutschen Sprache nicht die Rede sein. Karl der Grosse trug wirklich sehr zu der deutschen Sprache bei, alllerdings ist diese Zeit des "werdenden Deutsch".