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Windows Vista? Brauch ich das?

geschrieben von kingdave2nd | 27 Jan, 2008

Ich habe einen kleinen Artikel über meinen persönlichen Eindruck von Windows Vista in Xing verfasst. Damit nicht der XING Server vor Begeisterungsstürmen und Massenaufrufen des Eintrags zusammenbricht, hier nun auch der Artikel:

Warum WIndows Vista, warum nicht?

ImageX / WIM
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Ja, die Imaging Technologie ist wirklich sehr interessant. Aber: Warum hat ein grosses Unternehmen bisher (also die gute alte "XP und früher Zeit") Image-Deploy Verfahren verwendet? Meiner Meinung nach ging es immer um sehr schneller, effektiven Massenrollout.
Also was waren wirklich die Beweggründe für Imaging? Nun mir fallen 3 ein:

Schnelligkeit: Ein Beispiel ist der Aktienhändler PC einer Bank. Dies sind sehr kritische Systeme die in sehr schneller Zeit (<= 15 Minuten) wieder online sein mussten.

Entlastung vorhandener Ressourcen: Ein Netzwerk sollte möglichst geschont werden um Massendaten zu transferieren. Hier wurde gerne das Multicasting genutzt. gute Beispiele sind hier Serverfarmen oder Schulungszentren.

Meiner Information nach ist Mulitcasting mit ImageX nicht verfügbar. Bleibt also nur die Komponente "kritische Systeme schnell wieder online bringen".

Nachdem aber nun jeder halbwegs fitte Administrator die unattend.txt in und auswendig kennt, und jedes gute Clientmanagement Tool ein OS Setup zusammenbaut, ohne dass der Administration mehr darüber nachdenken muss, als die Frage woher er seinen nächsten Kaffee bekommt, nun die Frage: Ist dies allein ein Grund für Vista?

Windows PE 2.0
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Juhu, jubel, freu, schrei. Es ist endlich ein WinPE zur Verfügung, für das ich keine SA benötige. Also fix das WAIK geladen, ein WIndows PE image gebaut und ab gehts. Wirklich toll. Keine Frimelei mit DOS Treibern mehr, keine Umständlichkeiten mit Lizenzmodellen beim Einsatz von WIndows PE 2005.
Bis zu den ersten Broadcom oder Intel Netzwerkkarten. Ja, es gibt Vista Treiber, ja es gibt XP treiber. Aber sie tun alle nicht im WIndows PE. Nach ein bisschen lesen stellt der ambitionierte Administrator fest: Hey, da brauch ich nen RIS kompatiblen Treiber. Jepp, der tut zwar unter Windows PE 2005. Aber nicht unter 2.0.
Alles in allem: Die Welt spielt weiter Treiberlotto. Und eigentlich noch schlimmer als zuvor. Das beste daran ist aber: MS kann sagen: Das liegt am Hardwwarehersteller. Der Hardwarehersteller kann sagen: Das liegt an MS. Der Kunde sagt: SCHEISSE!
Schade eigentlich, Windows PE 2.0 ist eine wirklich schöne Nebenerscheinung von Vista. Auch für das Deployment von Windows Server 2003 oder Windows XP. Aber weniger Arbeit habe ich nicht.


MSI 4.0
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Mmmh, das stelle ich mir die Frage: Was bringt mir MSI 4.0?
Eigentlich doch nur die Unterstützung von UAC im Rahmen der Installation von Anwendungen. Mit MSI 4.0 kann nun eine Installation mit dem entsprechenden Ausführungsmodus "versorgt" werden. Ein weiteres Feature ist das integrierte Rebootmaangement, womit sich (angebilich) laut MS die Reboots pro Staging um 50-70% verringern lassen.
Ich weiss, das hört sich jetztt lästerlich an: Aber: Liebe Microsoft, ich mag euch wirklich wirklich gern, aber grosse Unternehmen setzen gute Clientmanagement Tools ein. DIE KÖNNEN SOWAS ALLES SEIT JAHREN. Es ist schön, wenn die Basisinstaller Technologie das unterstützt, aber:

Ist das ein Grund für Vista?

Patches
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Auch dies ist hier als "Pro" genannt worden. Gut ja, Vista ist nun ein "natives" englisches System und kann mit diversen Sprachen erweitert werden. Und was ist mit den darauf laufenden Anwendungen und deren Sicherheitslücken? Vergessen wir nicht, das nicht nur Vista ein System voll Löcher ist.
Ein Unternehmen mit Verantwortungsbewusstsein wird sich also immer eine Lösung dazuholen, die in der Lage ist ein globales Patchmanagement für den gesamten PC und nicht nur das OS zu implementieren.

Aero
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uuuh, wir sind nun animiert. Wir haben nun eine Plattform, nein wir haben ein Entwicklungsframework mit dem wir intuitive 3 Dimensionale, geradezu erregende Oberflächen erschaffen können. Gut, seit der Presentation Foundation und XAML und Silverlight ist das alles gut und schön. Aber will ich jedem Entwickler meines Unternehmens nun eine Photoshop Kurs spendieren? Oder die Halfte meines Entwicklerteams aus UI Architekten gestalten?

Ist das ein grund für Vista?

UAC
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Die User Account Control. Ich stelle mir einen Windows XP PX vor, der über ein PC Lifecycle Management Tool verwaltet ist. Dieses installiert Software, Deinstalliert sie wieder, führt eine Inventarisierung aus, usw. Der User hat dabei keine Berechtigungen. Null. Er ist User und er ist glücklich. Er hat akzeptiert, das man zum beenden von Windows auf Start drückt und er liebt es, das er am nächsten morgen mitgeteilt bekommt, das die neue Version von Adobe Reader nun auf seinem PC zur Verfügung steht. Mehr will er nicht. Nun, was unterscheidet diesen gerade eben beschriebenen Windows XP PC nun von einem VIsta PC mit aktivierten UAC, der ebenfalls im PC Lifecycle Management Tool eingebunden ist, von einem WIndows XP System?

Ganz ehrlich: Ich habe keine Ahnung. Ist diese Ahnungslosigkeit ein Grund für Vista?

Lizenzen
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Ein spannendes Thema, wie ich finde. Welche Lizenzen braucht welches Unternehmen, für welchen Zweck? Ich nehme mir immer die Freiheit, und verweise auf den zuständigen Microsoft Key Account Manager.

Was kommen sollte und nie kam
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Ich gebe zu, ich habe ein schlechtes Gedächtnis. Aber ich weiss, MS hat viel versprochen für Vista. Eins, an das ich mich noch erinnnere war WinFS. Ein relationales Dateisystem, welches alle Abfragemöglichkeiten eines SQL Servers beinhaltet. Stattdessen kam WIndows Live Search. Ein akzeptabler Ersatz: Nun, eher nicht. Sehr schade eigentlich, für WinFS hätte ich mir Windows Vista angeschafft.

Die vielen kleinen Unanehmlichkeiten
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Ich will Sie nicht nochmal aufzählen, das ist hier zu genüge geschehen. Hardware, Schulung, Neue Technologien, Unsicherheit, etc...

Ein grund für Vista?

Alles in allem
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BItte verstehen Sie mich nicht falsch. Wirklich, ich bin begeisterter User fast aller MS Produkte. Ich liebe Redmond. Aber ich versuche doch eine neutrale Sicht der Dinge zu erlangen. Ich war selber nun in einigen grossen Vista Projekten, auch in einem der hier genannten. Einen wirklichen, tollen Mehrwehrt, eine Steigerung der Produktivität der user oder Administratoren war für mich leider nicht zu erkennen. Ein sehr ernüchterndes Urteil. Aber ein ehrliches, was auf persönlichen erfahrungen basiert. Vielleicht haben Sie andere Erfahrungen, andere Dinge an Vista, die sie wirklich zu schätzen gelernt haben. Dann lassen Sie es mich wissen.

Viele Grüsse

Euer KingDave2nd

Management Software für Zertifizierung

geschrieben von kingdave2nd | 21 Jan, 2008

Meine aktuelle Herausforderung: Zertifizierung von Partner und Kunden auf neue Softwareprodukte. Als ich damit vor ungefähr 3 Monaten anfing, wusste ich noch gar nicht so richtig, was da auf mich zukommt. Heute, nachdem Seitenweise Konzepte geschrieben und wieder verworfen wurden, nachdem ich Tagelang in einer kleiner Kammer über Fragen für eine Theorieprüfung gebrütet habe, nachdem nun auch eine Praxisprüfung und ein Workshop schon Form annehmen, bin ich eine ganze Ecke schlauer. Das ist echt Arbeit. Hey Leute, ich bin Consultant geworden, damit ich mich um möglichst viel Arbeit drumherum reden kann und jetzt hat sie mich voll erwischt. Aber ich muss sagen, es macht auch Spass.

Gut, nach dieser ewig langen Einleitung voll unnötigen Geschwätzes, komme ich mal zum eigentlichen Kern des Themas: Die Software Perception der Firma Questionmark (http://www.questionmark.com). Da wir als professionelles Softwareunternehmen unsere lieben Mitarbeiter und Partner natürlich keine schmuddeligen Papierbögen zumuten wollen, sind wir (und ich weiss noch nicht mal wie) bei der Firma Questionmark gelandet. Es gibt dort die Möglichkeit einen Server im Unternehmenseigenen Netz zu hosten, oder diesen im Internet durch Questionmark zur Verfügung stellen zu lassen. Zudem wird eine kleine Software, der "Perception Authoring Manager" auf dem eigenen Client installiert. Wir wählten die Möglichkeit, den Server durch Questionmark zu hosten. Die Clientinstallation machte einen sehr "wackeligen" Eindruck und der download der Clientsoftware gestaltete sich als schwierig. Als erstes wurde eine Registrierung notwendig. Nachdem man angegeben hatte, das man gerne sein Profil auf englisch haben möchte (Macht der Gewohnheit) war der Download der deutschen Software nicht mehr möglich. Also wurde der Downlaod auf englisch gestartet. Es machte "ping" in meinem Outlook und ich erhielt eine Mail mit einem Kennwort, was zum starten der Setup Routine notwndig ist. Der Sinn oder Unsinn des Kennworts für den Start der Setup Routine erschloss sich mir auch nach längerem Nachdenken nicht wirklich. Nun ja, weiter gings. Es musste nun der Ablagepfad der Perception user Dateien gewählt werden. Natürlich wollte ich nicht das default Verzeichnis "c:\perception4" wählen und versuchte die Angabe des "My Documents\Perception" Verzeichnis. Leider musste ich feststellen das der Installer jegliche Installation verweigert, wird ein dem default Value abweichender Wert angegeben. Nach dann doch irgendwann erfolgreicher Installation verlangte der Authoring Manager die Eingabe der URL zum Questionmark Server. Man erhält zwar sowohl eine http url als auch eine tcp Adresse, bisher war es mir nur möglich, mich per tcp auf den Server zu verbinden. Nun noch die Eingabe des Usernamen und Kennworts und "schon" kann es losgehen. So dachte ich zumindestens. Was man aber wirklich erhält, ist die Meldung, das der Server auf einem älteren Versionsstand ist als die Clientsoftware und somit eine Verbindung nicht mehr möglich ist. Es handelte sich dabei um einen Versionssprung nach den zweiten Punkt :-(
Leider, leider, leider ist auf der Questionmark Seite aber auch kein Download Archiv älterer Versionen vorhanden. Zum Glück zückte meine Kollegin noch eine "alte" Version hervor die sie noch auf Ihrer Platte rumgammeln hatte. Nun, die schon installierte Version wurde deinstalliert und das gesamte Setup neu gestartet. Was soll ich sagen: nach weiteren 10 Minuten kam ich nun endlich in den Genuss eines funktionierenden Client. Ich hoffe jetzt nur, das Questionmark Ihren Server nicht aktualisiert :-)

Ich will mich heute mal auf den Part der Installation der Clientsoftware und einen ersten Eindruck beschränken:

Positiv:
Die Software überzeugt durch grossen Funktionsumfang, gute Demonstration auf der Questionmark Website und einem 30-Tage Testkey. Dahinter stehen wirklich gute Ideen und Konzepte.

Negativ:
So toll ich auch den Funktionsumfang finde, es drängt sich an jeder Ecke das Gefühl auf, das bei Questionmark nicht sehr viele Professionelle Entwickler arbeiten. Die Clientinstallation ist eine schiere Katastrophe, die Software über eine schnelle Connection via tcp verbunden ist, ist mehr als langsam. Auch ein ständiges "Gleichhalten" der Server-und Clienttkomponenten sollte doch in der heutigen Zeit nun wirklich nicht mehr notwendig sein.
Hier gibt es einiges zu verbessern und ich hoffe sehr, das Questionmark ihre Architektur und die technische Umsetzung Ihren guten Ideen angleicht.

Ich werde noch weiter mit der Software arbeiten und hoffe hier noch das eine oder andere erzählen zu können.

Mein Leben ist langweilig

geschrieben von kingdave2nd | 15 Jan, 2008

Das macht dieser Blog wohl sehr offensichtlich, oder? Es passiert nichts. Liebe Leserin, lieber Leser. Oder sollte ich sagen "Nicht Leser" ?

Ich sitze seit Monaten fest. Keine Reise, kein Consulting, kein Flugzeug, kein Taxi. Was ist das für ein Leben?
Tja, ich will hier keinen mit meiner "internes Projekt Depressionsphase" langweilen. Ich wollte eigentlich nur eins schreiben: Nein, ich habe diesen Blog nicht vergessen, ich denke sogar sehr oft daran. Aber es gibt einfach nicht viel spannendes zu schreiben. Also bitte ich euch noch ein wenig Geduld zu haben, im Mai ist die Zeit des Wartens vorbei. Dann heisst es wieder:

Kingdave2nd is back on raod...

So long, schöne Grüsse aus der Frühjahrspause

Dave