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Irelanding

Ring of Kerry - On the Road again!

elmatar | 28 August, 2008 19:04

Wo fängt man nach so einer Tour an zu erzählen? Ich sitze nun schon eine ganze Weile da und überlege wie ich beginnen soll, was ich alles mitteilen möchte und bin eigentlich noch von all den Eindrücken überwältigt die uns die Reise beschert hat.

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Versuchen wir jedoch den Trip Schritt für Schritt zu rekapitulieren. Die Planung war schon seit einer Woche quasi abgeschlossen und Jule hat sogar extra eine Landkarte gemalt (ja wirklich!). Ich hatte schon ca. 4 Tage vor Ultimo einen Mordsbammel vor dem Autofahren hier, da ich der einzige Fahrberechtige seien sollte. Aber was solls, Montag gings um 12 Uhr in die Stadt um den Airportexpress zu bekommen. Das Wetter kündigte schon seine, uns für die nächsten 3 Tage begleitende, fiese Fratze an und mal wieder wurden wir pitsch-nass in Irland. Kein gutes Karma hier!

Am Flughafen dann erstmal der Tritt in die Leistengegend - keine der Rent-A-Car Agenturen hatte noch ein Auto parat oder wollten unbedingt eine Kreditkarte haben. Sowas besitzt von uns doch keiner :(! Letztendlich konnten wir einen der Herren überzeugen Falks Lasercard anzunehmen (ist ja schliesslich ein irisches Konto). Nunja, im Internet standen recht annehmbare Preise (incl. taxes), doch das war natürlich alles Beschiss, da die Steuern und Versicherung nochmal um mehr als das Doppelte anschwollen. Darauf erstmal einen Kaffee ... wird wohl doch ein teuerer Trip. Man darf hier auch erst ab 25 ein Auto mieten, dass hatte der werte Herr aber scheinbar auf meinem Führerschein übersehen und so konnten wir starten. Ich durfte mir dann ein Auto aussuchen und hab mich für einen Nissan Micra entschieden (Baujahr 07, sehr schick). Mit den Japanern komm ich ja ganz gut zurecht.

 

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Ja, was soll man sagen. Die fahren hier links, das Lenkrad ist rechts, die Gangschaltung wieder links vom Lenkrad. Kurz gesagt - SCHEISSE! Ich nahm mir erstmal alle Zeit der Welt um mich halbwegs mit dem Wagen anzufreunden. Da steckte aber auch ein ganzes Computernetzwerk drinnen, viel zu viele Funktionen, die ich bisher einfach noch nicht kennengelernt habe. Und ehe man sich versah, rollte unser Wagen los und die Tour konnte beginnen. Mit Tempo 20 kroch ich dann auf dem Flughafengelände umher, fluchte über gemeine Autofahrer die keine Rücksicht auf mich Vollpfosten nehmen wollten und verlor die ersten Tränen bei der Einfahrt in die unzähligen Kreisverkehre. Und nun ratet mal .. ja da fährt man auch links rein. Falk übernahm die Rolle des Navigators und verplante auch gleich nach 3km die richtige Auffahrt und so fuhr ich ins Motorway Chaos von Cork rein. Gefühlte 10 Kreisverkehre und 5 Nervenzusammenbrüche später trafen wir dann die richtige Ausfahrt und ab gehts. Mit max. Geschwindigkeit 120 die Autobahn, natürlich links, da rechts ja die Überholspur ist. Himmel steh mir bei! Immerhin ging es von nun an nur noch geradeaus und so konnten wir schon ein wenig die Landschaft sehen, bzw. soviel wie das Wetter zuliess. Meine nächste Prüfung sollte dann die Stadt Kilarnney sein. Guter Ausschilderung zum Dank durfte ich einmal quer durch die Pubmeile tuckern und an 5 Stopschildern jeweils 5 Minuten warten. Um nicht zuviel zu schwafeln: Wir kamen dann in den Abendstunden in Caheershiveen an, dort wollten wir die erste Nacht bleiben und zogen dann in ein Bed&Breakfest von Ian&Ann McNichols ein. Ann war eine nette Frau, sprach schönes Oxford Englisch und unser Zimmer war auch sehr schick. Zudem war der Preis mit 30 Euro pro Nase auch noch annehmbar. Hunger kam dann auch gleich auf und so zogen wir in die Stadt um bei einem Chinesen den wundervollen Beweis zu bekommen, wie es NICHT schmeckt. War das ein widerwärtiger Frass zu frechen Preisen. Ärgerlich! Autofahren macht natürlich müde und so wurden wir 3 einfach nicht mehr alt und daher: Gute Nacht!

Um 7 Uhr klingelte der Wecker, 30 min. später sassen wir bei Ann in der Küche und bekamen unser Frühstück und dann hiess es auch gleich Abschied nehmen und "on the road again". Autofahren hab ich auch gleich über Nacht wieder verlernt und so ging die Fahrt dann auch ein wenig schleppend los. Nach 15km bogen wir dann auf eine kleine Landstrasse ab, um auf die Valentia Islands zu kommen. Eine süsse Insel! Dort gibt es nur einspurige Strassen, die die Breite des Nissans hatten, Serpentinen und Haarnadelkurven dass mir fast mein Frühstück wieder aus dem Gesicht fiel. Das Wetter hatte uns heute richtig gefressen und so fielen die schönsten Motive in den Nebel, der uns nur ca. 40-50m Sichtweite gönnte. Aber dennoch hatten wir dort einige schöne Momente, einen tollen Blick auf den Atlantik und die raue See, riesige Wellen die an den Klippen brachen. Alles in allem echt schön. Aber wir haben ja noch ein ganzes Stück Weg vor uns, also wieder auf die Bundesstrasse und weiter. Die Strasse wurde dann immer enger, so dass pro Fahrbahn der Micra nicht mal richtig reinpasste und daher zog sich die Fahrt hin. Mit Tempo 50 gewinnt man auch keinen Blumentopf. Unterwegs sind wir noch ettliche Male angehalten um die Natur zu betrachten, oft jedoch vom Nebel komplett verdeckt so dass wir wenig schöne Aufnahmen haben. Die Landschaft dort verändert sich so ziemlich alle 5km. Von Atlantikküste mit Palmen über karge Berglandschaften bis zu borealem Nadelwald, alles in kurzem Wechsel. Dann kam auch noch einmal die Sonne hervor als wir einen Berg hoch gefahren sind, doch leider macht die Kamera dort schlapp und ich konnte nur noch mit dem Camcorder ein Video drehen. Dort konnten wir auch schön durchs Gebirge klettern und tolle Eindrücke mitnehmen von Tälern und Schluchten, kleinen Dörfchen. Mich hats beeindruckt. Langsam wurde ich wieder müde (Autofahren hier ist irgendwie 3x so anstrengend wie bei uns) und wir suchten uns eine neue Unterkunft. Kurz hinter Bantry bogen wir dann auch ab, da ein Wegweiser uns in 1km das BayView Inn empfohlen hat. 1km? Das muss aber eine irische Entfernung sein. Dieser eine Kilometer zog sich (ungelogen) über 24km hin und auf dem Weg wurde ich wirklich langsam verrückt. Die Strasse war der absolute Horror, durchgehend einspurig, duchgehend durch extrem scharfe, komplett nicht einsehbare, Kurven geprägt und selbstverständlich war die erlaubte Höchstgeschwindigkeit auf dieser Waldstrasse 100Km/h. Für deutsche Verhältnisse konnte man diese Strasse nur als Fussweg bezeichnen. Aber was solls, nun sind wir komplett in der Pampa, erleben das Irland wie man es von Postkarten her kennt und kamen dann in einen kleinen Ort (der größte auf der Halbinsel) den man zu Fuss in 2 Minuten umrundet hat. Aber dafür gabs 2 Pubs und eine Kirche. Unsere B&B Möglichkeit hatte auch gleich einen Pub, aber sollte diesmal 35 Euro kosten. Dafür waren die Pints sehr günstig und so einen hab ich mir heute verdient! Nochmal fix zum Atlantik getiegert und den Nebel und Regen bestaunt und dann rein in den Pub. Genauso stell ich mir den typischen irischen Pub vor. Jeder kennt jeden, der Pub ist die Hauptanlaufstelle, sehr urig das ganze. Nebenan war eine Kirche, dort wurde gerade jemand zu Grabe getragen und *plop* kaum war der Sarg unter der Erde stürmte die Trauergesellschaft in den Pub und es wurde gefeiert und getrunken. Also entweder war der Verschiedene ein Stinker oder die Iren gehen mit Tod anders um als wir. Falk und Jule waren dann ein wenig müder als ich, so blieb ich noch auf ein Pint an der Bar sitzen, schaute mir eine irische Daily Soap mit an und genoss noch ein wenig die betrunkene Trauergemeinschaft bis dann auch bei mir die Lichter ausgingen.

Und dann war es auch schon wieder Morgen und die Heimfahrt musste erfolgen. Die Batterien der Kamera waren nun endgültig im Eimer und so entgingen leider einige sehr schöne Bilder die ich auch wieder nur mit der Videokamera einfangen konnte. Wir kamen noch einmal vom eigentlichen Wege ab und konnten so dem Atlantischen Ozean ein leises Adiéu entgegenrufen und uns noch ein paar Minuten an den einzigen Sandstrand der kompletten Tour vergnügen. Wehmütig kamen wir dann pünktlich wieder in Cork an, tankten das Auto wieder voll und gaben es ab. Ich konnte nun 3 Kreuze im Kalender machen das wir alle heil geblieben sind und ich das Auto nicht zu Schrott gefahre habe.

Es waren drei sehr anstrengende aber sehr schöne Tage mit unheimlich viel Abenteuer. Sei es durch beeindruckende Landschaft, kraxelein an Felswänden, widerwärtigen Strassen und und und. Leider war das alles extrem teuer und nun heisst es Schmalhans Küchenmeister und die Kamera ist auch leer. Entspannen wir uns nun halt ein wenig :)!

Ca. 300 Bilder wurden gemacht, hier eine kleine Auswahl. Wie immer sind die Bilder im Album mit dem Namen "Ring of Kerry" zu bewundern.

 

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"Cork City football club is in the wrong hands"

elmatar | 23 August, 2008 17:00

Fussball, Fussball, hurra wir gehen zum Fussball! Cork City hatte zum Heimspiel gegen die Bray Wanderers geladen und das wollten und konnten wir uns nicht entgehen lassen! Nur stellt sich dabei ein Problemchen auf. Wie zum Geier kommen wir überhaupt zum Stadion? Stadtplan wollte uns diesmal nicht so recht helfen, also meldete ich mich umgehend im Fan Forum des Vereins an um mal vorsichtig nach dem Weg zufragen. Keine Minute verging und schon hatten wir zahlreiche Antworten und Wegbeschreibungen parat und natürlich einige Gegenfragen zu unserer Nationalität, unserem deutschen Fussball und unserem Verein. Nach einigen Rückfragen wurde mir auch verklickert dass ich doch bitte in Union Tracht erscheinen soll und ich wurde auch prompt an einen Scotty verwiesen der ebenfalls Union Fan sein soll. Dieser Scotty schrieb mich auch sofort an und so verabredeten wir uns mit der Fan Meute im, am Stadion angrenzenden, Pub um sich erst zu beschnüffeln und ein paar Getränke zu vertilgen bevor es zum Spiel geht.

 Gesagt getan, ab in diverse Busse gen Stadion. Scheinbar ein wenig zu früh, denn es war kaum einer unterwegs. Egal, ab in den Pub. Der war auch leer, also suchten wir uns ein nettes Plätzchen und tranken ein kühles Bierchen in Vorfreude auf das Spiel.

Wenige Minuten später wurde der Pub von einer jugendlichen Meute geentert die sich in ihren grünen Trikots dem Singsang hingaben. Unser englisches Ohr ist aber inzwischen gut geschult und so konnten wir anhand ihrer Gesänge vernehmen das dieser Mob anscheinend die Fanfraktion der Gegnermannschaft war. Ohje ohje, was haben die denn im Heimpub zu suchen? Undenkbar in Deutschland. Ich habe mir dabei immer wieder die Situation vorgestellt das ein paar BFC Fans in die Abseitsfalle an der Alten Försterei einkehren. Himmel hilf, es hätte keine 3 Minuten gedauert und die wären aus der Kneipe geprügelt worden. Doch in Irland ist auch beim Fussball alles anders als bei uns. Eine sehr einnehmende Atmosphäre die hauptsächlich auf Fair Play basiert.

Nachdem wir unser Bierchen ausgetrunken hatten wollten wir kurz Luft schnappen und schwups wurde Jule glatt von einem Fotografen des "Daily Stars" "entführt" um ein paar Fotos mit eingefleischten Cork City Fans zu machen. Die versicherten sich freundlicherweise noch bei mir ob ich auch nix dagegen hätte und *knips* waren die Bilder auch im Kasten. Wir müssen unbedingt so eine Zeitung noch besorgen. Der Pub füllte sich dann zunehmend und die gegnerischen Fans suchten vorsichtshalber doch das Weite.

Dann sprach uns ein älterer Herr an ob wir denn die Deutschen seien und dass er uns am Union Trikot erkannt habe. Er hat scheinbar die Diskussion im Forum verfolgt und so hatten wir unseren ersten Ansprechpartner, der sich sichtlich bemühte sauberes Englisch mit uns zu sprechen. Scheinbar ist der liebe Ricky ein ganz bekannter in der Fan Szene und so sammelten sich dann recht fix einige Schaulustige um uns die alle mal den Deutschen die Hand schütteln wollten und ein wenig über die Situation des Cork City FCs plauderten. Allesamt sehr offen und freundlich und sogar ein gratis Bier sprang dabei heraus.

Viel Zeit blieb aber nicht und so mussten wir uns sputen um den Anpfiff nicht zu verpassen. Das Stadion ist relativ übersichtlich, soll 7000 Leute fassen können, war aber leider nicht ausverkauft (bei Eintrittspreisen von 15€ auch kein Wunder). Also hiess es nun Fussball gucken und die Fans begutachten. Wir fanden einen Platz mitten im Herzen der Supporter und konnten so schöne Bilder und Videos mit der Kamera machen. Teilweise dauerte es etwas bis wir die Wechselgesänge verstanden. In der Halbzeit konnte ich mir dann endlich einen CCFC Schal besorgen der mich nur 10€ kostete. In Deutschland bezahlt man fast das Doppelte. Der passt auch gut zu meinem Union Schal, schön schwarz!

In der letzten halben Stunde des Matches wurde es dann auch richtig laut und fast dass gesamte Stadion beteiligte sich an den, zumeist politischen und Anti-Club Management, Gesängen. Eine tolle Stimmung.

Den Scotty trafen wir dann auch zwischenzeitlich um ein wenig zu schnattern und so machten wir auch gleich aus wann wir uns das nächste mal hier oder in Deutschland treffen. Der Kerl lebte 8 Monate in Friedrichshain aber kann kein Wort Deutsch. Da sind wir ja ein gutes Vorbild :).

Nach dem Spiel haben wir leider Ricky nicht mehr wiedergefunden also wieder in den Pub und auf den Bus warten, noch einige nette Bekanntschaften gemacht und dann ab Richtung Heimat da wir doch recht fix müde wurden und die Busse hier eh nicht sonderlich lange fahren.

Alles in allem ein toller Fussballabend und nette Leute getroffen, was will man mehr.

Daheim noch schnell ins Forum geschaut und gleich bemerkt das Jule hier scheinbar sehr gut ankommt, dass konnte ich jedenfalls den Kommentaren der Cork Fans entnehmen die mir schrieben dass "your aul doll is a bit of a lasher". Übersetzt heisst das "Deine Alte is ein heisser Feger!". Als ob ich das nicht wüsste :D

 

Bilder gibts im Album "Football!" zu bewundern.

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Heading to Cobh

elmatar | 21 August, 2008 19:29

Viel ist nicht wirklich passiert nach dem letzten Eintrag. Dienstags hatten wir ein feines BBQ mit noch einem Arbeitskollegen unserer Mitbewohner und da alle am nächsten Tag frei hatten wurde das auch gut begossen. Auf Bilder verzichte ich erstmal .. die sind doch schon ziemlich peinlich :)

Da die letzten Tage immer nach dem Muster "Aufstehen - rausgucken - Sonne scheint - freuen - anziehen - Tür aufmachen um los zu laufen - vom Monsunregen ertränkt werden" abliefen und das Wetter uns sogar nichtmal mehr "verarschen" wollte, nutzen wir die Zeit um im Internet zu stöbern und, vor allem, unsere Route durch Irland planen. Wir haben uns nun entschieden doch ein Auto zu nehmen und ich werd dann mit Angstschweiss in de Augen durchs Land gondeln.

Aber das liegt ja noch vor uns, darum wieder zurück zum Thema des Tages. Cobh, ausgesprochen wird es /Coff'/, ist eine kleine Hafenstadt südlich von Cork und quasi die letzte Passage vor dem Atlantik. Obwohl Cork selber einen grossen Umschlagshafen besitzt, scheint hier in Cobh der hauptsächliche maritime Verkehr von Statten zu gehen. Also versuchten wir am Morgen dem Wetter ins Gesicht zu lachen und wurden mit strahlendem Sonnenschein bedacht. Also ab zum Bus, in die City und von dort Richtung Hauptbahnhof. Bei solch einem Sonnenschein und der angenehmen Temperatur soll das ja ein Klacks sein. Denkste Puppe, das Wetter ist ein A****loch! Kaum um die Ecke gebogen ging hier das Licht aus und in einer sagenhaften Geschwindigkeit tauchten die dicken Regenwolken auf. Als ob die kleinen Stinker hinterm Busch auf uns gewartet haben. In der Stadt sahs auch nicht schöner aus, also durch den Regen und die Kälte gen Bahnhof ziehen. Da man ja fest mit Sonne gerechnet hatte trug man auch nur etwas Kurzes. Klitschnass am Bahnhof angekommen, Zugfahrkarte gekauft (für nur 5,50€ hin/zurück) und 30min. von innen den Regen ausgelacht. Kaum sassen wir im Zug hörte es schlagartig auf zu regnen in der Innenstadt. 

Die Fahrt war entspannend und man war auch zügig vor Ort. Dort erwartete uns erstmal ein Luxus-Kreuzfahrtschiff der obersten Grösse und Klasse. Das wollen wir natürlich ablegen sehen. Also schnell mal einen der völlig entnervten Security Typen angehauen. In einer Stunde soll es soweit sein. Bis dahin konnten wir die Promenade einmal ablaufen, viele Jugendliche bei ihrem vollständig assozialem Verhalten begutachten (hier gehörts scheinbar zum guten Ton sich permanent zu bespucken - also echt, wer solche Freunde hat ...) und uns mal wieder über den eigenwilligen Modegeschmack sich freuen. Dann war es auch schon fast soweit, aber der Magen knurrte. Wir fanden dann ein schönes Restaurant zu sehr moderaten Preisen, bestellten uns einen Happen zu essen und ein obgligatorisches Lager dazu (ohne wird man hier wirklich schief angeguckt) und das Schiff setzte sich mit lautem Gehupe und Brimbamborium fort. Was für ein imposanter Anblick wie majestätisch dieses Riesenteil, ca. 30m von uns entfernt, an uns vorbei schippert. Selbstverständlich setzte sofort der Dauerregen wieder ein und wir mussten die Flucht antreten. Schnell noch zur letzten Anlegestelle der RMS Titanic (ja, das ist kein Witz), bevor sie den Eisberg rammte, angeguckt und schon sassen wir wieder im Zug zurück nach Cork. War zwar ein kurzer Ausflug, aber, bis auf die Regeneinlagen, ein sehr schöner Tag.

 

Bilder gibt es wieder im Album "Cobh".

 

Kleiner Spass noch vom heutigen Tag. Es scheint ununterbrochen die Sonne, was uns 2 mal inzwischen dazu bewegt hat rauszugehen und 2 mal in den Regen laufen liess :)

 

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Fette, fette Party!

elmatar | 18 August, 2008 17:53

"Besoffen sein ist super und schlägt Nüchternheit um Längen ...."

Man wäre kein richtiger Ire wenn man sich diese Liedzeile nicht wenigstens einmal als Credo nimmt. Also was machen die kleinen Deutschen? Pub Tour vom allerfeinsten. Im Gegensatz zu unserem letzten Ausflug ins Nachtleben wurde der gestrige Abend echt zu einem Highlight und der liebe Marc war auch zum ersten Mal lattenstramm. Nico konnte uns wegen Müdigkeitsanfall leider nicht begleiten, also starteten wir zu 3t und trafen uns in unserem Startpub, dem Classic, dann noch mit einem Arbeitskollegen unserer Mitbewohner der ebenfalls Nico heisst. Also, namentlich waren wir nun wieder die alte Truppe und so tranken wir gemütlich ein Bierchen um dann mit neuer Kraft in einen Szene-Pub zu kommen, der uns letzte Woche leider die Tür vor der Nase versperrt hatte (Vgl. Bericht "Kinderdisco" --> Nico war Schuld!!).

Dort drinnen verschlug es einem wahrlich die Sprache. Ein rustikaler, gemütlicher Pub und ca. 1000 Menschen auf engstem Raume die alle gebannt, mit Bier in der Pranke, einer Irischen Folk Gruppe lauschten und ausgelassen sangen und tanzten. Genau so haben wir uns Irland und die Pubs vorgestellt. Lauter betrunkene Kerle und mal wieder unheimlich viele unförmige Frauen in kurzen Kleidern und Röcken. Zum Glück bin ich ja nicht zum Baggern, sondern zum Trinken hier! Also Scheuklappen von Jule aufgesetzt bekommen und tief in mein Glas geguckt :). Durch die extrem tolle Stimmung dort leerten sich unsere Gläser auch schneller als einem lieb ist, aber man ist ja nur ein Mal auf der grünen Insel, also runter mit den Spendierhosen Unsichtbarer und hoch die Gläser, hoch die Tassen!

Wiedermal war um 2 Uhr Schicht im Schacht, Ende im Gelände und Klappe zu, Affe umgefallen. Aber was hatten wir für einen Spass. Viele Gespräche kamen wegen zu lauter Musik nicht wirklich zu Stande, aber kurz vor Ultimo trank ich noch mit einem Iren ein Glässchen Bier und der war sehr angetan davon dass wir nicht nur das erste Mal in Cork, nein auch das erste Mal überhaupt in Irland sind. Also stelle er mich einem Typen vor den er selbst als "the most famous and important person in Cork" beschrieb. Keine Ahnung was diese wichtige Person so tut, aber immerhin durfte ich ein Bild von ihm machen. Welch Ehre! 

Bevor ichs noch vergesse, auf dem Weg zum Classic sind wir in eine Meute besoffene Polen gerannt, die scheinbar in Jule gleich eine Landsmännin erkannten und sie somit mit Luftküssen bombardierten. Seltsame Kerle. Auf jeden Fall zieht Jule hier einige Blicke auf sich, da es nicht wirklich viele hübsche Frauen auf der Insel gibt. Mich guckt natürlich Keine an. Schade, mein Ego ist zutiefst verletzt. 

Auch das allgemeine Publikum kann hier nicht unterschiedlicher sein. Vom Hooliganverschnitt über Geschäftsmänner, junge Leute wie wir und alten Damen die scheinbar junge Betthupferl für die Nacht suchen. Unheimlich faszinierende Gestalten und facettenreich, ich liebe es hier!

Bilder gibts wieder im Album unter der Rubrik "Pubcrawling".

Wir stellen natürlich nicht alle Bilder rein die wir so schiessen damit noch ein wenig Vorfreude bleibt auf einen Dia-Abend.

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Oh Boy, where the hell is the parkway?

elmatar | 17 August, 2008 18:01

Vor unserer Haustür scheint sich ein großer Park zu befinden. Dummerweise gibt es nirgends eine Tür um mal auf die andere Seite zu gelangen und so blieb es bisher bei flüchtigen Blicken auf die Parkanlage. Das muss sich natürlich ändern! Also konsultierten wir wieder einmal den Stadtplan und siehe da, um auf die andre Seite des Zaunes zu kommen muss man anscheinend einmal um den ganzen Block laufen. Blöcke sind hier jedoch ein bisschen gößer und ausgedehnter als bei uns daheim und daher stand mal wieder ein huebscher Spaziergang auf dem Tagesplan.

Ran ans Werk, losmarchiert und nach 5 Minuten wiedermal mitbekommen das der Plan zu Hause verblieben ist. Was ein Dreck, aber vertrauen wir einfach nochmal auf mein gutes Kartengedächnis. Eben jenes war mir an dem Tag auch nicht hold und so bogen wir nach einer Stunde leicht verzweifelt einfach in eine Strasse ab. Selbstverständlich die Falsche, aber so konnten wir immerhin den höchsten Punkt Corks erklimmen und so ein paar schöne Bilder von der Stadt machen. Unterwegs fanden wir sogar noch eine Art Kriegsmuseum wo einige alte Fahrzeuge ausgestellt waren. Einen offenen Eingang hingegen gabs nicht, so konnten wir also nur 3 Stück ablichten. Schade!

Nachdem wir dann 3 Stunden später wieder Daheim waren und den Stadtplan zu Rate zogen, sah man das ganze Ausmass des Falschlaufens. Quasi einmal auf einer anderen Route zum Stadtzentrum und zurück, also hben wir den Parkeingang um nur 4 Km verfehlt. Shit happens.

Da heute das Wetter mal wieder viel Feuchtigkeit produziert und sich ein kleiner Fluss vor unserem Haus auftut, sind wir doch lieber im Häusschen geblieben und warten nun auf unsere Kollegen um noch eine Pubtour zu machen. Diesmal ohne Disco und mehr auf Pubs konzentriert.

 

Bilder gibt es wieder unter den Alben im Ordner "Cork - Bilder" zu sehen. Von oben ist die Stadt richtig niedlich und alle 2 Strassen gibt es hier eine Kirche.

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Blackrock Castle

elmatar | 14 August, 2008 21:06

Was ist noch sehenswürdiger als Irlands grüne Wiesen? Richtig! Die ganzen alten Schlösser. Dort soll es angeblich spuken, also selbstverfreilich gehen wir dort hin! Ein Blick aus dem Fenster zeigts uns an, die Sonne scheint, das wird ein guter Tag.

Also wiedermal zur Bushaltestation und Oh Schreck, der Bus kommt, wir realisieren gerade dass wir den Stadtplan vergessen haben und eine dicke, fette, schwarze Regenwolke kommt uns entgegen die gleichmal einen Wolkenbruch auf uns zaubert. Herrlich! Also wurde die Flucht nach vorne angetreten und in den Bus gehechtet. Schliesslich haben wir uns ja den Weg auf der Map einmal angeguckt, das muss reichen.

Der Regen wollte irgendwie nicht aufhören und als wir dann am Merchants Quay den Bus verliessen traten sogar auch noch die ganzen Abwässer aus den Gullies hervor. Idyllisch! Gut, also verlässt man sich auf seinen Verstand, kramt im Kopf nach dem richtigen Weg (der sah ja im Stadtplan auch ganz freundlich aus) und immer am River Lee entlang gen Osten. Und, wie viele Wessis uns gegenüber böse behaupten, gibts im Osten nix ... und nichtmal das haben die!

Wenigstens konnten wir so nun Cork von seiner anderen Seite betrachten. Also entlang an leerstehenden Fabriken, Fabriken die zu Müllhalden umfunktioniert wurden und Fabriken die als Fabrik getarnt sind. Klingt komisch, ist aber so. So und nicht anders sehen bei uns die Industrieballungsgebiete auch aus, nur das dort mehr los ist. Gott sei dank war die Allee, die sich gefühlte 15 Km neben dem River Lee entlangschlängelte, auch noch düster, gruselig und leer. Und, bevor ichs noch vergesse, der Regen hat natürlich nicht aufgehört und wir wurden somit wenigstens bis auf die Unterhose mit Wasser gekühlt.

Da in der Nähe von unserem Hauptzielpunkt auch eine alte Schloss Ruine liegen sollte und wir laut Plan, den wir ja im Kopf hatten, auch in der Nähe sind, kamen wir dann nach gefühlten 30 Km an einen kleinen Parksee mit Enten und konnten von weitem einen kaputten Turm sehen. Mehr gabs nicht weil man nicht näher ran kam. Ein freundlicher alter Herr wusste auch scheinbar nix von der Ruine, aber beschwichtigte uns das es nur noch 30 min. bis zum Blackrock Castle sind. Gefühlte 50 Km später und noch nässer als jemals zuvor, erreichten wir dann auch das Schloss. Welch ein pompöser, majestätischer, gigantischer, faszinierender Anblick! Halt, Moment! Pustekuchen. Blackrock Castle, welches gerne als "the most famous and biggest landmark in Cork" angepriesen wird, entpuppte sich als das kleinste, komplett erhaltene, SchlössCHEN was wir je zu Gesicht bekommen haben. Nun gut, wir wollen ja keine gefühlten 90 Km gelaufen sein um jetzt die Mundwinkel hängen zu lassen. Also rein und zu ganz lässigen 4€ p.P. rein ins Schloss. Vielleicht sieht man ja dort alte, verwinkelte Gänge und ein Schlossgespenst. Naja, sahen wir nicht. Die Gespenster sind sicher alle vor der ganzen Technik in dem Gebäude geflüchtet. Da das Schloss nämlich mit einer Sternwarte ausgerüstet ist, hat man sich dort ganz dem Thema Forschung verschrieben und mal die schönen, alten Zimmer mit Computermonitoren ausgestattet, die einem so faszinierende Sachen erzählten wie: "Sind wir allein auf der Erde?", "Gibt es Alienleben hier?".  Eine klare Antwort blieben die Computer uns zwar schuldig, aber niedlich gemacht war es auf jeden Fall. Am erstaunlichsten aber, wie man anhand einer Meinungsumfrage in den Computern erkannte, das die Iren zu ungefähr 25% nicht einmal wissen ob sie an etwas glauben oder nicht. Und dabei gab es nur 3 Auswahlmöglichkeiten:

1. Yes

2. No

3. Don't know

Gut, also konnten wir wenigsten den Durchschnitt ein wenig pushen.

40min. später kamen wir dann auch zum Ausgang, da, wie ich ja erwähnte, das Schloss ganz klitze-klitze-klein ist. Draussen begrüßte uns unser alter Freund der Regen wieder. Da wir aber nicht mehr feuchter werden konnten, störte uns das jetzt auch nicht mehr. Unterwegs haben wir einen Bus gefunden der gen City fährt, also blieb uns der Rückweg über die kompletten gefühlten 150 Km erspart. Ich denke wir machen die Tour bei besserem Wetter nochmal. Im Sonnenlicht sieht das Schloss sicher ein wenig einladender aus. 

 

Bilder wie immer rechts im Menü unter der Oberrubrik "Trip to Blackrock Castle".

 

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Birds' Sanctuary

elmatar | 14 August, 2008 20:51

Heute haben wir uns was Feines vorgenommen. Wir erkunden den Cork Lough. Auf der Karte sieht das wie ein riesiges Areal aus samt Vogel Naturschutzreservat. Also ab in die uns bekannte Buslinie und wiedermal Richtung St. Patrick Street, der Corkischen Flaniermeile. Da wir Entfernungen hier nur via einer kleinen Stadtkarte abschätzen können, mussten wir also auf gut Glück den Weg dahin suchen. Hätte uns mal vorher einer gesagt wie furchtbar weit weg das ist!! Aber das war alles nix im Vergleich zum Weg zum Blackrock Castle, aber dem widme ich einen einzelnen Artikel.

Wie sich dann schnell herausstellte ist das Cork Lough ein kleiner See mitten in der Stadt, umrundet von Einfamilienhäusern, also gleicht damit einem Stadtpark, nur dass sich dort eine Vielzahl von Vögeln und Fischen tummeln dürfen. Die werden auch prompt jeden Tag von vielen freundlichen Iren mit Brotresten, oder gar ganzen Toastbrotpackungen, gefüttert. Das ist ein Spektakel sag ich euch. Erst schwimmt das ganze Flattervieh seelenruhig umher, spielt Köpfchen unter Wasser und Schwänzchen in die Höh und auf einmal rasten diese Bestien aus und versuchen an die Brotstücken zu kommen. Ohne Rücksicht auf Verluste versteht sich :).

Da das Wetter es diesmal gut mit uns meinte wurden wir mit ein wenig Sonne belohnt und konnten uns auf eine der vielen Parkbänke platzieren. Um uns herum watschelten natürlich allerlei Viecher rum, die scheinbar jegliche Scheu vor den Menschen verloren haben. Sogar die Schwäne waren durchaus friedlich uns Eindringlingen gegenüber. Apropos Schwan, ich wurde erstmals Zeuge von einem Jungtier. Diese kleinen Knäule sind aber auch goldig. Ganz in grau lief so ein kleines Bündel an uns vorbei, dicht gefolgt vom Mamaschwan. Also, Chance ergreifen und das kleine Ding mal ein wenig verfolgen. Da ich bei sowas immer gern die Kamera bediene, musste sich Jule opfern und nahm die Verfolgung auf und trotz anfänglicher Unbehaglichkeit konnte man das kleine Schwänchen dann auch einmal anfassen. Flauschig!

Auf dem Rückweg waren die Pubs schon wieder gut besucht, ist ja schliesslich auch schon 17 Uhr gewesen, da hat man ja Durst. Also versuchten wir uns anzupassen und tranken erstmal einen Pint Heinecken und Jule ein kleines Gläschen Bulmers, eine widerliche Pampe. Sind dabei leider an einen undeutlichen Kellner geraten der aber auch keine Anstalten machte seine Wünsche (oder gar Erwartungen?) ein wenig langsamer und deutlicher auszudrücken. Irgendwann sagte man halt "Ja". Hoffentlich hab ich jetzt kein Time-Sharing damit bekommen :D

Fotos gibts wie immer rechts im Menü unter der Oberrubrik "Cork Lough".

 

Cheers!

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Kinderdisco!

elmatar | 12 August, 2008 19:29

Juhu, rein ins Nachtleben, ein paar Bier trinken, feiern bis in die Morgenstunden ... jaja, von wegen. Wie schon berichtet ticken die Uhren hier anders. Doch irgendwie vergessen wir das nach wie vor. Also machten wir uns samt unseren Mitbewohnern gesittet auf den Weg in die City und das zu moderater Stunde, nämlich 22 Uhr.

Der kluge Ire ist zu dieser Zeit schon mit 3,6 aufm Kessel unterwegs und den Grund bekamen wir dann auch promt 4 Stunden später geliefert. Aber lasst uns vom Anfang bis zum Ende erzählen.

 Rein in den Bus, ab in die Stadt, Pub mit Live-Musik angesteuert, über Bodyguards und Security vor jedem Laden (ja, sogar vor Burger King standen die Kollegen) gewundert, erste Runde Bier bestellt, über den Preis gemeckert, Platz gesucht, Leute beobachtet, Leute fotografiert, Gespräch mit betrunkener Irin geführt welches an mir jedoch komplett vorbeiging, Arbeitskollegen von Nico und Falk getroffen, noch ne Runde Bier getrunken. Live Musik war leider nicht ganz so unsere Wellenlänge also sind wir weitergezogen. Unsere beiden Mitbewohner haben den Irischen Trinkstil schon gut adaptiert und zogen uns im Pinting erstmal davon. 1:0 Ireland: Germany. Macht aber nix, wir haben ja noch viel Zeit! Vor der nächsten Kneipe wurden wir erstmal gefragt ob wir schon getrunken hätten, ich bejate selbstverständlich und - ZONK - falsche Antwort. Gut, Lüge ich die werten Herren nächstes mal einfach an und sage das ich Alkohol nicht vertrage und nur Hammelmilch trinke. Gott sei Dank lag die Verhinderung unseres Einlasses in den Pub nicht an mir sondern am lieben Nico der scheinbar den Eindruck erweckte schon gut getankt zu haben. Stimmte natürlich nicht, aber selbst Bezeugungen das wir Deutschen ziemlich hart im nehmen sind blieben ungehört. Frechheit!

Also ab in eine Disco, schliesslich ist es ja schon 0 Uhr, beste Zeit um eine Runde abzuhotten. Dank Brüstebonus von Jule mussten wir beide nur 10 Euro Eintritt zahlen .. für mich wohlgemerkt. Abzocke!

Drinnen herrschte dan ein kurioses Bild. Eine Disco für die Mallorcas Tanztempel Pate gestanden haben und unfassbar viele betrunkene Mädchen die allesamt in Schuluniform oder Abendkleid unterwegs waren. Und das bei der kalten Witterung. Brrrrr!

Modisch sind sie hier alle nicht, so konnte man teilweise sehr Damen mit Doppelkinn und einem Bierbauch vom feinsten in den engsten Fummeln begutachten. Schön ist anders :)!

Die Musik trieb uns dann auch recht fix das Blut aus den Ohren, da man hier am allerliebsten zu Pop von 1996 abgeht, und zwar wie ein Zäpfchen. Mir fehlte eigentlich nur noch Marusha. 

Also, noch ein Bier für den lieben Marc und schon war es 2 Uhr und die Lichter gingen an, die Musik ging aus. Aha, kommt jetzt etwa ein neuer DJ an die Tables und macht mal was ordentliches? Nein, mit stoischer Ruhe gingen, torkelten, humpelten alle Hupfdohlen auf die Strasse. Draussen lagen dann viele auf der Strasse, vor allem die kleinen Mädels mit den kurzen Röcken - hrhrhr.

So, was macht der Partydeutsche wenn man um 2 Uhr schon abgewiesen wird? Richtig, ab nach Hause und Privatparty. So konnte man wenigstens mal sagen das man bis 4 Uhr Party hatte.

 

Heute waren wir dann am Cork Lough - Bird Sanctuary. Aber diesem Kapitel widme ich einen eigenen Eintrag. Seid also gespannt.

 

Anbei noch ein paar Fotos vom Abend in der City, wie immer gibts die großen Bilder im Album zu begutachten. Party on Wayne, Party on Garth!

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Give us back some sunshine!

elmatar | 10 August, 2008 20:16

Headline sagts voll und ganz .. wir erleben hier die 4 Jahreszeiten im Stundenwechsel. Schnee fällt zwar nicht, aber die Iren haben lustigen Regen. Von links, von rechts, von links und rechts ... Spass ist anders :)

Ansonsten sind wir nochmal zum Dunnes Store (vergleichbar mit Real) getigert und als bei der Bezahlung von der freundlichen Kassiererin ein "D'you have a cubcat?" (so klang es!!!) kam, standen wir tatsächlich das erste Mal vollstaendig ratlos da. Die gute Frau konnte scheinbar sehen dass wir keinen Plan haben was sie von uns wollte und ging nicht weiter darauf ein, sehr lieb!

10 Minuten später kamen wir dann durch den Akzent einer zweiten Kassiererin endlich zu des Rätsels Lösung. Die wollten nix anderes als eine "Club Card". Hätte man ja auch anders betonen können :).

Bevors nun durch das Nachtleben Corks geht, stell ich schonmal ein paar Bilder zum Angucken bereit.

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Bilder in Groß gibt es im Album (rechtes Navigationsmenu) zu bewundern.

Oh what a rainy day...

elmatar | 09 August, 2008 16:33

Nun haben wir uns gerade gut eingelebt, uns ordentliches Bettzeugs besorgt um auch schön die Nächte zu durchschlafen. Auch die Stadt haben wir nocheinmal alleine bereist um uns mal unter Leute zu mischen und natürlich um einige Schnäppchen zu hamstern. Auch die umliegenenden Supermärkte haben wir begutachtet und eine, für uns Deutsche, neuartige Berufsgruppe kennengelernt - die Einpackkünstler.

Da stehen nun also hinter jeder Kasse freundliche Menschen in gelben Sachen die einen den Einkauf in Tüten verpacken möchten. Legt man selbst Hand an wird man ein wenig ruppig darauf hingewiesen das doch bitte zu unterlassen. Gut, Lektion gelernt, lächeln und weitergehen.  Das diese professionellen Packer mit der gleichen Lethargie auftreten wie die Kassierer erwähn ich nur am Rande und auch die Packeffizienz lässt zu wünschen übrig, da meist nur 3-4 Sachen in eine Tüte passen sollen - wers glaubt!! Ich habe mich jedenfalls nicht erdreistet vor den Herren die Tüten neu zu bepacken, wir wollen ja schliesslich hier Freunde finden.

Auch in Sachen Bier konnten wir neue Erkenntnisse ziehen:

 1. Die Iren müssen so gut wie keinerlei Steuer hier zahlen, dafür können sie sich dann auch die saftigen Bierpreise auf der Zunge zergehen lassen ohne mit der Wimper zu zucken. Ist hier etwa ein neues Steuerparadies drauf und dran der Schweiz den Rang abzulaufen?

 

2. Bier scheint hier nicht nur Genussmittel Nr. 1 zu sein, nein es  gehört auch zum guten Ton! Man sieht ab 17 Uhr viele, viele Geschäftsmänner in den Pubs bei einer Tasse Kaffee sitzen und während bei uns daheim höchstens ein Stück Kuchen oder ein Glas Wasser als Nebenprodukt serviert wird, befinden sich vor jeder Geschäftsmann-Kaffeetasse min. 2 frisch gezapfte Guiness. Wohl bekomms!

 

Ansonsten überraschte uns heute das hervorragende Irische Wetter mit dicken Wolken und Platzregen und somit sind wir hier gezwungen den Tag im Hause zu verbringen und nutzen die Zeit für all die wichtigen Internet Erledigungen, Wlan, dir sei dabei sehr gedankt.

Morgen abend, wenn unsere beiden Mitbewohner von der Arbeit kommen, wollen wir dann mal zum berühmt-berüchtigten Pub-crawling übergehen und versuchen dabei das Gerücht, dass die Frauen hier allesamt besoffener sind als die Männers, live zu erleben. Einzelheiten werden selbstredend folgen. 

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Fáilte go Éire

elmatar | 07 August, 2008 20:53

Voila, das ist nun also unser Irland Tagebuch wo wir ab und an unsere Eindrücke dieses Landes veröffentlichen werden. Wir sind nun schon eine Woche ca. hier und haben und haben uns gut eingelebt. Also lest selbst was uns hier auf der grünen Insel so alles widerfährt. Beginnen wir mit der Anreise :) 

Heureka, wir sind gelandet. Das tun zwar alle die ein Flugzeug besteigen, doch in Irland ticken die Uhren nicht nur im wörtlichen Sinne anders. Da man in Cork anscheinend von Notstromaggregaten noch nichts vernommen hat und uns beiden das Glück am Abreisetag auch nicht gerade wohlgesonnen war, gingen in Cork die Lichter aus und unser Flugzeug konnte nicht rechtzeitig von dort starten. Das bedeutete für uns das sich unser Hinflug nach Cork um die gesammte lugzeiten verschieben würde, also gut 3h.

 So kamen wir nun nicht um 23.20 an, sondern kurz nach 2 Uhr Nachts, was, Gott seis gedankt, unseren neuen Mitbewohnern nicht ungelegen kam und somit konnten noch 1-2 Begrüßungsgetraenke konsumiert werden bevor wir uns das erste mal in diesem Land eine Mütze Schlaf abholen konnten. Der nächste Tag wurde dann zum Sight-Seeing, Shoppen genutzt und gleich 3 Sachen fallen einem Deutschen hier auf:

1. Essen und Trinken kostet unglaublich viel und die Iren, die nach statistischen Angaben nicht nur Europas Numero Uno im Vertilgen von flüssiger Nahrung sind, sondern auch gleichzeitig 23% ihres Gehaltes in eben jenen Nationalstolz investieren, scheinbar so viel verdienen, dass sie die horrenden Preise überhaupt bezahlen - in dem Sinne schonmal Prost, der Bierliebhaber aus Deutschland fasst sich jedenfalls ersteinmal an den Kopf.

2. Klamotten sind hier spottbillig. Wie das kommt kann man nur mutmassen. Ich persönlich denke das Kleidungszeugs entweder minderer Qualität ist, was ich jedoch gleich wieder ausschliessen konne nach 3h Shopping, oder das der Staat hier einiges Subventioniert um die Bürger bei Laune zu halten. Waghalsige These natürlich!

3. Die Iren haben die Ruhe weg. Wir konnten selten ein so unfassbar langsames Verhalten begutachten und inzwischen kennen wir wenigstens ein paar Europäische Länder. Scherzeshalber habe ich schon gesagt das nur eine deutsche Kraft wahrscheinlich die Effizienz eines jeden Betriebes um 20% steigern würde, aber ich denke das ich gar nicht mal so falsch damit liege - ein durchaus gemütliches Volk hier. Ein Irisches Sprichwort belegt: "Ein Ire arbeitet um zu Leben, ein Deutscher lebt um zu arbeiten!". Und wie wir ja wissen liegt in jedem Scherz ein Fünkchen Wahrheit.

Wohl an, das waren die Eindrücke der ersten beiden Tage, es wurden schon einige Fotos geknipst, nützliches und lustiges eingekauft und nun geht es daran Kontakte zu knüpfen um ein Gespür für den eigenartigen Akzent zu gewinnen. Direkt vor unserer Haustür versammelt sich die Kinderschar unserer kleinen Wohneinheit (streng nach Amerikanischem Vorbild) die uns schonmal einige Einblicke in den harten Akzent gewähren lassen und von unserer Musikbeschallung, sponsored by Nico, alles andere als begeistert sind - ich denke die Worte fuck und crap im Zusammenhang mit deutschem Tecno vernommen zu haben :).

 

Well, stay tuned for more entries. They'll come as soon as possible!

 
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