Die einen treiben gar keinen Sport – die anderen zu viel. Was für einige Menschen unmöglich klingt, ist für andere leider Wirklichkeit: Sie sind Sporsüchtig, genauso wie andere süchtig nach Drogen sind. Sportsucht sollte genauso ernst genommen werden, wie jede andere Sucht auch, da sich der Sportler mit extrem viel Training und ständiger körperlichen Überbelastung genauso in Gefahr bringen kann, wie ein Drogensüchtiger durch eine Überdosis Heroin.

Der Betroffene hat einen starken Drang zu trainieren, kann er ihn, zum Beispiel bei einer schweren Krankheit, nicht mehr ausüben, quälen ihn Nervosität, innere Unruhe, Depressionen oder andere Symptome. Die Warnsignale des Körpers, bei Erschöpfung oder Überbelastung, werden ignoriert und es wird auch bei Verletzungen kontinuierlich weitertrainiert. Die sportliche Aktivität wird stets gesteigert, auch wenn deswegen das soziale Umfeld des Betroffenen schrumpft, oder komplett aufgegeben wird.
Etwa die Hälfte der Sportsüchtigen leiden zusätzlich an Essstörungen. Für diese Gruppe ist der Verlust von Körpergewicht durch Sport primär.

Für die andere Hälfte der Betroffenen ist der Aufbau von Muskelmasse entscheidend. Dieses Suchtverhalten wird Muskelsucht genannt. Oft helfen zusätzliche Nahrungsergänzungsmittel, wie  das Präparat BCAA, das sich aus drei Aminosäuren (Leucin, Isoleucin, Valin) zusammensetzt und dem Körper bei schweren, körperlichen Belastungen unterstützt und zusätzlich Muskeln aufbaut. Präparate mit dem Sexualhormon Testosteron sind auch sehr beliebt, es beschleunigt den Muskelaufbau und verhilft den Süchtigen die körpereigene Leistungsgrenze zu überwinden. Testosteron bestellen oder kaufen vor allem Männern. Die zahlreichen Nebenwirkungen bei der Einnahme von Testosteron, wie Herzrhythmusstörungen oder die erhöhte Thrombosegefahr bleiben unbedacht.
Viele Sportsüchtige streben auch den Rauschzustand, dieser bei sehr intensiver sportlichen Betätigung durch die vermehrte Ausschüttung der Glückshormone Endorphine, entsteht. Oder manche Betroffene sind erst zufrieden, wenn sie körperlich total ausgelaugt und Erschöpft sind.

Diese extreme (Über-)Belastung des Körpers kann zu Schäden an den Gelenken, Sehnen und Knochen kommen. Außerdem wird das Immunsystem geschwächt. Sind zusätzlich Essstörungen beteiligt, können auch andere Schäden vorkommen.
Sportsüchtige ist es zu raten psychologische Hilfe zu suchen und sein Suchtverhalten keineswegs mit Ausreden "Ich mache halt gerne Sport" heruntermachen, da es sich um einen ernst zu nehmende Sucht handelt.