In vielen Familien herrscht ein harmonisches und gemeinsames Leben. Doch es gibt auch Familien, in denen besonders die Jugendlichen ihre Probleme haben. Wie es den Jugendliche geht, merken die Eltern meist sehr spät und dann sind die Probleme bereits vorhanden. Schnell kann es zu Verhaltensstörungen der Jugendlichen kommen und man fühlt sich in der Familie ausgeschlossen. Viele Jugendliche zeigen dabei ein selbstverletzendes Verhalten, wobei sich die Jugendlichen Wunden zufügen, um für kurze Zeit den Schmerz zu fühlen.
Ein solches Verhalten kann beispielsweise bei Esstörungen, Bulimie, Borderline-Störungen, Adipositas, Depressionen, Kontrollverlust, etc. auftreten. Meist treten diese selbstverletzenden Schübe relativ schubartig auf, so dass sich die Betroffenen nicht direkt davor schützen können. Oftmals bringen diese Selbstverletzungen einen tiefen Selbsthas, Wut, oder Spannungserscheinungen mit sich. Die Wut muss irgendwie kontrolliert werden und wenn man sich Schaden zufügt spürt man diesen Schmerz kurz und fühlt sich damit wieder lebendig. In vielen Fällen kann das selbstverletzende Verhalten soweit gehen, dass man Suizidgedanken hat. Es gibt verschiedene Arten der Selbstverletzungen, die häufigsten sind:

-    Aufschneiden bzw. Ritzen der Haut
-    Mit den Händen gegen den Kopf schlagen
-    Augenbohren
-    Mit Nadeln stechen
-    Beißen in diverse Körperstellen
-    Verbrennen der Haut
-    Fingerkuppen abkauen
-    Haare ausreißen
-    Orale Einnahme beispielsweise von Reinigungsmitteln

Oftmals beschreiben Betroffene, dass sie unter einem ständigen Druck stehen und diesen Druck durch eine dieser Selbstverletzungen zumindest für eine kurze Zeit loswerden können. Allerdings werden die Wunden meist immer größer, da der Betroffene meist immer stärkere Schmerzen benötigt, um den Druck abzubauen.

In vielen Fällen können auch familiäre Umstände schuld sein, so dass man die Probleme oft sogar in einer Familientherapie zumindest ansatzweise beheben kann. Mit Hilfe eines Familientherapeuten werden die Familienmitglieder gemeinsam therapiert. Wichtig ist dabei die Nähe der Eltern. Forschungen haben ergeben, dass sobald die Eltern in der Nähe sind, die Heilungschancen deutlich ansteigen können.