elfenreich3000 | 25 Feb, 2006, 23:46 |
Gedichte
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Nun wein nicht Kind, du wusstest er wird kommen
Nach dem ich mich dir lange Zeit versprochen
Und wir so manchen Hügel stolz erklommen,
Seit du mein zitternd Händchen aufgenommen
Der Tag des Abschieds ist nun angebrochen
Es waren schöne, meistens helle Tage
Wir lachten viel und Weinen war Vergnügen
Oh schluchze nicht, beende deine Klage
Es war ein Märchen, eine Heldensage
Nun weiche ich, sonst würd ich dich betrügen
Was du mir gabst, wie soll ich das noch brauchen?
Der Reim, die Metrik wolln mir nicht mehr taugen
Und wie soll ich die Welt in Strophen tauchen
Wie sanfte Bilder noch auf Verse hauchen
Dies Werkzeug ist zu fein für meine Augen
Mein Herz ist rau und braucht nun grobe Hände
Dein Zeilenglauben will mir Ketten legen
Die einstgen Fenster sind nun Eisenwände
Die Bilderflur ein tristes Haftgelände
Du bist nicht Schuld, es hat an mir gelegen
Ich möchte gern an andren Busen hängen
Wer Heimat sucht muss erst die Fremde finden
Es hilft zuweilen Grenzen aufzusprengen
Ins Ungewissen schreiend vor zu drängen
Leb Wohl Gedicht, du wirst mich überwinden
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