Diese Woche war ich ziemlich beschäftigt mit der Abteilungsleitung weil meine chefin Urlaub hatte,

Dazu war mein Computer kaputt, 

und mein Freund war auf einem Seminar

Ich war also von Gott und der Welt verlassen und kam mir irgendwie abgeschnitten von der Menschheit und alleine vor.  

Was ich eigentlich ganz gut fand. Ich tat alles was mir Freude machte, las ein gutes Buch, hab gemalt, und hab mich eigentlich sehr wohl gefühlt.

Ich habe noch nie aus freude geweint, oder aus Rührung, ich fand das sind übertrieben theatralische Menschen.

Aber ich war so froh, mehr als ich selber merkte oder mir eingestehen konnte, ihn gestern wieder zu sehen. Die Wut , weshalb er nicht einmal angerufen hatte, verflog in nichts, ich ärgerte mich nur noch weil er noch so lange am computer herumbastelte, und ich ihn die ganze zeit eigentlich schon ins gemütlichere Zimmer der Wohnung verschleppen wollte. Ich war wirklich ausgehungert nach Nähe. So sehr ich meine Ruhe und Freiheit schätze, so sehr brauch ich dennoch körperliche Nähe, ein Gefühl von Wärme und Geborgenheit.