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desperatesouls Depri und SVV Blog

Gedichte

Gedichte — geschrieben von desperatesoul @ 17:24

hier werden verschiedenste Gedichte veröffentlicht..

von gothic- melancholisch- svv und traurige Gedichte 

 


SELBST VERLETZENDES VERHALTEN

SVV- SELBST VERLETZENDES VERHALTEN — geschrieben von desperatesoul @ 13:22

Selbstverletzendes Verhalten


Mit selbstverletzendem Verhalten (SVV) oder autoaggressivem Verhalten beschreibt man eine ganze Reihe von Verhaltensweisen, bei denen sich betroffene Menschen absichtlich Verletzungen oder Wunden zufügen. Normalpsychologische Grundlage für diese Störung ist u.a. das Konzept des Körperschemas.

Selbstverletzendes Verhalten kann auftreten bei: Borderline-Persönlichkeitsstörung (siehe auch Parasuizid), Depressionen, Essstörungen wie Anorexia nervosa, Bulimie oder Adipositas, Missbrauchserfahrungen, Deprivationen (Entzug von Zuwendung und "Nestwärme"), Traumatisierungen, während der Pubertät, Kontrollverlust, Körperschema-Störungen (Body Integrity Identity Disorder), Zwangsstörungen (OCD: Obsessive-Compulsive Disorder), schweren Zurücksetzungen und Demütigungen, psychotischen oder schizophrenen Schüben und ähnlichen seelischen Störungen sowie bei geistiger Behinderung und Autismus.

Obgleich Selbstverletzung in der Regel keinen suizidalen Aspekt hat, im Gegenteil sogar durch Spannungs-, Wut- und Selbsthass-Abfuhr einen Suizid zu vermeiden und aufzuschieben trachtet, können die zu Grunde liegenden Depressionen, Persönlichkeitsstörungen, Dissoziationsphänomene, unerträglichen Spannungszustände, Nervenschwächen und Nervenerregungen, todestriebähnlichen Selbstzerstörungswünsche und die Suchtabhängigkeit auf die Dauer zum Suizid-Wunsch und zur Todessehnsucht führen. Auch die Gefahr der ungewollten tödlichen Verletzung ist groß.

Arten


Zahlen und Daten Altersstruktur

ab ca. 11 bis 16 Jahre: 34 %
16 bis 18 Jahre: 29 %
18 bis 20 Jahre: 17 %
20 bis 24 Jahre: 13 %
über 24 Jahre: 7 %

Häufigkeit
1 mal: 2 %
25 bis 50 mal: 23 %
öfter als 50 mal: 75 %
Angaben zum Aufschneiden der Haut entfiel zu 85 % Prozent auf Extremitäten und 15 % auf den Rumpf.
Umgang mit Betroffenen
Selbstverletzendes Verhalten bedarf keiner objektiv "schlimmen" Situation, sondern kann von psychischen Erkrankungen ausgelöst werden, die unabhängig von den objektiven Zuständen vorkommen können. Eine häufige spontane, zynische Reaktion - "Anderen geht es noch viel schlimmer" - verkennt gerade den Krankheitswert dieser Störung, und geht implizit von der irrational anmutenden Konsequenz aus, dass Menschen in schlimmen Umständen zur Selbstverletzung neigten.

Während nur Fachpersonal die zugrundeliegenden Störungen kompetent therapieren kann, kann das familiäre und soziale Umfeld durch Vermeidung der Distanzierung und durch Sozialisierung in Krisensituationen zur Besserung der Symptomatik beitragen. Alle Versuche, die Symptomatik zum Gegenstand einer Diskussion zu machen, sind aufgrund des Krankheitswertes kontraproduktiv.

 

Möglichkeiten der Therapie


Depression

Depression — geschrieben von desperatesoul @ 13:13

Depression ist eine Krankheit, die den ganzen Körper betrifft. Bei einer Depression verändern sich Gefühle, Gedanken und das Verhalten. Depression ist mehr als andauernde Traurigkeit. Häufig führt die Depression zu Gefühlen der Unentschlossenheit, der inneren Leere, Wertlosigkeit und Apathie. Man verliert die Lust an täglichen Aktivitäten und ist leicht reizbar.
Durch eine Depression können oft wichtige Lebensfunktionen wie Schlafen, Essen und Trinken Schwierigkeiten bereiten.

Depression ist keine persönliche Schwäche. Oft gibt es keinen besonderen Grund für Niedergeschlagenheit und Traurigkeit, denn die Depression muss nicht durch äußere Umstände entstehen. Sie kann auch dann auftreten, wenn das Leben in gewohnter Weise
abläuft.

Symptome

Vom vorübergehenden Stimmungstief unterscheidet sich die Depression dadurch, dass sie über Wochen und Monate anhalten kann und die allgemein bekannten Symptome - wie Traurigkeit oder Antriebslosigkeit - von anderen Symptomen begleitet werden:

Konzentrationsstörungen, Entscheidungsunfähigkeit, Pessimismus
Denkblockaden
Unfähigkeit, Gedanken und Gefühle in Worte zu fassen
Appetitstörungen, rapide Gewichtszunahme oder Gewichtsverlust
Schlafstörungen, wie frühes Erwachen oder stark gesteigertes Schlafbedürfnis
Verlangsamte Motorik und Kommunikation
Auftreten von Schuld- und Minderwertigkeitsgefühlen
Müdigkeit und Energiemangel
Selbstmordgedanken

Manchmal ist die Depression von außen nur schwer erkennbar, sie versteckt sich dann hinter Angstzuständen, Schlaf- und Verdauungsproblemen sowie körperlich nicht erklärbaren, chronischen Schmerzen.

Treten diese Symptome über mehr als zwei Wochen auf, sollten Sie Ihren Arzt kontaktieren

Ursachen

Das Gehirn ist ein Netzwerk
Jede Nervenzelle steht mit tausend anderen in Verbindung. Die Überleitung von einer Nervenzelle zur nächsten findet an einer speziellen Einrichtung der Nervenzelle statt: der Synapse. Durch die Freisetzung winziger Partikel chemischer Substanzen (Transmitter) wird in der folgenden Zelle eine bestimmte Reaktion ausgelöst. Dies kann die Weiterleitung (Bahnung) eines Signals oder seine Blockierung bedeuten. Ein ausgewogenes elektrochemisches Gleichgewicht von Übertragung und Hemmung ist notwendig, körperliche und seelische Funktionen aufrecht zu erhalten. Ausgeglichenheit der Seele entspricht einer Balance der hemmenden und bahnenden Transmittersubstanzen. Starke und andauernde Reize, wie z. B. Stress und belastende Ängste, fördern die Ausschwemmung von Transmittern. Dadurch stellt sich eine Gefühlsleere, eine Abgestumpftheit, Überdruss ein. Ruhe und Rückzug werden wichtiger. Auch bei Menschen, deren Depression als genetisch ("endogen") gilt, spielen Frustration, Rückzug und das "Nichts-Spüren-Müssen" von seelischem Schmerz und Verzweiflung eine große Rolle. Unsere Kompetenz, Entscheidungen zu fällen, wird schwächer, wenn Transmitter fehlen. Wer sich als Persönlichkeit schwach fühlt, hat auch geringen Selbstwert, und es fällt ihm schwer, Entscheidungen zu treffen, initiativ zu sein. Kreativität bleibt auf der Strecke und auch die Fähigkeit sich fallen zu lassen und Hilfe annehmen zu können - ein Teufelskreis.

Was bedeutet Mangel an Transmitterstoffen?
Neurotransmitter oder Transmitterstoffe werden von manchen auch "Glückshormone" genannt. Diese Bezeichnung ist zwar einprägsam, aber nicht ganz exakt: Hormone sind Botenstoffe, die unabhängig von den Nervenzellen ihre Wirkung entfalten. Neurotransmitter hingegen arbeiten an der Übertragung von Impulsen von einer Nervenzelle zu einer anderen und sie übermitteln viel mehr als nur die Glücksfunktion. Ihre Konzentration im Blut ist dabei nicht unbedingt ausschlaggebend für ihre Funktion.

Was ist nun ihre "Funktion?
Es gibt viele verschiedene Neurotransmitter, die unterschiedliche Reaktionen im zentralen und peripheren Nervensystem zur Folge haben. Wie wichtig ihre Funktion ist, zeigt sich deutlich, wenn ein Mangel eines Botenstoffes besteht: Mangel an Serotonin z. B. kann bedeuten: Depression, Panik-, Angst- und Zwangsstörungen, aber auch Schmerzen durch Muskelverspannungen. Noradrenalin, chemisch dem Adrenalin (das Stress- und Aktivitätshormon) sehr ähnlich, hat im Gehirn ganz andere Funktionen, als an den Blutgefäßen oder am Herz. Im Gehirn ist Fehlen von Noradrenalin auch für eine Form von Angst, für Depressivität und negatives Selbstwertgefühl zuständig. Es gibt noch zahlreiche weitere Neurotransmitter, deren Funktion nur teilweise erforscht ist. Fest steht aber, dass sie alle in ihrer Funktion zusammengehören und dass psychische Veränderungen auch als Turbulenzen im Zusammenspiel der Transmitterstoffe gesehen werden können. Da es sich hier um ein sehr labiles Gleichgewicht handelt, gilt es, sehr feinfühlig mit psychischen Problemen umzugehen und alle Interventionen, seien es medikamentöse, chirurgische oder psychologische, sehr sorgfältig zu überlegen.

Stark vereinfacht kann man also sagen, dass eine Depression, eine Generalisierte Angststörung oder eine Sozialphobie aufgrund des Fehlens von Transmittersubstanzen im synaptischen Spalt zustande kommen können.

Risikogruppen

Depression betrifft Menschen aller Altersschichten. Derzeit erkranken ca. 20-25% aller Frauen und 7-12% aller Männer zumindest einmal im Laufe ihres Lebens an Depression.*

Obwohl Depression in jedem Alter vorkommen kann, ist sie besonders häufig bei älteren Menschen anzutreffen. Krankheit, Einsamkeit und der Verlust von Angehörigen und Freunden sind oft die Gründe.
Bei jüngeren Menschen liegen die Ursachen häufig in psychosozialen Faktoren. Stress und Versagensängste sind mögliche Auslöser.

*Quelle: Möller HJ, Kapfhammer HP, Laux G. Psychiatrie und Psychotherapie. Berlin: Springer Verlag 2000 (2. Auflage 2003, Nachdruck 2005)

Behandlung


Glücklicherweise gibt es heute zahlreiche Therapieformen, um eine Depression oder Angststörung wirksam zu bekämpfen. Das Spektrum reicht von der Psychotherapie über die medikamentöse Behandlung bis zur Lichttherapie. Oft werden Therapiemethoden kombiniert, um dem Patienten möglichst schnell und wirkungsvoll zu helfen.

Durch die Entwicklung neuer Substanzen hat sich die medikamentöse Behandlung der Depression bzw. der Angststörungen laufend verbessert. Heute stehen z.B. Medikamente wie Serotonin- und Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer zur Verfügung. Sie ermöglichen eine höhere Konzentration der beiden Botenstoffe Serotonin und Noradrenalin im Gehirn. Durch die duale Wirksamkeit beeinflussen sie nicht nur die Stimmung, sondern gleichen auch mangelnden Antrieb und fehlende Motivation aus.

Selbsthilfe

Mit folgenden einfachen Tipps lässt sich die Behandlung der Depression unterstützen:
Erwarten Sie nicht, dass sich Ihre Stimmung sofort verbessert. Sich besser zu fühlen braucht eben Zeit.
Beobachten Sie Muster in Ihrem Befinden ("ich bin am Morgen mürrisch") und planen Sie den Tag dementsprechend. Übertreiben Sie es aber nicht.
Setzen Sie sich Ziele, die Sie bewältigen können. Feiern Sie kleine Siege auf dem Weg zum Erfolg.
Reduzieren Sie Stress. Muten Sie sich nicht zuviel zu. Schränken Sie sich ein in den Dingen, die Sie unternehmen. Gönnen Sie sich hin und wieder eine Pause.
Teilen Sie große Aufgaben in kleine ein. Setzen Sie Prioritäten. Machen Sie nur das, was Sie können.
Verbringen Sie nicht den ganzen Tag im Bett, selbst wenn Sie sich danach fühlen.
Versuchen Sie, Ihre sozialen Kontakte und Hobbys beizubehalten. Gespräche mit nahe stehenden Menschen und das Ausüben gewohnter Tätigkeiten können die Therapie wesentlich unterstützen.
Lassen Sie sich von Ihrer Familie und Freunden helfen.
Bewegen Sie sich so oft Sie können in der freien Natur - Sport und Spaziergänge an der frischen Luft hellen die Stimmung auf.
Versuchen Sie, sich gesund zu ernähren. Depression führt häufig zu unregelmäßigen Essgewohnheiten und kann so die Gesundheit beeinträchtigen.
Verschieben Sie wichtige Entscheidungen bis sich die Depression wieder gebessert hat.
Versuchen Sie, negative Energien durch positives Denken zu ersetzen.


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