Raucher haben CSU abgewählt
CSU-Mehrheit in Rauch aufgelöst
Das weitgehende Rauchverbot in der Gastronomie hat den Christ-Sozialen in Bayern ihre historische Wahlniederlage beschert, meint Netzwerk Rauchen, die führende Bundesvereinigung gegen die Diskriminierung der Tabakgenießer. Die CSU verlor besonders viele Stimmen in den Altersgruppen, in denen Raucher überproportional vertreten sind.
Der größte Verlust einer Partei bei einer deutschen Landtagswahl seit 1950 sei auch ein „Fanal der Freiheit und des Widerstandsgeistes“, erklärt der Bundesvorsitzende, Michael Löb. „Unsere Aufklärungsarbeit hat dazu einen Beitrag geleistet.“
Netzwerk Rauchen hatte mit den Informationsblättern „Neues vom Schelm“ und der Website bayernwahlen.de intensiv für einen Denkzettel an die Adresse der CSU gekämpft.
Auch das schlechteste Wahlresultat, das die SPD je in Bayern verbucht hat, ist ihrer Zustimmung zum absoluten Rauchverbot in Gaststätten geschuldet.
Wichtig sei nach Ansicht der Rauchervereinigung nun, dass die richtigen personellen Konsequenzen gezogen würden.
„Der Hauptverantwortliche für das CSU-Desaster ist der Vorsitzende der Landtagsfraktion, Georg Schmid“, so Christoph Lövenich vom Netzwerk Rauchen, „der Schüttel-Schorsch muss weg, im Interesse Bayerns und der Selbstbestimmung der Menschen“.
Netzwerk Rauchen lobt die bayerische Widerspenstigkeit als Teil des „sozialen Ungehorsams“, zu dem Prinz Luitpold von Bayern kürzlich aus Anlass zunehmender Prohibition und Genussbekämpfung aufgerufen hatte.
Es wird erwartet, dass dieses historische Erdbeben auch Einfluss auf die Diskussion um die Anpassung der Rauchverbote in den anderen Bundesländern haben wird.

Ein durchaus überraschendes Ergebnis aber ich bin mal auf die Bundestagswahl gespannt wie dort die Wahlen ausgehen werden!
geschrieben von Patrick — 28 Okt 2008, 12:04
Ob das einzig und allein am Rauchergestz liegt, dass nun die Absolute Mehrheit weg ist, möchte ich bezweifeln. Es war jedenfalls ein Faktor von vielen.
geschrieben von klaus — 05 Nov 2008, 15:01
Ich begruesse diese Entscheidung, nicht aber diese Analyse. Rauchen ist vernichtend fuer die Gesundheit. Und laengst nicht Mode. Bravo, Damen und Herren Politiker.
geschrieben von Juergen — 14 Nov 2008, 08:43
Muss ja auch Fürsprecher des Rauchverbots geben. Ich habe letztes Jahr in Dublin studiert, wo schon seit Jahren ein konsequentes Rauchverbot in den Pubs herrscht. Dann zurück in Deutschland wurde es auch dort eingeführt. Jetzt bin ich grade in Südafrika und muss feststellen, dass ich mich doch sehr schnell ans Rauchverbot gewöhnt habe und es mich sogar selber nervt, wenn in den Kneipen und Diskos geraucht wird. Stinkt alles am nächsten Tag und man kann seine Klamotten ständig wechseln. Ich zumindest steh nicht wirklich auf den Geruch von kaltem Rauch in den Klamotten und Haaren...
geschrieben von CapeK — 19 Nov 2008, 10:40
@ CapeH:
Zitat: "Muss ja auch Fürsprecher des Rauchverbots geben."
Wieso? Wer sagt das?
Es MUSS ja auch keine Fürsprecher für Wein-, Zucker- oder Fettverbote geben und auch keine für einen faschistoiden Überwachungsstaat.
Aber weiter:
Zitat: "Ich zumindest steh nicht wirklich auf den Geruch von kaltem Rauch in den Klamotten und Haaren."
Verlangt ja auch niemand von Dir. Ebensowenig wie Dich jemand zwingt, in eine verrauchte Kneipe zu gehen.
Die Rauchverbote wollen unsereinen dagegen zu Verhalten und Einsichten ZWINGEN, die nicht unsere sind. Und DA ist in der Tat gewalt(-same) Missionierung im Spiel.
Ich VERLANGE das gleiche Recht auf freie Entscheidung, das auch Dir zusteht, nämlich die freie Wahl, ob ich eine Raucherkneipe oder lieber eine Nichtraucherkneipe besuchen will. DIESES Recht der freien Wahl wird durch die generellen Verbote zerstört. Deshalb sind die Rauchverbote Ausdruck einer zutiefst faschistoiden Gesinnung.
Werden diese "Gesetze" nicht rückgängig gemacht, ist ziviler Widerstand gegen diese Bevormundungsversuche angesagt, falls nötig auch bis hin zum kollektiven "Gesetzes"-bruch und zum entschlossenen Aufruf genau DAZU.
Jürgen
geschrieben von Jürgen — 19 Nov 2008, 11:22
Man sollte auch an die Leute denken, die in so einer verrauchten Kneipe arbeiten müssen. Nicht jeder hat die große Job-Auswahl und deshalb keine Alternative.
geschrieben von Heinz — 21 Nov 2008, 15:13
@ Heinz:
Nach Deiner Logik müsste man aber auch Bäckern die Verwendung von Mehl verboten werden, denn nicht jeder, der unter einer Mehlstauballergie leidet, hat die große Jobauswahl und deshalb keine Alternative...
Oder Fleisch im Restaurant, denn nicht jeder Vegetarier hat die große Jobauswahl und deshalb keine Alternative...
Sorry, aber das ist einfach Blödsinn: Wer keinen Rauch verträgt oder ihn nicht um sich haben will, sucht sich eben einen Job in der Nichtrauchergastro und gut ist.
Niemand hat einen Anspruch auf einen ganz bestimmten Job in einem ganz bestimmten Betrieb. Aus einem solchen, noch nichtmal vorhandenen Anspruch nun die Unterdrückung der Interessen einer ganzen Bevölkerungsgruppe herzuleiten, ist schlicht und ergreifend asozial.
Gruß, Jürgen
geschrieben von Jürgen Vollmer — 21 Nov 2008, 15:32
Was für ein hohler Blog, eben typisch Hohlblock Vollmer.
geschrieben von Frank Schuster, Berlin — 13 Dez 2008, 17:16
Frank Schuster:
Leute wie DU offenbaren uns immer wieder auf eindrucksvolle Weise die hervorstechendsten Merkmale und Tugenden jener fanatischen Geister, die dieser Tage wieder aus allen Ecken und Winkeln gekrochen kommen, um sich im Aufwind der kollektiven Hetze gegen Freigeister in ihrem armseligen Leben wenigstens einmal zu spüren.
Dazu gehören und gemeinsam gegen das Übel der Welt zu marschieren, ja, so sind sie, Anonymling, die Leute wie Du: Uferlose Dummheit mit Feigheit gepaart!
Jürgen
P.S.: "Es" wird auch dieses Mal scheitern!
geschrieben von Jürgen Vollmer — 13 Dez 2008, 18:08