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Das Astrowetter-Blog

05 Jan, 2008

Die Scherben der Toleranz

Kultur + Freiheit — geschrieben von schneeadler @ 11:11

KELLNER VERGRÄTZT RAUCHENDE GÄSTE TROTZ RAUCHERBEREICH

Man stelle sich vor, man will mal wieder fein essen gehn...
 
So geschehen am Sonntag, den 30. Dezember 2007 zu Marburg an der Lahn:
 
Meine Frau und ich brechen gegen 20 Uhr zu einem Speiserestaurant auf, dessen Inhaber vor Inkrafttreten der Rauchverbote angekündigt hatte, er werde einen seiner Nebenräume für Raucher reservieren.
 
Angekommen wundern wir uns schon ein wenig darüber, dass nur ein knappes Dutzend Gäste anwesend ist, im größten Teil des mit einem "Rauchen verboten"-Schild verzierten Gastraums herrscht gähnende Leere.
 
Auf die Frage, wo denn der Raucherraum zu finden sei bekomme ich zur Antwort: Bei uns besteht Rauchverbot, wer rauchen will, muss vor die Tür gehen. Er sagt dies genau so, als habe er nie eine andere Auskunft gegeben. - Perplex bringe ich nur noch ein "Und tschüss" über die Lippen und wir machen auf dem Absatz kehrt.

Innerhalb der nächsten halben Stunde probieren wir noch drei weitere Speiserestaurants durch, die allesamt die Möglichkeit hätten, auch Raucherbereiche einzurichten. Keines der Restaurants hält jedoch tatsächlich Räume für Raucher bereit, in einem der Lokale war nichtmal ein einziger Gast anwesend, aber man sagt uns ohne jedes Bedauern, dass "hier" nicht geraucht werden dürfe.

Ich komme mir vor wie im falschen Film, überall gehen wir wieder mit dem Hinweis, dann wohl in Zukunft leider nicht mehr in den Genuß der vorzüglichen Küche des Hauses gelangen zu können. - Immerhin weist man uns in einem der Lokale auf ein Restaurant in der Nähe hin, das Raucherräume bereithalten soll.
 
Dort angekommen - der große Gastraum ist recht gut besucht, aber nicht voll - empfängt uns der Chef-Ober des Abends freundlich mit der Frage, ob er uns helfen könne. Auf die Frage nach dem Raucherbereich antwortet er, dass es derer sogar zwei gäbe und weist auf Türen, die in die Raucherräume führen. Unsere Stimmung hebt sich augenblicklich.
 
Dankbar erwähne ich gegenüber dem Ober, was wir gerade für eine Odysee hinter uns haben und dass wir uns freuen, endlich doch noch einen raucherfreundlichen Betrieb gefunden zu haben. - Was nun folgt, ist so grotesk, dass ich meinen Ohren kaum trauen mag:

Der Ober erwidert, er verstehe diesen ganzen Aufstand nicht. Die Raucher würden SEINE Gesundheit kaputt machen und dafür habe er nicht das mindeste Verständnis. In der Gastronomie müsste ALLES rauchfrei sein und wer unbedingt rauchen will, sollte das gefälligst draußen vor der Tür tun, wo er niemanden belästigt. Dies sei zwar nur seine persönliche Meinung, fügt er noch hinzu, aber diese ganze Raucherei sollte nicht mehr länger geduldet werden.
 
Mir verschlägts einen Moment lang die Sprache. Dann - meine Frau wendet sich in weiser Vorahnung meiner Reaktion schon mal wieder dem Ausgang zu - steigt der Zorn in mir auf. Ich halte dem Ober entgegen, was sich in diesem Lande gegen uns Raucher abspiele, sei in meinen Augen Faschismus pur und absolut inakzeptabel. Verärgert füge ich mit deutlich vernehmbarer Stimme noch hinzu, dass wir es unter diesen Umständen vorzögen, auf die Küche dieses feinen Hauses zu verzichten um statt dessen lieber wirklich raucherfreundliche Betriebe zu unterstützen.

Sags, dreh auf dem Absatz um und verlasse den Hort der Gastlichkeit, inzwischen stinksauer eingedenk der Dreistigkeit, mittels welcher das Personal des Hauses rauchende Gäste offenbar vor den Kopf zu stoßen pflegt.
 
Da wird man als Raucher doch tatsächlich nicht mehr mit freundlicher Gastlichkeit, sondern mit frechen Vorhaltungen und anmaßenden, ja sogar pauschal beleidigenden Bemerkungen diskreditiert - und das vom Personal einer Gaststätte, die sogar zwei(!) Raucherbereiche eingerichtet hat!
 
GASTLICHKEIT funktioniert mit Sicherheit anders, denn auch als Raucher darf man wohl ein Minimum an Höflichkeit und Respekt erwarten. Niemand verlangt, dass sich das Personal eines sich als raucherfreundlich positionierenden Betriebes mit fliegenden Fahnen zum Rauchen bekennt. Rauchenden Gästen jedoch vorzuwerfen, sie setzten sich über die gesundheitlichen Interessen ihrer Mitmenschen hinweg, ist absolut übergriffig, diskriminierend und schlechterdings inakzeptabel. 
 
Für mich steht im Ergebnis dieses Erlebnisses die Erkenntnis, dass es dringend eines Gastroführers für Raucher bedarf, eines Ratgebers, wo man willkommen ist und um welche Häuser man von vorneherein lieber einen großen Bogen schlägt, will man entspannen und echte Gastlichkeit genießen.

So kam es, dass ich den Entschluss gefasst habe, einen solchen Gastroführer zu verfassen, denn nur wenn sich Raucher nicht mehr alles gefallen lassen, sondern sich endlich offensiv zur Wehr setzen,  besteht - vielleicht - noch eine kleine Chance, die von böswilliger Massenpropaganda und profilierungssüchtigen Politikern mutwillig zerstörte Toleranz wieder herstellen zu können.
 
Bis es soweit sein wird, markiert dieser Abend nunmehr auch für mich das Ende der Toleranz gegenüber Mitbürgern, die uns Raucher ganz offensichtlich nicht nur als Menschen zweiter Klasse betrachten, sondern auch so behandeln, als seien wir eine Art Untermensch, dem Höflichkeit und Respekt entgegenzubringen nicht länger erforderlich sei.

 

Jürgen Vollmer, Marburg


Kommentare

  1. "Rauchenden Gästen jedoch vorzuwerfen, sie setzten sich über die gesundheitlichen Interessen ihrer Mitmenschen hinweg, ist absolut übergriffig, diskriminierend und schlechterdings inakzeptabel."

    Mein gesundheitliches Interesse als Nichtraucher ist es, dass ich in einer Gaststätte nicht mit Rauch belästigt werde. Darüber setzt sich der Raucher hinweg. Was ist an dem Satz falsch?

    geschrieben von Kein-Rauchen — 05 Jan 2008, 16:38

  2. @ "Kein-Rauchen":

    Niemand zwingt Dich, in eine Gaststätte zu gehen, in welcher der Wirt das Rauchen genehmigt oder Dich in dort eingerichtete Raucherbereiche zu begeben. Insoweit ist Dein Selbstverständnis, einen Anspruch darauf zu haben, dass sich jede beliebige Gaststätte nach DEINEN Wünschen zu richten hat bereits ein fataler Irrglaube.

    Wenn ein Gastronom entschieden hat, solche Bereiche anzubieten, dann ist es schlechterdings geschäftsschädigend, wenn kleine Angestellte sich einbilden, Gäste, die dieses freundliche Angebot wahrnehmen wollen, schräg anmachen zu dürfen. - Es zeugt nicht nur von einer unglaublichen Arroganz gegenüber uns Rauchern, sondern auch von einer überaus totalitären Gesinnung, wie wir sie im vergangenen Jahrhundert gleich in zwei deutschen Staaten bis zum bitteren Ende genießen durften.

    Übrigens: Den Staat geht das rein gar nichts an, denn Gaststätten sind in Privatbesitz, so dass allein das Hausrecht der Wirte greift!

    Jürgen

    geschrieben von Jürgen — 05 Jan 2008, 16:54

  3. ich bin zwar erst 16 und rauche auch nicht,aber ich finds auch total übertrieben,wie das in restaurants abläuft.meine mum raucht auch,ich bin davon auch nicht begeistert,aber jeder gastwirt sollte das selbst entscheiden dürfen.und vor diesen ganzen komischen gesetzen gabs auch kaum komplett rauchfreie restaurants.aber jetz auf einmal störts das personal,oder wie?vor allem schneiden die sich alle dadurch ins eigene fleisch,wenn sie die raucher alle vergraulen.in österreich ist es so,dass es dort NICHT-raucher-räume gibt,d.h. die,die der qualm absolut stört,können dahin,und raucher werden nicht diskriminiert!
    lisa

    geschrieben von Lisa — 06 Jan 2008, 12:58

  4. So manche Kellner sollten sich ihr Verhalten den Rauchern gegenüber gut überlegen, denn vergraulte Gäste und leere Lokale brauchen keinen Kellner - aber es gibt ja noch Hartz4 :-)

    geschrieben von Harald — 06 Jan 2008, 16:34

  5. Als Nichtraucher ist es natürlich super. Die Gaststätten werden bald umdenke und seperate Räume einrichten ... Überall ..

    geschrieben von michi — 07 Jan 2008, 08:19

  6. @ michi:

    Das genau ist aber 1. nicht überall gestattet (Bayern z.B. untersagt den Wirten auch das) und 2. nicht überall möglich. Die Wirte kleiner Einraum-Kneipen bleiben so auf der Strecke. Deshalb muss dieser gesetzliche Unfug ganz entschieden zurückgewiesen werden. Es ist ein Eingriff ins Privatrecht und Privatvermögen der Gastronomen, der dem Staat ganz einfach nicht zusteht. - Nichtraucherschutz JA, aber nicht mit Gewalt auch dort, wo niemand gezwungen ist, sich aufzuhalten.

    geschrieben von Jürgen Vollmer — 08 Jan 2008, 00:59

  7. Wenn ich diesen Artikel lese, muss ich schon sagen, dass mich erschreckt, wie erbärmlich und rücksichtlos Menschen werden, wenn es um ihre Sucht und den geliebten Nikotinstengel geht - vor allem, wenn sie das Gefühl haben, man nimmt es ihnen weg. Wie bei einem kleinen Kind, dem der Bagger geklaut wird. Und das Schlimmste ist, dass ich genauso argumentiert hätte, da ich genauso rücksichtlos und armselig war. Versteht mich nicht falsch - ich habe kein Problem damit, wenn neben mir jemand sitzt und raucht, weil ich unglaublich froh bin, dass ich das nicht mehr tun MUSS (denn nichts anderes ist es - eine Sucht. Niemand macht das wirklich freiwillig, wenn er ehrlich zu sich ist!) Letztendlich ist es ein Fakt, dass Nikotin (sei es durch aktiven oder passiven "Genuss") gesundheitsschädlich ist, was die Raucher natürlich ignorieren. Das müssen sie auch, weil sie sich sonst ihrer Dummheit bewusst werden müssten.

    Raucht soviel ihr wollt - gibt schön Steuern in die Staatskasse. Aber dass man jetzt ohne Kopfschmerzen und Gestank aus einer Kneipe kommt, finde ich persönlich wirklich unglaublich angenehm. Ich bin davon überzeugt, wenn es ÜBERALL rauchfrei wäre und es keine Alternativen und Ausnahmen gibt, dann gewöhnen sich die Menschen auch daran. In Irland ist es zum Beispiel überhaupt kein Problem - die Leute gehen raus und gut ist.

    Rauchverbot als einen faschistischen Akt darzustellen empfinde ich im Übrigen als eine Frechheit und signalisiert mir wieder, wie extrem die Nikotin-Sucht den klaren Menschenverstand von ansonsten recht intelligenten Personen einschränkt!

    geschrieben von unknown — 08 Jan 2008, 19:12

  8. Lieber "unknown",

    in der Schule würde Deine Einlassung mit dem Vermerk "Thema verfehlt" als "ungenügend" bewertet. Und das zurecht: Es geht in meinem Beitrag und in diesem Blog nicht um die Frage OB Rauchen ungesund ist oder nicht, sondern allein darum, dass Raucher in Folge der auf allen gesellschaftlichen Ebenen wider besseres Wissen betriebenen Angstpropaganda von selbst ernannten Heilspredigern immer mehr ausgegrenzt, selbstverständlicher Freiheitsrechte beraubt und oft nicht einmal mehr mit einem Minimum an Achtung und persönlichem Respekt behandelt werden. - Die Summe all dieser diskriminierenden Verhaltensweisen von "ganz normalen" Bürgern wie etwa dem Kellner oder Dir, vermag ich nurmehr als das Ergebnis einer vorsätzlich böswilligen Hetzpropaganda wahrzunehmen.
    Deine persönliche Ansicht über die Schädlichkeit des Rauchens sei Dir ja unbenommen. Aber gibt sie Dir - oder dem Kellner - das Recht, Euch ÜBER uns Raucher zu stellen? Gibt sie Euch das Recht, Euch zum Richter über unsere Lebensweisen und Lebensgewohnheiten aufzuspielen und uns vorzuschreiben, was wir wann, wo und wie zu tun oder zu lassen bzw. woran wir uns zu "gewöhnen" haben und woran nicht?
    Das Schlimme ist: Du merkst gar nicht mal, wie faschistoid Dein/Euer anmaßender Anspruch tatsächlich ist, einem Drittel Eurer Mitmenschen vorschreiben zu wollen, wie sie zu leben und was sie zu unterlassen haben.
    DAS genau ist es, was ich durchaus zu Recht als Gesundheitsfaschismus bezeichne und es ist für dieses Euer Verhalten nichts berechtigter und zutreffender, als genau DIESE entlarvende Bezeichung!
    Die von all der grotesken Hasspropaganda nahezu vollkommen verdeckte Wahrheit über Länder wie Irland, wo entgegen den Propagandalügen der Massenmedien nach dem Rauchverbot in Wahrheit Hunderte von kleinen Pubs kaputt gegangen sind, kannst Du gerne auf unserer Webseite www.rauchen-in-hessen.de nachlesen, wenn Dich die Wahrheit überhaupt interessieren sollte (was ich zu bezweifeln wage).
    Aber egal, ob Du Dich für unbequeme Tatsachen interessierst oder nicht: Wir Raucher werden uns nicht länger gängeln und bevormunden lassen, weder durch die volksverhetzende Massenpropaganda der Pharmaindustrie (die sich an ihren diversen Entwöhnungsprogrammen dumm und dämlich verdienen will), noch durch ihre Büttel in Brüssel, Berlin oder Wiesbaden und deren auf dieser gezielten Massenpsychose aufsetzenden "Gesetze", auf die es für mich persönlich nur EINE Antwort geben kann:
    Wehret den Anfängen!
    Dieser Leitsatz gegen neue Formen des Faschismus ist vor dem Hintergrund der aktuellen Raucherhatz so aktuell wie nie!
    Und gegen DIESE werden wir uns zur Wehr setzen, bis das Gespenst des Totalitarismus abermals in die Schranken verwiesen sein wird. Es wird kein Zurückweichen mehr geben, keinen Millimeter mehr.
    Zum Nichtraucherschutz sagen wir JA, aber zur Raucherdiskriminierung ein ebenso entschiedenes und offensives: NEIN, SO nicht mehr mit uns!

    Jürgen

    geschrieben von Jürgen Vollmer — 09 Jan 2008, 16:24

  9. Als Nichtraucher finde ich es recht gut, dass dieses Raucherverbot eingetroffen ist. Ich finde es auch nicht sonderlich schlimm, dass Raucher raus gehen müssen oder in extra Räume müssen. Viele legen sogar Decken raus oder ähnliches. Wenn ich ausgegangen bin, haben meine Sachen immer schrecklich gestunken und ich hatte am nächsten morgen immer Halsschmerzen. Endlich ist das vorbei.

    geschrieben von Sophia — 09 Jan 2008, 18:58

  10. @ Sophia:

    Und wer zwingt Dich in eine Kneipe zu gehen, in der Wirt und Gäste rauchen?

    Die Rauchverbote vergewaltigen den Willen von Rauchern und Gastronomen. Warum begnügt Ihr Euch nicht mit den Betrieben, die sich für Eure Bedürfnisse positionieren? Warum soll uns das Rauchen auch in solchen Kneipen verboten werden, in die DU, liebe Sophia, sowieso nie einen Fuß setzen würdest bzw. in Kneipen, deren Inhaber sich an ihre 90 Prozent rauchende Gäste und nicht an eine Handvoll Gesundheitsapostel wenden will, ja sogar muss, weil er dicht machen müsste, wollte er auf die Scharen von Nichtrauchern warten, die er benötigte, um rauchlos überleben zu können?

    Nein nein, was da läuft ist Faschismus pur und das wird nicht hingenommen werden! - Militante Nichtraucher = gelebte Intoleranz!

    Aber nun werdet Ihr eben lernen müssen, dass Eure Heilspredigten offensiven Widerstand nach sich ziehen und die Bereitschaft zur Rücksichtnahme auf Nichtraucher aufgrund der Anfeindungen tatsächlich den Bach runter gehen wird. - Schade drum, aber wir werden uns Euren Diktaten nicht beugen, NIE, - im Gegenteil!

    Jürgen

    geschrieben von Jürgen Vollmer — 09 Jan 2008, 19:11

  11. Ich bin selbst Raucher und bis jetzt habe ich Glück, dass in meiner Umgebung die meisten Restaurants weder ein Rauchverbot noch einen extra Raucherraum eingeführt haben. Jedoch bin ich auch der Meinung, dass dieses Verbot teilweise viel zu strikt umgesetzt wird, da hauptsächlich auf komplett rauchfreie Gastronomien umgestiegen wird. Nur weil rauchen nicht mehr " zum guten Ton gehört" muss man sich jetzt auf die Straße stellen??

    geschrieben von Luftgucker — 09 Jan 2008, 19:31

  12. Zitat: "Gibt sie Euch das Recht, Euch zum Richter über unsere Lebensweisen und Lebensgewohnheiten aufzuspielen und uns vorzuschreiben, was wir wann, wo und wie zu tun oder zu lassen bzw. woran wir uns zu "gewöhnen" haben und woran nicht?"

    Wer gibt dir denn das Recht, dich über die Interessen und die Gesundheit deiner Mitmenschen zu stellen?? Wer gibt dir das Recht, Nichtrauchern vorzuschreiben, woran sie sich gewöhnen müssen oder nicht, bzw. worauf sie verzichten müssen (Zitat: "Und wer zwingt Dich in eine Kneipe zu gehen, in der Wirt und Gäste rauchen?"). Wer hat denn mehr Rechte? Der Raucher? Mit welcher Begründung? Gewohnheitsrecht?? Ich bitte dich!

    Dass du mit solch heftigen Argumenten kommst (nochmal: einen faschistischen Hintergrund sehe ich da absolut nicht!) , finde ich einerseits bemerkenswert, andererseits erschreckend. Gibt es nichts Wichtigeres, über dass du dich so aufregen kannst? Vorratsdatenspeicherung zum Beispiel ...

    geschrieben von unknown — 10 Jan 2008, 02:11

  13. Du WILLST es nicht verstehen,nicht wahr?

    Dabei ist eigentlich alles ganz einfach: Der Wirt entscheidet und erklärt SEINE Kneipe (ja richtig, es ist KEIN öffentlicher Raum, sondern SEIN Privatbeitz) entweder zur rauchfreien oder zur Raucherkneipe und JEDER Gast hat vorher schon draußen die freie Wahl zu entscheiden, ob er da rein gehen mag oder ob nicht. Ebenso wie ich, wenn ich in eine rauchfreie Gaststätte gehe akzeptieren muss, dass ich dort eben zum Rauchen nach draußen muss, hat auch der Nichtraucher, der sich zum Besuch einer Raucherkneipe entscheidet, zu akzeptieren, dass DORT (und nur dort) eben geraucht wird. Niemand von uns ist gezwungen, in die jeweilige Kneipe rein zu gehen, weder ich, noch Du. Nur dass Leite wie DU fordern, dass gefälligst alle Kneipen nach Euren Wünschen positioniert werden sollen. DAS ist gelebte Intoleranz und in der Vehemenz, mit der diese gefordert und durchgesetzt wird, sehe ich die gleichen miesen Kräfte wirken, wie sie im vergangenen Jahrhundert auch gleich in zwei deutschen Staaten den Faschismus ermöglicht haben. Daher benenne ich das Kind auch genau bei DIESEM absolut trefflichen Namen! Es ist der Totalitarismus, der kompromisslose Verbotseifer, der den deutschen Michel da auszeichnet und weils grad so schön ist, werden die Denunzianten auch gleich noch mit auf den Plan gerufen, zumindest ermuntert, denn endlich sind sie wieder wer!
    Sorry, aber da gibts für mich kein Pardon: Wer sich derart kompromisslos über die Lebensweise anderer erhebt, muss sich den Faschistenvorwurf schon gefallen lassen.

    Zur Vorratsdatenspeicherung oder zum Thema Dicke, Jugendgewalt und und und ...
    Was gibts da noch zu sagen? Dies alles geht in die gleiche Richtung, wie die Verbotsgesetze gegen uns Raucher. DAS werdet Ihr alle noch auf sehr schmerzhafte Weise erfahren. Für mich ist es die unsägliche Geschichte mit den Rauchverboten, wo ich sage: Bis hierhin und keinen Schritt weiter!

    Und das meine ich auch so!

    Jürgen

    geschrieben von Jürgen Vollmer — 10 Jan 2008, 02:27

  14. Gesundheitliche Bedenken etc. mal dahingestellt: Ich finde, es kann nicht sein, dass man hunderte Jahre in Restaurants etc. rauchen konnte wie man wollte und man jetzt innerhalb weniger Wochen oder Tage als "Abschaum" behandelt wird. Es ist immer schlecht, egal um was es geht, es abrupt abzubrechen.
    Genauso müsste man hingehen und in Discotheken leisere Musik spielen, weniger Lichteffekte machen und keinen harten Alkohol ausschenken.
    Auch wenn ich schon immer Nichtraucher bin, finde ich, geht man momentan zu stark ins Gericht mit den Rauchern.

    geschrieben von Martin — 10 Jan 2008, 13:01

  15. Jeder sollte seine Gelüste ausleben dürfen. Die beste Lösung wäre ein Raucher und ein Nichtraucher Teil. Toleranz sollte Beidseitig da sein...

    geschrieben von coco — 10 Jan 2008, 13:50

  16. @unknown
    "Wie bei einem kleinen Kind, dem der Bagger geklaut wird."
    Sie finden's also völlig Ok, einem Kind den Bagger zu klauen? Also, für mich ist das Diebstahl und der Protest völlig legitim.
    Wer Wirte und kleine Kinder enteignet hat auch sonst keinen Respekt vor seinen Mitmenschen.
    Den Rest denk' ich mir ...

    geschrieben von Stefan — 11 Jan 2008, 01:28

  17. Was für Unterstellungen? Ich bin faschistoid , intolerant und befürworte die Enteignung von Kindern. Geht's noch???

    Das habe ich doch niemals gesagt - aber man kann natürlich alles fehlinterpretieren, wenn man möchte und oftmals meine Beiträge nicht mal richtig durchgelesen werden. Wieder mal ein schönes Beispiel für das Kommunikationsmodell von Schulz von Thun...

    Die Vehemenz, Argumentation und Vergleiche, die hier aufgrund von Rauchverbot gestellt werden, finde ich persönlich ziemlich übertrieben. Aber jedem seine Prioritäten...

    geschrieben von unknown — 11 Jan 2008, 21:27

  18. Mit Süchtigen kann man nicht (über ihre Sucht) diskutieren. Da setzt der Verstand aus. Dieser Blog beweist es.

    geschrieben von Carol — 13 Jan 2008, 12:19

  19. @ carol:

    Mit dem anmaßenden und beleidigenden "Argument", jeder der gegen die Unterdückung der Raucher eintritt sei "süchtig" und von daher erübrige sich sowieso jede Diskussion, entziehen sich militante Nichtraucher jeder sachlichen Diskussion und setzen sich - was auch immer der Andere vorbringt - IMMER ins Recht.

    Diese Haltung kommt der kollektiven Entmündigung des politischen Gegners gleich und die aus solcherart Totalitarismus hergeleitete moralische Legitimation, über die Interessen von Rauchern einfach hinwegwalzen zu dürfen, mündet ohne Umwege geradewegs in eine perfiede Diktatur, die dem Faschismus des letzten Jahrhunderts allen qualitativen Unterschieden zum Trotz vor allem von der propagandistisch verbreiteten Denkweise her in vielerlei Hinsicht gleicht!

    Gott bewahre uns davor, dass sich Menschen Deiner Geisteshaltung tatsächlich durchsetzen und diesen unsäglichen Gesundheitsfaschismus dauerhaft in unserem Lande installieren können.

    Die diktatorische Welt jener "Bessermenschen" baut auf Unterdrückung und Diskriminierung Andersdenkender auf und unterscheidet sich nur marginal von dem menschenverachtenden Totalitarismus des 20. Jahrhunderts.

    DEM gilt es sich in aller Entschiedenheit entgegen zu setzen und das werde ich - versprochen - bis zum letzten Atemzug tun.

    Jürgen

    geschrieben von Jürgen Vollmer — 13 Jan 2008, 14:34

  20. Man sagt das wir mit der Zeit immer tolenanter werden, siehe Homosexuelle, Aufklärung ect. Aber ich glaube das alles nur noch ein riesiger Käfig ist, wo eine Erlassung der anderen folgt, der Respekt unseren Mitmenschen gegenüber total verloren geht und jeder seinen eigenen Deprie vor sich hin schiebt. Früher haben wir uns nicht alles gefallen lassen, haben als Volk zusammengehalten und sind auf die Strasse gegangen um zu rebellieren. Heute lässt man seine Wut am Nachbarn aus und verkümmert innerlich. Wir zahlen die Steuern und haben Mitbestimmungrecht. Aber gut lasst uns lieber leise schreiben, damit uns keiner hört.

    geschrieben von ric — 14 Jan 2008, 14:24

  21. Bestraft wird man eh erst ab Juli 08. Ich denke nicht, dass das Gesetz Anwendung finden wird.

    geschrieben von Jackson — 14 Jan 2008, 18:07

  22. Ich selber bin auch Raucher und tolleriere das Gesetz. Jedoch sollten Gaststätten Raucherbereiche einführen, bin ich der Meinung. Ich kenne viele Nichtraucher, die traurig darüber sind das in Kneipen und Discos nicht mehr geraucht werden. Es hatte sie nie gestört und irgendwie gehört es auch dazu. Aber sicherlich muss man auch an Kinder denken, wenn man mit ihnen mal in ein Restaurant will.

    geschrieben von UMTS — 15 Jan 2008, 11:17

  23. Bei uns in der Gegend haben schon die ersten Restaurants (wenn auch wenige) eigene Raucherbereiche eingeführt.

    geschrieben von Prepaid — 15 Jan 2008, 13:24

  24. Mir tun die armen Wirte leid, denke das der Umsatz beachtlich schmelzen wird. Für Raucher gehört die Zigarette zur Gesseligkeit einfach dazu.

    geschrieben von luis — 18 Jan 2008, 14:13

  25. Man kann doch erwarten, dass andere nicht in Geschlossenen Räumen rauchen, oder ???

    Ich Rülpse denen ja auch nicht in das Gesicht und das ist nicht Gesundheitsschädlich.

    geschrieben von susanne — 04 Feb 2008, 21:30

  26. Man kann doch wohl erwarten, dass Menschen, die nicht mitrauchen wollen, lesen können und eine nach dem erklärten Willen von Wirten und Rauchern zur Raucherkneipe deklarierte Gaststätte meiden.
    Es ist mir unbegreiflich, wie einige militante Nichtraucher (zum Glück sind sie in der Minderheit) für sich in Anspruch nehmen können, dass sich Gott und die Welt gefälligst nach IHREN Vorstellungen zu richten hat, auch Wirte und Raucher in Kneipen, an denen diese Antis unerwünscht sind und wenn es nach mir ginge zu ihrem Schutz sogar Lokalverbot bekommen würden.
    Selbstverständlich wird in Raucherkneipen auch in Zukunft geraucht werden, die Frage ist allein, ob dies legal geschehen kann oder ob wir zur Wahrnehmung dieses absolut selbstverständlichen Freiheitsrechts erst totalitäre und daher unbeachtliche Gesetze übertreten bzw. austricksen müssen, - Stichwort: "Clubbildung".

    Fakt ist: Egal, ob der Gesetzgeber das "erlaubt" oder nicht: Wir werden uns von einer Handvoll durchgeknallter Gesundheitsfanatiker nicht verbieten lassen, wie oder was wir zu tun oder zu lassen haben - wir würden diese Wahnehmung selbstervständlicher Freiheitsrechte aber vorzugsweise LIEBER im Einklang mit gesetzlichen Regelungen tun!

    Wirds uns verboten ist eben Widerstand angesagt.

    Jürgen

    geschrieben von Jürgen Vollmer — 04 Feb 2008, 22:36

  27. Na, "Javaaaaaaahnsinn",

    im Verliererforum vom "Netzwerk Rauchen" wolltest Du es ja nie wahrhaben: Es hat sich ausgeraucht. Schluß. Ihr seid da, wo Ihr hingehört: Draußen. Und das ist sehr gut so.

    geschrieben von Nichtraucher — 07 Feb 2008, 23:12

  28. Ach wie nett, lieber Nichtraucher, mal wieder was von DIR zu hören. Hab Deine unmaßgeblichen Kommentare doch echt schon vermisst! ;-)
    DRAUSSEN werdet letztlich IHR sein, die Ihr Euch anmaßt, anderen Eure Lebensweise vorschreiben zu wollen. Der Schritt über anfangs noch möglich gewesene Kompromisse der Vernunft hinweg war EINER zuviel.
    Wir werden Euch durch die Scheiben zuwinken, wenn Ihr an unseren Clubs vorbeigeht, weil in der Stadt nirgendwo mehr was los ist, - versprochen! ;-)
    Und wenn Du gaaanz lieb Bittebitte machst, darfst vielleicht auch mal auf ein Bierchen reinkommen dann, aber NUR dann.

    Jürgen

    geschrieben von Jürgen Vollmer — 07 Feb 2008, 23:29

  29. > Und wenn Du gaaanz lieb
    > Bittebitte machst, darfst
    > vielleicht auch mal auf ein
    > Bierchen reinkommen dann,
    > aber NUR dann.

    Sehr nett, vielen Dank. Will ich aber gar nicht. Der Spaß mit Euren Clubs sei Euch für ein paar Monate gegönnt. Danach wird einer nach dem anderen als verkappte Gaststätte ohne Konzession geschlossen. Glaubst Du nicht? Vor einem Jahr hättest Du auch nicht geglaubt, wie weit wir heute schon sind. Selbst bei Euch im Verliererforum macht sich doch eine extrem deprimierte Stimmung breit. Immerhin ist bei einigen also noch ein gewisser Realitätssinn da. Ihr habt verloren - auf ganzer Linie.

    geschrieben von Nichtraucher — 07 Feb 2008, 23:34

  30. Vergisses!

    Bevor ich den Kampf um die vom neuen, klammheimlich sich unter der Schützenhilfe massiver Medienpropaganda aus dem Staub erhebenden Faschismus gewürgte Freiheit verloren geb, muss mir erst die Hand abfaulen, mit der ich meine Zigarette halten kann. Ganz im Geiste und in der Tradition großer Staatsmänner wie etwa Helmut Schmidt, den Euer Gekläff nicht juckt, Recht hatter.

    Und soviel steht fest: Wir WERDEN weiterrauchen, lieber zwar mit, aber notfalls auch ohne den staatlichen Segen dazu.

    Die von Deinesgleichen versuchte Errichtung einer Gesundheitsdiktatur wird jedenfalls scheitern. Die kannst getrost gleich wieder in die Tonne kloppen, - sonst machen wirs, versprochen! ;-)

    Jürgen

    geschrieben von Jürgen Vollmer — 08 Feb 2008, 00:02

  31. Das mit der Hand wird schwierig - beim (Raucher-)Bein könnte es eher reichen. Im übrigen zeigt ein kurzer Blick auf die Realität, wessen Idee scheitern wird - oder besser: schon gescheitert ist.

    geschrieben von Nichtraucher — 08 Feb 2008, 07:51

  32. Das denke ich auch. Es liegt auf der Hand welche Idee keinen großen Zuspruch hatte :) Ich bin schwach und muss zugeben, dass ich das Rauchen durch die stattlichen Änderungen aufgegeben habe :/ aber ich werde es wohl nicht bereuhen!

    geschrieben von Tony — 13 Feb 2008, 12:37

  33. Das Nichtrauchergesetzt ist wohl für beide seiten nervig mich stört es zu der Nichtraucher minderheit zu gehören und andauernd diese eingelegten Raucherpausen akzeptieren zu müssen dann gehen sie wieder vor die Tür und unsereiner sitzt da wie bestellt und nicht abgeholt ;)

    geschrieben von Mike — 13 Feb 2008, 13:50

  34. Ich finde das Verhalten der Restaurants genau richtig. Wo ist denn das Problem, wenn die Drogenabhängigen vor die Türe gehen und die normalen Menschen nicht belästigen?

    geschrieben von Olli — 19 Feb 2008, 11:59

  35. Schneeadler deine Worte bewegen mich!
    Nun zuerst war ich als Raucher natürlich nicht sehr begeistert vom Rauchverbot, klar, keine genüsslichen Cafebesuche mehr, keine Zigarette mehr nach dem Essen im Restaurant. Doch als ich dann darüber nachgedacht habe, habe ich meine Meinung geändert. Ich lebte in dem Glauben mit dem Rauchverbot würde sich nun alles ändern, vor allem mit dem Entstehen der Raucherclubs. Das Beschimpfen und die Erregnis über uns Raucher würde ein Ende haben, schließlich würde das Rauchen abgeschafft werden in öffentlichen Stätten und für uns Raucher würden sich eigens für uns Clubs ansiedeln. Umso entsetzter bin ich, das die Hetz jetzt erst richtig los geht. Raucherclubs werden als Gesetzeslücke angesehen, als nicht akzeptabel. Ich muss zugeben das ich es einfach nicht verstehe! Warum interessiert es die militanten Nichtraucher was ich in den eigenen 4 Wänden meines Clubs rauche oder nicht rauche?
    Bisher ist mir dazu nur eine mögliche Erklärung eingefallen. Was tun wenn
    wenn eben alle Freunde eines Nichtrauchers auch weiterhin rauchen wollen und dafür nun eben solche Örtlichkeiten aufsuchen? Er geht natürlich mit! Also sind wir Raucher eben wieder die bösen, schließlich zwingen wir ihn ja zu diesem menschenvernichtenden Akt!
    Mach weiter so!!!

    Grüße Emu

    geschrieben von Emu — 23 Feb 2008, 13:25

  36. Hallo Emu,

    genau DAS ist das Ding bei der Sache: Es geht längst NICHT mehr um den "Schutz" der EINEN, schon lange nicht mehr, sondern einzig und allein nur noch um die möglichst effiziente Bevormundung und Unterdrückung der ANDEREN. Und genau dazu ist den militanten Verfechtern der Rauchverbote und ihren Helfershelfern in Politik und "Forschung" keine Propagandalüge mehr zu schade, solange sie denn der Perfektionierung von Gängelei und Ausgrenzung von uns Rauchern dienlich ist. Die Zeit der netten, beschaulichen Reden ist vorbei: Was hier läuft ist soziale Brandstiftung, ist von der Dimension her längst zum Krieg mutiert, zu einem vermeintlich heiligen Krieg zwischen "richtig" oder "falsch", "Gut" oder "Böse", Schwarz oder Weiß.

    Es ist an der Zeit, dass wir Raucher unsere Sprache und unsere Fähigkeit zu adäquatem Handeln wiederfinden - und unsere Reaktion auf die gegen uns eröffnete Hatz KANN nicht darin bestehen, uns zu verbeugen und für die uns von kranken Hirnen zugedachten Schikanen auch noch artig zu bedanken.

    Es ist vielmehr Zeit, dass wir uns endlich erheben und uns unser gutes Recht wieder NEHMEN, das Recht, das man uns geraubt hat, unser Recht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit und was noch viel wichtiger ist: Unsere Würde!

    Die Gesundheitstaliban werden uns dieses Recht nicht mehr freiwillig zurück geben. Wir müssen es uns schon selber nehmen, aktiv nehmen, sonst wird die Bevormundung und Gängelei solange weiter gehen, bis wir uns bei all diesen selbst ernannten Bessermenschen auch noch für jede einzelne Tofu-Blähung bedanken, die ihrem so erbärmlich selbstgefälligen Dasein entströmt.

    Ein so genanntes "Gesetz", das vorsätzlich den sozialen Frieden zerstört und Minderheiten zu Freiwild deklassiert, IST kein Recht und deshalb auch nicht respektabel, geschweigedenn etwa beachtlich.

    Wenn mir ein militanter Nichtraucher schräg kommt, ich solle meine Fluppe ausmachen, das schwöre ich bei allem, was mir heilig ist, werde ich von jetzt an umgehend eine zweite und eine dritte und wenn das noch nicht reicht, sogar noch eine vierte Fluppe anstecken und allesamt gleichzeitig abrauchen und seis drum: Auch dann, wenn mir dabei schlecht wird!

    Das ist die Antwort, die dieses hysterische und faschistoide Volk verdient hat und ich WERDE diese Antwort von jetzt an geben. Die Zeiten sind ein für allemal vorbei, da ich gesenkten Blickes Worte der Entschuldigung stammelnd jener armen, schutzbedürftigen Spezies gegenübergetreten bin: 38 Jahre stest umsichtsvoller Rücksicht sind genug! Von jetzt an lasse ich mir meine Würde nicht mehr rauben von den ewigen Heilspredigern dieser Welt, - ES IST GENUG!

    Von jetzt an werde ich MEINE Interessen wieder offensiv durchsetzen und leben und mich dafür nicht mehr länger hinter falsch verstandener Rücksicht verstecken!

    Macht mit!

    Rauchige Grüße,

    Jürgen

    geschrieben von Jürgen — 24 Feb 2008, 04:34

  37. Also du schreibst ja schon fast, als wäre das Rauchverbot ein Volksverbrechen. Hast du mal als Nichtraucher ber die sache Nachgedacht?

    Da könnte man genau so sagen, dass wir Nichtraucher die ganzen Jahre bis jetzt immer genötigt wurden, in den Lokalen "mitzurauchen". Jetzt wendet sich das Blatt halt, und das Rauchen in den Räumen wird verboten bzw. Raucher und Nichtraucher werden räumlich getrennt. Und dabei meine ich nicht, dass der Raucherbereich 5m entfernt vom Nichtraucherbereich ist, sondern die räumliche Abtrennung, also so richtig mit geschlossener Wand und Tür dazwischen.

    Wenn man nun unbedingt einen Stengel ziehen will, muss man sich halt in diesen "Schauraum" ;) setzen, oder halt raus gehen. Das finde ich nur fair allen gegenüber.

    Mann muss auch immer an die Gegenseite denken...

    geschrieben von Markisen — 28 Feb 2008, 15:36

  38. Ich rauche auch nicht aber mich hat es eigentlich immer gestört wenn einer neben mir saß und sich eine nachem anderen sich rein gequalmt hat. Das Problem war es gab keine Rauchfreien zonen und das fande ich voll blöd deswegen finde ich es auch gut das es jetzt überal verboten wird und weniger rauchen ist auch nicht schlecht.

    geschrieben von Stokke Tripp Trapp — 29 Feb 2008, 09:39

  39. Ob ein Gastwirt einen Raucherraum einrichtet oder nicht, ist ja wohl dessen Entscheidung...

    Meine Meinung:
    Zum Pinkeln geht man aufs Klo und zum Rauchen vor die Tür. Das hat nichts mit "Freiheitsrechten" zu tun.

    geschrieben von Hans Asperger — 03 Mär 2008, 22:07

  40. Bei uns in Quebec (Kanada) ist es üblich, dass in Restaurants nicht geraucht wird. Da regt sich eigentlich niemand darüber auf, auch Raucher nicht. Es geschieht aus Respekt vor dem Wunsch der anderen, den Tabakrauch nicht einatmen zu müssen. Auch der Kinder. Hier legt man auch größeren Wert auf Barrierefreiheit: auch Asthmatiker und Menschen mit anderen Allergien sollen ins Restaurant gehen können.

    geschrieben von Federique Canadier — 04 Mär 2008, 04:10

  41. Ich bin auch Nichtraucher und finds natürlich schon angenehm mal nach dem Weggehen oder Essen nicht zu riechen wie ein Aschenbecher. Übertrieben find ich aber teilweise die Reaktionen der Nichtraucher. Schon am Bahnhof der im Freien ist werden die Raucher unfreundlich angemault... Ich finde das nicht in Ordnung, v.a störts an der freien Luft doch eigentlich niemanden...

    geschrieben von Laura — 04 Mär 2008, 15:27

  42. Finde ich auch. An der freien Luft stört es mich auch nicht, aber oft halten sich die Raucher nichtmal an das Rauchverbot in Restaurants oder in Discos... Und was Herr Beckstein jetzt wieder vor hat (das Rauchverbot-Gesetz in Bayern wieder lockern) finde ich auch ziehmlich schwach von dem...

    Es wird also wieder beim ewigen Hin und Her bleiben :(

    MfG Mark

    geschrieben von MarkIsen — 07 Mär 2008, 09:56

  43. Zuerst: Mich hats beim durchlesen wirklich gefreut, dass ich Nichtraucher bin :-). Jetzt zum Blogpost: Ich finde es erstaunlich, wie manche Gastwirte mit ihren Gästen umsppringen und sich dann ein halbes Jahr danach wundern, wenn sie ihren Laden dicht machen müssen. Gerade bei Gastwirtschaften ist doch Mundpropagande das A und O. Allerdings kenne ich auch wirklich kein Lokal in meiner Nähe, das Räume für Raucher anbietet...

    geschrieben von Andi — 10 Mär 2008, 17:24

  44. Hi,

    ich bin hier zufällig gelandet und bin entsetzt über den Artikel. Was soll gut daran sein, abends in einem Restaurant zu sitzen und Menschen und Kindern todbringenden Qualm aber auch sowas von direkt ins Gesicht zu pusten. Ich habe noch nie geraucht und ich weiß nicht, was toll daran sein soll. Gegen das Rauchen anzugehen ist jedes Mittel recht, auch mit Verboten oder Satire oder immerdauerndes Daraufhinweisen. Nichtrauchern fehlt da jedes Verständnis

    Benni

    geschrieben von Benni — 12 Mär 2008, 21:40

  45. Jeder Mensch fordert mit irgendeinem Verhalten immer mal wieder die Toleranz seiner Mitmenschen heraus. Wenn wir dies immer durch Verbote regeln, dann stirbt die Toleranz. Und wenn die Toleranz stirbt, dann verwandelt sich die Gesellschaft in ein Monstrum, das all die frisst, die sich ihre Individualität bewahren wollen. Das Rauchverbot ist ein großer Schritt in diese Richtung. Aber die Geister, die man ruft, wird man nur schwer wieder los.
    Welche "Geister" das sind, konnte man heute bei Süddeutsche.de lesen

    Ein Nichtraucher Zitat:"Aber wenn wir Nichtraucher eine Mehrheit zustande bekommen, dann ist Sense mit der Fluppe im Schnabel. So läuft es. Machen sie sich schon mal auf den Entzug gefasst."

    Darum finde ich diesen Blog hier sehr wichtig und kann den Betreibern nur viel Glück und Erfolg wünschen. Es hat mir Spass gemacht, hier zu sein und ich werde regelmässig vorbeischauen.

    Gruss

    Alex

    geschrieben von alex — 13 Mär 2008, 01:07

  46. das muss ich alex schon rechtgeben, Toleranz ist nie verkehrt.
    Diskusionen mit intoleranten Nichrauchern enden aber meist mit Unhöflichkeiten, da kann man wohl nix machen.

    geschrieben von Renè — 13 Mär 2008, 16:20

  47. Hallo in die Runde,

    ich zitiere mal das von Alex dankenswerterweise hier eingebrachte Zitat des "Nichtrauchers" aus der Süddeutschen:

    "Ein Nichtraucher Zitat:"Aber wenn wir Nichtraucher eine Mehrheit zustande bekommen, dann ist Sense mit der Fluppe im Schnabel. So läuft es. Machen sie sich schon mal auf den Entzug gefasst."

    DAS sagt eigentlich schon alles! Derart vernagelten, hochgradig fanatisierten Heilspredigern geht es mitnichten um den wohlberechtigten "Schutz" von Nichtrauchern, sondern einzig und allein ums schulmeisterliche Bevormunden und Gängeln von Allen, die "Anders" sind, denken und handeln, als Ihre Hochheiligkeit selbst.

    In einer Welt, in der solche freiheitserstickenden Fanatiker das Sagen haben, das sei hier hoch und heilig versprochen, werde ich lieber zum Anarchisten, als mich dem spießbürgerlichen Diktat dieser erbärmlichen "Oberschicht"-Egomanen, jemals zu beugen, es sind Gesundheitsfaschisten übelster Prägung!

    Denen gilt es Widerstand entgegenzusetzen und zwar aufs Entschiedenste, bevor sie unsere Welt abermals in Brand setzen - und sie werden nicht zögern dies zu tun, wenn wir es nur zulassen ...

    Grüße, Jürgen

    geschrieben von Jürgen Vollmer — 13 Mär 2008, 20:28

  48. Eine großartige Diskussion um ein Thema welches keiner Diskussion bedarf.
    Nach 4 rauchfreien Jahren kann ich jedem Raucher nur den Tip geben, für mindestens 3 Monate mit dem Rauchen aufzuhören. Wenn man sich und seine Umwelt in dieser Zeit aufmerksam beobachtet - hat sich jede Diskussion über diese Thematik erübrigt.

    geschrieben von Bernhard — 14 Mär 2008, 14:09

  49. Aus gegebenem Anlass:

    Blogs wie dieses locken - damit war ja zu rechnen - leider stets auch allerhand Gesindel an, lichtscheue Kasperl, die sich offenbar dazu berufen fühlen, ihr tagwerkliches Bäuerchen in Gestalt beleidigender Hirnblähungen in die Blogs wildfremder Menschen zu kübeln.

    Auch dieses Blog wurde wiederholt Ziel der Ergüsse solch' bedauernswerter Geschöpfe und wird dies wohl auch in Zukunft sein.

    Wir werden solchen Unrat stets umgehend löschen - keine Frage - und die Besucher unseres Blogs vor dem geistigen Unrat solcher Hirnkasperl bewahren, - sie sind und bleiben hier unerwünscht!

    Jürgen Vollmer

    geschrieben von Jürgen Vollmer — 30 Mär 2008, 03:01

  50. also ich bin auch raucher und fühle mich echt manchmal ganz schön diskriminiert wegen dem ganzen rauchverbot...ich akzeptiere das ja alles, aber dann sollen sie seperate räume einrichten und so weiter so dass alle was davon haben, aber nicht so was!!!!

    geschrieben von Georg — 08 Apr 2008, 17:17

  51. Ja das ist natülich heftig.
    Aber das beim Essen ein Rauchverbot besteht ist eigentlich ganz vernünftig.
    Man sollte die Nicht raucher auf jeden Fall nicht beabsichtigt belästigen.

    geschrieben von daniel — 11 Apr 2008, 19:39

  52. Also der eben durchgelesene Beitrag erschreckt mich etwas, dass die Restaurants deutlich lehrer sind als vorher, das merkt glaub ich fast jeder. Deshalb verstehe ich es auch nicht dass extra Raucherräume eingerichtet werden. Der Kellner sollte meiner Meinung nach dem Kunden entgegenkommen anstatt mit solchen Antworten zu agieren. Ich selbst bin nichtraucher und möchte den Rauch beim essen nicht unbedingt in mein Essen geblasen bekommen, ansonsten stört es mich auch nicht weiter und der Fett Gestank aus der Küche ist Meiner Meinung auch nicht besser. Außerdem ist es nervig als Minderheit (also Nichtraucher) jedesmal mit vor die Türe zu gehen, denn allein am Tisch sitzen zu bleiben ist auch keine Alternative!

    geschrieben von free sms — 14 Apr 2008, 20:54


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