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Das Astrowetter-Blog

Neues aus Absurdistan

Kultur + Freiheit — geschrieben von schneeadler @ 17:43

Der Verbotswahn glüht munter weiter - eine Polemik

Nach den Rauchern und den Dicken sind jetzt auch Diskotheken und Orchester ins Fadenkreuz gesundheitsministerialer Landespolitiker mit Blockwart-Mentalität sowie hyperaktiver EU-Kommissare geraten. Wie die Tagesschau in ihrer Online-Ausgabe vom 20.05. berichtet, plant der Bayerische Gesundheitsminister Werner Schnappauf bundesweit ein gesetzliches Verbot lauter Disko-Musik anzustoßen. Und nach einem Kultur-Report-Bericht des MDR sieht eine neue EU-Richtlinie zum Lärmschutz am Arbeitsplatz ab Sommer 2007 eine "Lärmgrenze" für Orchester vor. Wird sie tatsächlich umgesetzt, wird man sich fortan Mozart oder Puccini nur noch per Kopfhörer in einer Lautstärke und Klangtiefe anhören können, die diese Werke erst zum musikalischen Erlebnis werden lässt. 

Jaja, ich weiß schon: Das ist alles völlig korrekt so, denn man darf nunmal nicht zulassen, dass sich die Menschen systematisch gesundeits- und damit nunmal auch volkswirtschaftsabträglichen Vergnügungen hingeben.

Lust- und lebensfremder könnten die neuerlichen Verbotsvorstöße freilich kaum sein und man fragt sich unwillkürlich, wie lange es wohl noch dauern mag, bis es letztendlich auch verboten sein wird, nach 22 Uhr etwa noch zu lesen oder TV zu schauen, denn schließlich ist der Schlaf vor Mitternacht - das ist wissenschaftlich erwiesen - der Gesündeste und außerdem kommt die so erzielbare Verminderung der persönlichen CO2-Bilanz unserem leidgeprüften Klima zu Gute!

Gehts noch? Der gegenwärtige Gesundheitswahn demaskiert sich immer mehr zu dem was er bei wachsamem Blick hinter die Kulissen des parlamentarischen Bürokratismus eigentlich schon lange darstellt: Ein aufgeblasenes, hoch groteskes, bis ins innerste Mark hinein faschistoides Bevormundungs- und Verbotsgespinst mit dem fragwürdigen Ziel der Ehelichung einer von unkontrolliert ins Kraut schießenden Großkonzernen angestrebten Konsumdiktatur!

Und was das Schlimmste ist: Nicht nur drittklassige Hinterbänkler, sondern auch hochkarätige Vertreter des bundesdeutschen Parlamentarismus machen sich mit Eifer immer wieder gern zum dankbaren Laufburschen der unsäglichen, in weiten Teilen völlig überflüssigen EU-Bürokratie und helfen so munter dabei mit, den Weg in einen lustfeindlichen und freudlosen Verband europäischer Kontrollstaaten zu ebnen.

Damit wir uns nicht falsch verstehen: Wie schon die Raucherdebatte mehr als drastisch vor Augen geführt hat, spielen ALLE "demokratischen" Parteien - und zwar ausnahmslos - jenes gezinkte Blatt. Allein die Akzentsetzung unterscheidet sich noch geringfügig voneinander.

Ein altes Sprichwort sagt: "Nur die dümmsten Kälber wählen ihren Metzger selber". Auf die aktuelle Situation in der Politik übertragen führt mich dies persönlich zu der Konsequenz: Ich kann und will nicht länger immer wieder "das kleinere Übel" wählen und so diesen geballten Wahnsinn auch noch legitimieren. Wie ichs auch drehe und wende, ich komme immer wieder zu dem Schluss: Wählbar ist in diesem unserem Lande in meinen Augen inzwischen KEINE Partei mehr, - schon lange nicht mehr!

Freiheitsliebenden Menschen dürften eingedenk dieser Entwicklungen auf Dauer wohl nur zwei Alternativen bleiben: Entweder man wandert in liberal gebliebene Staaten aus oder man stellt sich dem immer nachhaltiger um sich greifenden Verbotswahn mit allem Nachdruck entgegen, verweigert den selbstgefälligen "Machern" konsequent jedwede Unterstützung und bemüht sich durch Vernetzung mit überparteilichen, demokratischen Kräften durch Aufklärung eine möglichst breite Gegenöffentlichkeit zu schaffen und diese der allgegenwärtigen Massenpropaganda des Verbotsstaats kategorisch entgegenzuetzen.

Man sollte sich allerdings nicht zuviel erwarten: Die Chancen, dass der deutsche Michel die Kurve noch einmal kriegen wird, stehen doch eher schlecht ... ;-(

Grüße Jürgen


Blog, die Zweite ...

Allgemein — geschrieben von schneeadler @ 01:03

Welch' unschöne Überraschung: Mal eben 10 Tage war der erste "Astrowetter-Blog" ONLINE, da segelte die Botschaft des Betreibers in den Mailkasten, man müsse wegen eines Software-Updates den Blog-Account leider deaktivieren. Zwar könne man sich sogleich wieder neu anmelden, das Blog könne aber erst nach einer mehrtägigen Umbauphase wieder neu in Betrieb genommen werden. - Keine 10 Minuten nach Eingang dieser Nachricht ward das Blog nicht mehr ...

Nun muss ich gestehen, dass ich in Sachen Blogwesen noch blutiger Newbee bin und absolut keine Ahnung habe, wie ich mir sowas selbst programmieren könnte, - noch nicht.

Verärgert ging ich daher in den Tiefen des Web auf die Suche nach einem adäquaten Ersatz-Blog. Dass ich das hübsche Bildchen vom samtroten Mars nochmal irgendwo wiederfinden würde, schien mir schon aus copyrechtlichen Gründen höchst fraglich, aber ich wollte zumindest danach gesucht haben, bevor ich mich womöglich mit einem ganz anderen Design würde abfinden müssen.

Die Suche hat sich - oh Wunder - tatsächlich gelohnt: Durch einen glücklichen Zufall fand ich völlig unerwartet nach zwei Stunden tatsächlich noch einmal exakt den softwaretechnisch gleichen Blog mit dem selben Design, wie ich es mir vor 10 Tagen als Template für den ersten Astrowetter-Blog auserwählt hatte.

Und weil ich von meinem seinerzeitigen Eröffnungseintrag "Die Erde ist keine Scheibe" glücklicherweise sogar eine Sicherungskopie angelegt hatte, kann ich den verlorenen Blog nun wieder beinahe im alten Glanz neu eröffnen.

Was fehlt, sind die zwischenzeitlich eingegangenen Kommentare, zuletzt fünf an der Zahl, und auch ein Teil der bereits eingerichteten Verlinkungen von Fremdseiten läuft zur Zeit noch ins Leere, denn mit dem Anbieter hat sich natürlich auch die Webadresse meines Blogs geändert. Passen Sie daher bitte Ihr Lesezeichen auf die neue Blog-Adresse an.

Und so bleibt mir fürs Erste nur, Sie nunmehr zum zweiten Mal herzlich willkommen zu heißen im bereits zweiten Astrowetter-Blog binnen 10 Tagen. Viel Spaß beim Lesen und - vielleicht - ja auch kommentieren.

Herzlichst,

Ihr Jürgen Vollmer 


Die Erde ist keine Scheibe ;-)

Kultur + Freiheit — geschrieben von schneeadler @ 00:54

... und es ward Blog!

Die Erkenntnis, dass die Welt nicht nur aus Sonne, Mond und Sternen und auch nicht nur aus dem Glitzerwerk der bevorzugten persönlichen Wahrnehmung besteht - in meinem Fall also aus Wolken, Wind und Wetter - ist zwar nicht neu, wohl aber die Perspektive, durch ein Weblog virtuelle Brücken schlagen zu können, Brücken, die nicht nur Himmel und Erde miteinander verbinden, sondern auch Menschen und ihre verschiedenen Sichtweisen zu all' den Dingen, die unser Leben meist doch recht lebenswert machen.

Ansporn zur Eröffnung dieses Weblogs war für mich das wachsende Unbehagen, das immer nachdrücklicher in mein Bewusstsein drängende Ohnmachtgefühl, das mich befiel, als ich mich unlängst unversehens inmitten einer geräuschvoll inszenierten Treibjagd wieder fand, der Treibjagd auf eine gesellschaftliche Gruppe, der ich mich seit Jahrzehnten verbunden fühle, eine Verbundenheit, die sich längst zum prägenden Bestandteil meines persönlichen Lebensgefühls fortentwickelt hat und die ich nicht mehr missen möchte. Und genau diese Gruppe, MEINE Gruppe, scheint nun also seit Monaten allenthalben und öffentlich zum Abschuss freigegeben worden zu sein. - Sie haben’s erraten: Ich bin Raucher!

Als solcher pflege ich seit drei Jahrzehnten stets um- und rücksichtsvoll mit all meinen lieben Mitmenschen zu verkehren, geborgen in der freundlichen Akzeptanz eines intakten, sozialen Gefüges. Auch die Begegnungen mit Wegbegleitern, die den aromatischen Duft meiner Selbstgedrehten weniger prickelnd empfinden als ich, waren in all der Zeit immer von gegenseitigem Respekt und persönlicher Achtung geprägt, so dass sich auch immer gemeinsam tragbare Kompromisse finden ließen, die den Interessen beider Seiten gerecht wurden und die Integrität und Würde des jeweils Anderen niemals in Frage stellten.

Neuerdings ist jedoch alles ganz anders: Die Welt steht mit einem Mal Kopf und das Leben wird Rauchern wie mir, immer schwerer gemacht. Nicht etwa von meiner lieben Familie und auch nicht von meinen zahlreichen Freunden und Bekannten, von denen kaum jemand raucht, sondern von einer Handvoll lautstarker, hysterischer Aktivisten und selbsternannter Heilsbringer, die es sich auf die Fahnen geschrieben haben, die Welt von dem als Verkörperung des Bösen schlechthin ausgemachten Übel der Raucherschaft auf allen gesellschaftlichen Ebenen zu "befreien", - die Endlösung der Raucherfrage gewissermaßen ...

Unterstützung in diesem sinnschrägen Trachten erhielt jene Spezies alsbald von namenlosen parlamentarischen Hinterbänklern, die plötzlich ihre Chance witterten, sich mangels vernunftgetragenen Konzepten zur Bewältigung der großen gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit, durch lauthals verkündete, populistische Ablenkungsmanöver hervorzutun, indem sie vor dem Hintergrund der ausgerufenen Treibjagd auf die Raucherschaft medienwirksam parlamentarische Verbotsinitiativen zu fordern begannen.

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