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Das Astrowetter-Blog

GRÜNER Totalitarismus - Ein OFFENER Brief

Kultur + Freiheit — geschrieben von schneeadler @ 04:36

Im rot-grün regierten Marburg ticken die Uhren anders. Bürgermeister Franz Kahle (GRÜNE) setzt den von der Stadt Marburg durchaus rigide vertretenen Rauchverboten des Landes Hessen noch eins obendrauf: Er will nun auch noch die von vielen Gastwirten als Notmaßnahme gegen den Gästeschwund aufgestellten Heizpilze vor den Gaststääten verbieten (lassen).

Dies berichtete dieser Tage die in Marburg erscheinende Oberhessische Presse. Hier mein OFFENER Leserbrief an die Oberhessische Presse zu diesen dreisten Plänen:

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GRÜNER Totalitarismus

Es ist nicht zu fassen: Erst werden die Betreiber kleiner Gastronomiebetriebe durch die totalitären Rauchverbote quasi zwangsenteignet und nun wird ihnen und ihren rauchenden Gästen auch noch der letzte Zufluchtsort per Dekret kaputt gemacht, an dem sie die "Zigarette danach" wenigstens nicht frierend rauchen könnten.
 
Zugegeben: Heizpilze sind unter Gesichtspunkten der Umweltpolitik keine schöne Sache. Aber die Alternative für die Wirte kann nur in der Freistellung der Entscheidung bestehen, das eigene Lokal entweder als Nichtraucher- oder als Raucherlokal zu führen. Alles andere ist inakzeptable Bevormundung erwachsener Mitbürger durch ideologisch verblendetes Eiferertum.
   
Der infolge der Rauchverbote bereits jetzt für viele Wirte bedrohliche Gästeschwund wird durch das Verbot der Heizpilze zum Todesstoß für kleine Gastronomiebetriebe katalysiert.
Zudem erreicht die böswillige Gängelung, Bevormundung und Diskriminierung von rauchenden Mitbürgern eine neue Qualität und es ist besonders bestürzend, dass sich ausgerechnet die GRÜNEN, als ehemalige Bürgerrechtspartei an die Spitze der Verbotsdiktatoren setzen.
 
Anstatt es Wirten und Gästen selbst zu überlassen, ob sie Rauchen bzw. Rauchen lassen, wird jeder denkbare Kompromiss untersagt, werden Raucher immer weiter ausgegrenzt, dämonisiert und entmündigt.
 
Die Bestimmungen des so genannten "Nichtraucherschutzgesetzes" sind eine der schändlichsten Mogelpackungen dieses Jahrzehnts, denn es geht nicht um den wohlberechtigten Schutz der Einen vor unerwünschtem Rauch, sondern allein um die Bevormundung der Anderen, der Raucher, eine Entmündigung, die weder hinzunehmen, noch zu respektieren ist.
 
Wie lautete doch der alte Wahlspruch der einstigen Vorläuferbewegung der GRÜNEN: "Wo Recht zu Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht"!
 
Ich nehme die Alt-GRÜNEN beim Wort!
 
Jürgen Vollmer

bis 2007 gut 20 Jahre lang Mitglied der GRÜNEN Partei 


Balinger Wirt erhängt sich infolge der Rauchverbote

Kultur + Freiheit — geschrieben von schneeadler @ 00:48

Uli Stegmaier, Wirt des Gasthauses "Zum Bären" im Baden-Württembergischen Balingen wählte den Freitod aus tiefer Verzweiflung: Hoffnungslosigkeit über die für ihn unerträglichen Eingriffe in seine persönliche und unternehmerische Freiheit trieben ihn zu dieser Tat. In seinem Abschiedsbrief klagt er die katastrophalen sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen der "Nichtraucherschutzgesetze" an.

Der Unternehmer und Gastwirt aus Berufung hatte das gut gehende Balinger Gasthaus fast dreißig Jahre lang mit Leidenschaft und Herzblut geführt. Als im vergangenen Spätsommer die Rauchverbote kamen, engagierte er sich zusammen mit Gastronomie-Kollegen für eine Sammelklage gegen das Land Baden-Württemberg, um die staatliche Bevormundung und den inakzeptablen Eingriff in seine unternehmerische Freiheit doch noch abzuwenden. Doch rasch sah Uli durch die staatlichen Eingriffe seine Existenzgrundlage gefährdet und zuletzt verließen ihn dann auch noch Mut und Hoffnung, als er mit ansehen musste, wie die soziale Gemeinschaft in dem Kultlokal zerbrach. Er vermochte keinen anderen Ausweg aus dem unverschuldeten Dilemma mehr zu erkennen, als aus dem Leben zu scheiden. Uli Stegmaier hinterlässt eine Familie mit fünf Kindern.

Wir sind erschüttert und zornig zugleich, wütend auf einen Staat, der durch seine verbissen-ideologische Bevormundungspolitik Gäste entmündigt und Wirte zwangsenteignet. Dieser Staat hat zusammen mit seinen Ratgebern schwere Schuld auf sich geladen.

Unsere tiefe Anteilnahme und unser herzliches Beileid gilt in dieser schweren Stunde den Angehörigen.

Netzwerk Rauchen Forces Germany e.V. 

 (weiter)

Die Scherben der Toleranz

Kultur + Freiheit — geschrieben von schneeadler @ 11:11

KELLNER VERGRÄTZT RAUCHENDE GÄSTE TROTZ RAUCHERBEREICH

Man stelle sich vor, man will mal wieder fein essen gehn...
 
So geschehen am Sonntag, den 30. Dezember 2007 zu Marburg an der Lahn:
 
Meine Frau und ich brechen gegen 20 Uhr zu einem Speiserestaurant auf, dessen Inhaber vor Inkrafttreten der Rauchverbote angekündigt hatte, er werde einen seiner Nebenräume für Raucher reservieren.
 
Angekommen wundern wir uns schon ein wenig darüber, dass nur ein knappes Dutzend Gäste anwesend ist, im größten Teil des mit einem "Rauchen verboten"-Schild verzierten Gastraums herrscht gähnende Leere.
 
Auf die Frage, wo denn der Raucherraum zu finden sei bekomme ich zur Antwort: Bei uns besteht Rauchverbot, wer rauchen will, muss vor die Tür gehen. Er sagt dies genau so, als habe er nie eine andere Auskunft gegeben. - Perplex bringe ich nur noch ein "Und tschüss" über die Lippen und wir machen auf dem Absatz kehrt.

Innerhalb der nächsten halben Stunde probieren wir noch drei weitere Speiserestaurants durch, die allesamt die Möglichkeit hätten, auch Raucherbereiche einzurichten. Keines der Restaurants hält jedoch tatsächlich Räume für Raucher bereit, in einem der Lokale war nichtmal ein einziger Gast anwesend, aber man sagt uns ohne jedes Bedauern, dass "hier" nicht geraucht werden dürfe.

Ich komme mir vor wie im falschen Film, überall gehen wir wieder mit dem Hinweis, dann wohl in Zukunft leider nicht mehr in den Genuß der vorzüglichen Küche des Hauses gelangen zu können. - Immerhin weist man uns in einem der Lokale auf ein Restaurant in der Nähe hin, das Raucherräume bereithalten soll.
 
Dort angekommen - der große Gastraum ist recht gut besucht, aber nicht voll - empfängt uns der Chef-Ober des Abends freundlich mit der Frage, ob er uns helfen könne. Auf die Frage nach dem Raucherbereich antwortet er, dass es derer sogar zwei gäbe und weist auf Türen, die in die Raucherräume führen. Unsere Stimmung hebt sich augenblicklich.
 
Dankbar erwähne ich gegenüber dem Ober, was wir gerade für eine Odysee hinter uns haben und dass wir uns freuen, endlich doch noch einen raucherfreundlichen Betrieb gefunden zu haben. - Was nun folgt, ist so grotesk, dass ich meinen Ohren kaum trauen mag:

Der Ober erwidert, er verstehe diesen ganzen Aufstand nicht. Die Raucher würden SEINE Gesundheit kaputt machen und dafür habe er nicht das mindeste Verständnis. In der Gastronomie müsste ALLES rauchfrei sein und wer unbedingt rauchen will, sollte das gefälligst draußen vor der Tür tun, wo er niemanden belästigt. Dies sei zwar nur seine persönliche Meinung, fügt er noch hinzu, aber diese ganze Raucherei sollte nicht mehr länger geduldet werden.
 
Mir verschlägts einen Moment lang die Sprache. Dann - meine Frau wendet sich in weiser Vorahnung meiner Reaktion schon mal wieder dem Ausgang zu - steigt der Zorn in mir auf. Ich halte dem Ober entgegen, was sich in diesem Lande gegen uns Raucher abspiele, sei in meinen Augen Faschismus pur und absolut inakzeptabel. Verärgert füge ich mit deutlich vernehmbarer Stimme noch hinzu, dass wir es unter diesen Umständen vorzögen, auf die Küche dieses feinen Hauses zu verzichten um statt dessen lieber wirklich raucherfreundliche Betriebe zu unterstützen.

Sags, dreh auf dem Absatz um und verlasse den Hort der Gastlichkeit, inzwischen stinksauer eingedenk der Dreistigkeit, mittels welcher das Personal des Hauses rauchende Gäste offenbar vor den Kopf zu stoßen pflegt.
 
Da wird man als Raucher doch tatsächlich nicht mehr mit freundlicher Gastlichkeit, sondern mit frechen Vorhaltungen und anmaßenden, ja sogar pauschal beleidigenden Bemerkungen diskreditiert - und das vom Personal einer Gaststätte, die sogar zwei(!) Raucherbereiche eingerichtet hat!
 
GASTLICHKEIT funktioniert mit Sicherheit anders, denn auch als Raucher darf man wohl ein Minimum an Höflichkeit und Respekt erwarten. Niemand verlangt, dass sich das Personal eines sich als raucherfreundlich positionierenden Betriebes mit fliegenden Fahnen zum Rauchen bekennt. Rauchenden Gästen jedoch vorzuwerfen, sie setzten sich über die gesundheitlichen Interessen ihrer Mitmenschen hinweg, ist absolut übergriffig, diskriminierend und schlechterdings inakzeptabel. 
 
Für mich steht im Ergebnis dieses Erlebnisses die Erkenntnis, dass es dringend eines Gastroführers für Raucher bedarf, eines Ratgebers, wo man willkommen ist und um welche Häuser man von vorneherein lieber einen großen Bogen schlägt, will man entspannen und echte Gastlichkeit genießen.

So kam es, dass ich den Entschluss gefasst habe, einen solchen Gastroführer zu verfassen, denn nur wenn sich Raucher nicht mehr alles gefallen lassen, sondern sich endlich offensiv zur Wehr setzen,  besteht - vielleicht - noch eine kleine Chance, die von böswilliger Massenpropaganda und profilierungssüchtigen Politikern mutwillig zerstörte Toleranz wieder herstellen zu können.
 
Bis es soweit sein wird, markiert dieser Abend nunmehr auch für mich das Ende der Toleranz gegenüber Mitbürgern, die uns Raucher ganz offensichtlich nicht nur als Menschen zweiter Klasse betrachten, sondern auch so behandeln, als seien wir eine Art Untermensch, dem Höflichkeit und Respekt entgegenzubringen nicht länger erforderlich sei.

 

Jürgen Vollmer, Marburg


Impressum

Impressum — geschrieben von schneeadler @ 16:22

Jürgen Vollmer

Georg-Voigt-Straße 78

35039 Marburg

Mail: pileus@gmx.de

 

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Aufruf zur Hessenwahl 2008: Raucher wählt ungültig!

Kultur + Freiheit — geschrieben von schneeadler @ 23:07

KEINE STIMME MEHR FÜR DIE VERBOTSPARTEIEN!

ALLE bürgerlichen Parteien - mit Ausnahme der hessischen FDP - haben mit den so genannten "Nichtraucherschutzgesetzen" eine beispiellose gesellschaftliche Hatz auf rauchende Menschen eröffnet, deren anmaßende und weit überzogene Zielsetzung nicht - wie behauptet - im wohlberechtigten Schutz von Nichtrauchern, sondern allein in der vorsätzlichen Diskriminierung sowie in schikanöser Ausgrenzung von Rauchern aus dem öffentlichen Leben besteht.

Es geht bei diesen Gesetzen nicht um den Schutz der Einen, wie man behauptet, sondern allein um die Umerziehung der Anderen, um staatlich verordnete Zwangsmissionierung, um Dämonisierung und um die gewaltsame Unterdrückung einer ungeliebten Lebensweise. Es geht um den Triumpf selbst ernannter Gesundheitsapostel über den freien Willen andersdenkender und anderslebender Mitmenschen.

Zur Erlangung dieses Ziels werden die Freiheits- und Bürgerrechte von Rauchern in unzumutbarer Weise eingeschränkt und die Freiheit der Berufswahl und die Freiheit der Berufsausübung von Gastronomen außer Kraft gesetzt. Darüberhinaus werden die Inhaber von Einraum-Gaststätten, die keine Möglichkeit haben, die schikanösen Auflagen zu erfüllen, de facto entschädigungslos zwangsenteignet.

Nie zuvor in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland wurden verbriefte Freiheitsrechte in derart totalitärer Weise ausgehebelt und mittels vorsätzlicher Medienpropaganda außer Kraft gesetzt und damit zugleich Lebensart und Kultur eines guten Drittels der Bevölkerung eleminiert, wie durch die gezielt inszenierte Massenhysterie auf Basis unwahrer Gefährdungsbehauptungen, mittels der diese unsägliche Hexenjagd auf die Raucher vorangetrieben wird.

Neben einer Handvoll lautstarker Fanatiker sind es zuvorderst die Parteien CDU, SPD, GRÜNE und LINKE, die sich der Raucherdiskriminierung verschrieben haben und sich in immer absurderen Initiativen und Propagandavorstößen gegen das Rauchen gegenseitig zu überbieten versuchen. Und das alles geschieht unter dem Deckmäntelchen des vorgeblichen Nichtraucherschutzes.

Allein die hessische FDP bezieht Position gegen die absurdesten Auswüchse dieser Gesetze und will sich nach eigenem Bekunden - im Falle ihrer Wahl - für eine Lockerung der Rauchverbote für Einraum-Gaststätten einsetzen. Darüber, wie glaubwürdig derartige Wahlversprechen und vor allem wie erfolgversprechend ihre Einlösung ist, möge sich Jeder sein eigenes Urteil bilden.

Nach MEINER festen Überzeugung gibt es im Lande Hessen derzeit KEINE Partei mehr, die für Raucher noch wählbar ist. Und ich sage dies als Einer, der 20 Jahre lang Parteimitglied der GRÜNEN war und der diese Partei verlassen hat, nachdem diese ihre Wurzeln verlassen hat und sich inzwischen ohne Not gar an die Spitze der neuen Gesundheitsdiktatur, an die Spitze der Verbotseiferer - nicht nur in Hessen - gesetzt hat.

Ich fordere daher alle Hessen auf, bei der kommenden Langtagswahl am 27. Januar 2008 nicht länger DAS KLEINERE ÜBEL zu wählen, so wie ich selbst dies über viele Jahre hinweg immer wieder getan habe, sondern ALLEN Verbotsparteien eine klare Abfuhr - einen schmerzhaften Denkzettel - zu erteilen, indem wir

UNGÜLTIG WÄHLEN!

Zeigen wir den Verbotsparteien, was wir von ihren totalitären Gesetzen halten, machen wir die Hessenwahl 2008 zu einer Abstimmung gegen die Gesundheitsdiktatoren, gleich welcher Partei sie angehören!

Denn anders als ein Wahlboykott, bei dem durch Nichtwahl wegfallende Stimmen keinerlei Einfluss auf die prozentuale Stimmenverteilung haben, so dass sich unsere "Volksvertreter" auch weiterhin mit verschleiernden Prozentzahlen rühmen und dafür auch noch Kostenerstattungen aus dem Steuersäckel erhalten können, treffen z.B. 10 Prozent UNGÜLTIGER Stimmen tief ins Mark. Denn sie zeigen klar, dass wir nicht einverstanden sind, mit Beschlüssen und Gesetzen GEGEN die Bürger und dass wir uns gegen die Ignoranz, mit der sich über unsere Interessen hinweg gesetzt wird, aktiv zur Wehr setzen werden.

Deshalb fordern wir alle Hessen auf, bei der Landtagswahl am 27. Januar 2008 UNGÜLTIG zu wählen! Es gibt in Hessen kein "kleineres" Übel mehr!

Streichen Sie die Verbotsparteien durch und schreiben Sie "Ich bin Raucher" auf Ihren Stimmzettel.

Schluss mit der Verbotsgesellschaft, weg mit den Rauchverboten in der gegenwärtigen, weit über jedes Maß der Vernunft hinausgeschossenen Form!

Nichtraucherschutz JA, Totalausgrenzung von Rauchern NEIN! 

Unterstützen Sie unseren Aufruf: KEINE STIMME MEHR FÜR VERBOTSPARTEIEN! 

 

Jürgen Vollmer

Die Lahnraucher  


Spuren der Lebensfreude ...

Kultur + Freiheit — geschrieben von schneeadler @ 17:06

oder: Der erste Marburger Raucherstammtisch 

Am ersten Freitagabend nach Inkrafttreten der hessischen Raucherdiskriminierungsgesetze war ich mit einigen Gleichgesinnten in Marburg unterwegs, um mal zu ergründen, wo wir einen von uns geplanten, regelmäßigen Raucherstammtisch der noch zu gründenden Regionalgruppe Mittelhessen des Netzwerks Rauchen etablieren könnten.

Wir trafen uns in einer typisch studentischen Szene-Kneipe, die früher Freitagabends eigentlich immer brechend voll war. An diesem Abend hockten jedoch gerade mal 5 Gäste in nichtrauchergeschützt-seelenloser Atmosphäre vor sich hin, - früher warens zu dieser Zeit des Abends wenigstens 80. Das trotz Musik von tiefer Stille durchwirkte Flair erinnerte frappierend an dasjenige eines leblosen Tranist-Restaurants in der Ex-Täterätä vor Öffnung der Grenzübergänge.

Im zweiten Stock, so ein Schild am Eingang der Lokalität, sei ein "Raucherbereich" zu finden. Und genau dieser Raucherbereich dürfte dem Wirt dann wohl auch die Tageseinnahmen gerettet haben: Bereits auf der Treppe nach oben waren unüberhörbare Spuren von Lebensfreude zu vernehmen und oben angekommen, mussten wir uns schließlich mit einem klitzekleinen Tisch im Randbereich des Gastraums begnügen, - der Rest der Plätze war mehr oder weniger voll besetzt - mit rauchenden, fröhlichen Menschen.

Wir blieben auf ein Bierchen und freuten uns riesig, trotz der so lähmenden Raucherdiskriminierungsgesetze gleich auf Anhieb eine solche Atmosphäre überhaupt noch gefunden zu haben. Das Publikum bestand zwar nicht mehr zu 90 Prozent aus Studenten, wie früher, sondern aus Rauchern und Nichtrauchern ALLER Altersklassen, gleichwohl herrschte eine ausgesprochen gute und ausgelassene, heitere Stimmung.

Dann zogen wir weiter zu einer Kneipe, die in Marburg für ihre Live-Musik-Veranstaltungen berühmt ist, u.a. ist hier die Band "Reamonn" (Supergirl) bereits aufgetreten, noch bevor dann deren Welterfolg kam. An der Tür ein Hinweis auf die gesetzlichen Rauchverbote, die auch in der Kneipe gälten, verbunden mit dem Apell auf "Verständnis". Ein kurzer Blick nach drinnen zeigt trotz Live-Band halbleere Hütte, - "Stimmung" hört und fühlt sich nun doch sehr, sehr anders an.

Wir haben kein Verständnis, drehen ab und laufen kurz darauf in einer Pinte auf, die von jeher als Treff der Freunde des Motorradsports gilt. In der Einraumkneipe herrscht Leben und schon von draußen hört man, dass hier der Kult "Rockmusik" nie aufgehört hat, zu existieren. ;-)

Hier empfangen uns nette Menschen - keineswegs nur in fantasievoll bedruckten Lederjacken - und eine angenehm rauchige Atmosphäre! Die Kneipe ist gut besucht, wenn auch nicht überfüllt und nahezu jeder Gast raucht. - Nichts deutet auf die Existenz der Verbotsgesetze oder auch nur im Entferntesten auf die Bereitschaft hin, dem feisten Staatsterror auch nur das kleinste Fünkchen Beachtung zu schenken. ;-)

Meine Eingangsbemerkung: "Ihr widersteht also" wird mit einem vielfachen Grinsen quittiert und sodann schließt sich ein völlig entspannter, gemütlicher Abend an. Hier verbringen wir den Rest des Abends in angenehmer Gesellschaft und fulminanter Wohlfühl-Atmosphäre. Viele der Anwesenden diskutieren die Diskriminierungsgesetze, durchaus differenziert und kontrovers, aber alle stehen hinter dem Wirt, der meine spätere Nachfrage mit einem schmunzelnd vorgetragenen: "Wieso, bis Ende des Jahres passiert doch sowieso nix, und danach müssen wir halt mal sehn, was wir machen" quittiert.

Genau SO gelassen sollten ALLE Wirte auf den anmaßenden Verbots-Terror der "Antis" reagieren (als Antis werden militante Nichtraucher und ihr verlängerter, parlamentarischer Arm in Raucherkreisen bezeichnet), - denn genau SO funktioniert die Welt wirklich: Einfach den inakzeptablen Vorschriften-Müll der Eiferer und ihrer Handlanger aus der Bürokratie erst gar nicht reinlassen, sondern genau das weiter tun, was WIR tun wollen und wie WIR uns wohlfühlen und das auch weiterhin tun werden und nicht das befolgen, was sich ein Häuflein aufgeblasener, parlamentarischer Hinterbänkler uns gewaltsam (und der aktuelle Gesetzesterror ist nichts anderes, als missbräuchlich angewandte, willkürliche Gewalt) aufdrücken zu können einbildet.

Mögen die Antis und ihre Helfershelfer drauf noch so viele Blähungen in die politische Welt nach Wiesbaden, Berlin oder Brüssel hin blasen, - WIR machen ganz einfach nicht mit und gut ist! Schön, dass es noch Horte der Gastlichkeit gibt, in die jene Eiferer nicht wagen würden je einen Fuß zu setzen, denn wir alle können auf jene so überflüssige Spezies wirklich liebend gerne verzichten - und das eint.

Was hat dieser Abend so gut getan!

Unser Resümé: Wir werden den regionalen Raucherstammtisch im Raum Marburg-Gießen-Wetzlar etablieren und andere Menschen zur Nachahmung anregen.

Nächster Treff wird am Mittwoch den 17. Oktober, nochmals in Marburg sein. Dazu werden wir die örtliche Presse einladen und zuvor eine Printanzeige schalten. ;-)

rauchselige Grüße

Jürgen


Lothar Binding - Ein Mann geht seinen Pfad

Kultur + Freiheit — geschrieben von schneeadler @ 23:22
Offener Brief an Herrn Binding - ein Gastkommentar  
Sehr geehrter Herr Binding,

ratlose Politiker sind mit Herausforderungen konfrontiert, denen sich die meisten auf Grund ihres Unvermögens oder Unwillens hilflos gegenüber sehen. Soziale, wirtschaftliche, globale Probleme nie gekannten Ausmaßes erfordern hochqualifizierte Manager, die mit Verstand und Mut an ihre Aufgabe heran gehen und dabei stets als oberste Leitlinie die bürgerlichen Freiheitsrechte zum Maßstab nehmen. Solche Persönlichkeiten sind selten, in Deutschland und im Ausland. Die Wenigen werden zu Recht als Staatsmänner geehrt.

Der Mittelbau der Politk macht im günstigsten Fall solide Arbeit und kümmert sich um Alltagsprobleme ohne großes Aufsehen. Da bleibt ein Rest, der weder zu dem einen berufen noch zu dem anderen fähig ist. Bedauerlicherweise finden auch solche Politker, so genannte Wissenschaftler und ähnliche, um ihnen nicht zustehende Anerkennung buhlende Personen, Themen, die ihnen im Zusammenspiel mit einer unheiligen Allianz mit diversen Interessengruppen die Möglichkeit zur Profilierung bieten und die dabei auf verfassungsfeindliche Weise ihre persönlichen Interessen über die des Gemeinwohls stellen.

Ein herausragendes Beispiel ist die in den letzten Jahren und besonders in den letzten Monaten geführte Kampage gegen Raucher, die hier stellvertretend genannt sein soll für die Beschneidung bürgerlicher Freiheiten in unzähligen Lebenssituationen und die das vom Grundgesetz festgelegte Staatsverständnis auf den Kopf stellt. Die soziale Ausgrenzung und Diffamierung einer willkürlich herausgegriffenen Bevölkerungsgruppe, die nichts weiter gemeinsam hat, als die Angewohnheit, ein bestimmtes, legales Genussmittel zu konsumieren, nutzten Sie und weitere bislang weitgehend unbekannte Personen, um Ihren eigenen Vorteil zu mehren.

Sie taten dies wissentlich auf Grund der gezielt eingesetzen Lüge, das so genannte "Passivrauchen" hätte nachweislich negative gesundheitliche Folgen. Sollten Sie Ihre Arbeit mit wenigsten einer minimalen Sorgfalt betrieben haben, sollte Ihnen aufgefallen sein, dass dieser Nachweis bis zum heutigen Tage schlicht feht! Nicht einmal Frau Pötschke-Langer behauptet beim genauen Lesen, dieser Nachweis sei geführt, obwohl sie in demagogischer Weise diesen Mangel ignoriert und das Gegenteil suggeriert. Sie haben sich nicht entblödet, diese Kampagne zu forcieren. Das Ergebnis ist eine soziale, wirtschaftliche und politische Katastrophe.

Sozial, weil sie eine jahrhundertealte gastronomische Struktur wissentlich zerstören. Sie grenzen einen wesentlichen Teil der bisherigen Teilnehmer am öffentlichen Leben aus und stigmatisieren diesen. Sie hetzen im vollem Bewusstsein Bevölkerungsteile aufeinander, die bislang, seit Jahrhunderten, friedlich und nahezu reibungslos miteinander ausgekommen sind, nehmen Gewalt und Konfrontation in Kauf. Das ist verfassungswidrig, umgangssprachlich: Asozial.

In diesem Zusammenhang nehme ich mit ganz besonderer Abscheu und völligem Unverständinis ihre Bemerkung in der taz vom 31.07. zur Kenntnis, "Leider fehlt in unserer Kultur ein akzeptiertes Ritual, jemanden um eine Verhaltensänderung zu bitten." Mir ist nicht bekannt aus welchen Verhältnissen Sie stammen, jedoch kann ich Ihnen versichern: Jeder halbwegs zivilisierte und in Grundzügen mit den Regeln menschlichen Miteinanders in unserer Kultur bewanderte Mitbürger, also gewiss eine grandiose Mehrheit der Bevölkerung, ist fähig und willens, die Bedürfnisse seiner Mitbürger nicht über Gebühr zu beeinträchtigen und hat mittels seiner Erziehung Verhaltensweisen erlernt, angemessen vorgetragene Kritik zu beherzigen.

Ich bedauere zu erfahren, dass ein "Manager" unseres Gemeinwesens dazu offensichtlich nicht in der Lage ist und überdies mit der Kultur seines eigenen Gemeinwesens nicht vertraut ist. Ganz im Gegensatz zur inzwischen scheinbar mehrheitlich vorherrschenden Auffassung der Führungskräfte dieses Staates, sind die Bürger in beinahe allen Lebenslagen Manns genug, ihre Angelegenheiten friedlich selbst zu lösen. Wenige Personen können dies nicht; ihnen hilft die Ärzteschaft, in extremen Fällen, die im Gesamten im Promillebereich liegen, Polizei und Staatsanwaltschaft. Einer winzigen Splittergruppe, die sich zu einem Großteil im so genannten gemeinnützigen Verein "pro-rauchfrei" zusammengerottet hat, fehlt die soziale Kompetenz zu einem einvernehmlichen Zusammenleben. Obwohl sie der Hilfe o.g. Institutionen bedürften, erhalten sie sie nicht. Vielmehr wird ihr infantiles Geschrei von interessierter Seite zur eigenen Profilierung verwendet. Dies ist in doppelter Hinsicht verantwortungslos.

Ich möchte keine Verschwörungstheorie entwerfen, aber: Die Zerstörung der sozialen Treffpunkte durch die politische Klasse, um die letze Bemerkung zum Thema Soziale Katastrophe anzubringen, könnte auch Vorsatz sein. - Welcher Politiker hätte die Stammtische nicht gerne aus der Welt?

Wirtschaftlich ist die Sache klar: Sehen wir nach Irland, in die USA, nach Italien. Die Verluste an Umsatz und Arbeitsplätzen sind Legion. Nachweise dazu finden Sie zahllos, bitten Sie Ihren Referenten um Recherche, falls Ihnen die Zahlen noch nicht bekannt sind. Erste Hinweise enthält mein Blog.

Politisch gesehen ist die in ungezählten Lebensbereichen fortschreitende Einschränkung verbriefter bürgerlicher Rechte so unerträglich, dass sie jeden, selbst bislang unpolitische Menschen, an die dunkelsten Zeiten deutscher und nicht nur der deutschen Geschichte erinnert. Ich will hier gar nicht weiter ausführen, dass staatlich propagierter Gesundheitswahn zur Stärkung der Wehrkraft und der Kampf gegen das "Rassengift" der Nazi-Diktatur die Quelle dieses subversiven Gedankenguts sind; dies wird Ihnen, hoffentlich, bekannt sein. Dramatisch ist die Lernresistenz der nachfolgenden Generation, die sich aus dunklen Motiven heraus auf diese Barbarei beruft und den tödlichen Geist des Faschismus abermals heraufbeschwört.

DIE HETZE GEGEN, DIE AUSGRENZUNG,- DIFFAMIERUNG VON GANZEN BEVÖLKERUNGSGRUPPEN, EGAL OB ES SO GENANNTE DICKE, RAUCHER ODER SONSTIGE SIND, SPALTET DIE GESELLSCHAFT. Wer dergleichen mit Vorsatz betreibt, ist nicht mehr Teil der vom Grundgesetz geschützen Bürgerschaft und daher zum Wohle Aller zu isolieren und der Einflussnahme zu berauben.

Wo Ihr offenkundig einfachst strukturiertes Weltbild Sie zur primitiven Häme veranlasst, "Natürlich in einem rauchfreien Restaurant. Diese Freiheit werden wir so richtig genießen. (Als hätte es die vorher nicht gegeben)", nehmen Sie bitte zur Kenntnis: Ihr Job ist es, dazu beizutragen, dass JEDER Bürger sich frei entfalten kann; Ihr Job ist es gerade NICHT, radikale Minderheitsinteressen zum Allgemeingut oder Lobbyinteressen zum Gegenstand der Politik zu machen.

Es ist bedauerlich, aber ich muss es leider so formulieren: Sie haben ihren Eid gebrochen und die Bürger, die zu vertreten Sie vorgeben, schändlich verraten. Ändern Sie ihre Politik oder treten Sie augenblicklich zurück!

Mit freiheitlichen Grüssen

Michael Löb, Worms


Diesen excellenten Ausführungen von Michael vermag ich mich nur vollinhaltlich anzuschließen, - Treffender hätte ichs auch nicht formulieren können.

Jürgen Vollmer


Neues aus Absurdistan

Kultur + Freiheit — geschrieben von schneeadler @ 17:43

Der Verbotswahn glüht munter weiter - eine Polemik

Nach den Rauchern und den Dicken sind jetzt auch Diskotheken und Orchester ins Fadenkreuz gesundheitsministerialer Landespolitiker mit Blockwart-Mentalität sowie hyperaktiver EU-Kommissare geraten. Wie die Tagesschau in ihrer Online-Ausgabe vom 20.05. berichtet, plant der Bayerische Gesundheitsminister Werner Schnappauf bundesweit ein gesetzliches Verbot lauter Disko-Musik anzustoßen. Und nach einem Kultur-Report-Bericht des MDR sieht eine neue EU-Richtlinie zum Lärmschutz am Arbeitsplatz ab Sommer 2007 eine "Lärmgrenze" für Orchester vor. Wird sie tatsächlich umgesetzt, wird man sich fortan Mozart oder Puccini nur noch per Kopfhörer in einer Lautstärke und Klangtiefe anhören können, die diese Werke erst zum musikalischen Erlebnis werden lässt. 

Jaja, ich weiß schon: Das ist alles völlig korrekt so, denn man darf nunmal nicht zulassen, dass sich die Menschen systematisch gesundeits- und damit nunmal auch volkswirtschaftsabträglichen Vergnügungen hingeben.

Lust- und lebensfremder könnten die neuerlichen Verbotsvorstöße freilich kaum sein und man fragt sich unwillkürlich, wie lange es wohl noch dauern mag, bis es letztendlich auch verboten sein wird, nach 22 Uhr etwa noch zu lesen oder TV zu schauen, denn schließlich ist der Schlaf vor Mitternacht - das ist wissenschaftlich erwiesen - der Gesündeste und außerdem kommt die so erzielbare Verminderung der persönlichen CO2-Bilanz unserem leidgeprüften Klima zu Gute!

Gehts noch? Der gegenwärtige Gesundheitswahn demaskiert sich immer mehr zu dem was er bei wachsamem Blick hinter die Kulissen des parlamentarischen Bürokratismus eigentlich schon lange darstellt: Ein aufgeblasenes, hoch groteskes, bis ins innerste Mark hinein faschistoides Bevormundungs- und Verbotsgespinst mit dem fragwürdigen Ziel der Ehelichung einer von unkontrolliert ins Kraut schießenden Großkonzernen angestrebten Konsumdiktatur!

Und was das Schlimmste ist: Nicht nur drittklassige Hinterbänkler, sondern auch hochkarätige Vertreter des bundesdeutschen Parlamentarismus machen sich mit Eifer immer wieder gern zum dankbaren Laufburschen der unsäglichen, in weiten Teilen völlig überflüssigen EU-Bürokratie und helfen so munter dabei mit, den Weg in einen lustfeindlichen und freudlosen Verband europäischer Kontrollstaaten zu ebnen.

Damit wir uns nicht falsch verstehen: Wie schon die Raucherdebatte mehr als drastisch vor Augen geführt hat, spielen ALLE "demokratischen" Parteien - und zwar ausnahmslos - jenes gezinkte Blatt. Allein die Akzentsetzung unterscheidet sich noch geringfügig voneinander.

Ein altes Sprichwort sagt: "Nur die dümmsten Kälber wählen ihren Metzger selber". Auf die aktuelle Situation in der Politik übertragen führt mich dies persönlich zu der Konsequenz: Ich kann und will nicht länger immer wieder "das kleinere Übel" wählen und so diesen geballten Wahnsinn auch noch legitimieren. Wie ichs auch drehe und wende, ich komme immer wieder zu dem Schluss: Wählbar ist in diesem unserem Lande in meinen Augen inzwischen KEINE Partei mehr, - schon lange nicht mehr!

Freiheitsliebenden Menschen dürften eingedenk dieser Entwicklungen auf Dauer wohl nur zwei Alternativen bleiben: Entweder man wandert in liberal gebliebene Staaten aus oder man stellt sich dem immer nachhaltiger um sich greifenden Verbotswahn mit allem Nachdruck entgegen, verweigert den selbstgefälligen "Machern" konsequent jedwede Unterstützung und bemüht sich durch Vernetzung mit überparteilichen, demokratischen Kräften durch Aufklärung eine möglichst breite Gegenöffentlichkeit zu schaffen und diese der allgegenwärtigen Massenpropaganda des Verbotsstaats kategorisch entgegenzuetzen.

Man sollte sich allerdings nicht zuviel erwarten: Die Chancen, dass der deutsche Michel die Kurve noch einmal kriegen wird, stehen doch eher schlecht ... ;-(

Grüße Jürgen


Blog, die Zweite ...

Allgemein — geschrieben von schneeadler @ 01:03

Welch' unschöne Überraschung: Mal eben 10 Tage war der erste "Astrowetter-Blog" ONLINE, da segelte die Botschaft des Betreibers in den Mailkasten, man müsse wegen eines Software-Updates den Blog-Account leider deaktivieren. Zwar könne man sich sogleich wieder neu anmelden, das Blog könne aber erst nach einer mehrtägigen Umbauphase wieder neu in Betrieb genommen werden. - Keine 10 Minuten nach Eingang dieser Nachricht ward das Blog nicht mehr ...

Nun muss ich gestehen, dass ich in Sachen Blogwesen noch blutiger Newbee bin und absolut keine Ahnung habe, wie ich mir sowas selbst programmieren könnte, - noch nicht.

Verärgert ging ich daher in den Tiefen des Web auf die Suche nach einem adäquaten Ersatz-Blog. Dass ich das hübsche Bildchen vom samtroten Mars nochmal irgendwo wiederfinden würde, schien mir schon aus copyrechtlichen Gründen höchst fraglich, aber ich wollte zumindest danach gesucht haben, bevor ich mich womöglich mit einem ganz anderen Design würde abfinden müssen.

Die Suche hat sich - oh Wunder - tatsächlich gelohnt: Durch einen glücklichen Zufall fand ich völlig unerwartet nach zwei Stunden tatsächlich noch einmal exakt den softwaretechnisch gleichen Blog mit dem selben Design, wie ich es mir vor 10 Tagen als Template für den ersten Astrowetter-Blog auserwählt hatte.

Und weil ich von meinem seinerzeitigen Eröffnungseintrag "Die Erde ist keine Scheibe" glücklicherweise sogar eine Sicherungskopie angelegt hatte, kann ich den verlorenen Blog nun wieder beinahe im alten Glanz neu eröffnen.

Was fehlt, sind die zwischenzeitlich eingegangenen Kommentare, zuletzt fünf an der Zahl, und auch ein Teil der bereits eingerichteten Verlinkungen von Fremdseiten läuft zur Zeit noch ins Leere, denn mit dem Anbieter hat sich natürlich auch die Webadresse meines Blogs geändert. Passen Sie daher bitte Ihr Lesezeichen auf die neue Blog-Adresse an.

Und so bleibt mir fürs Erste nur, Sie nunmehr zum zweiten Mal herzlich willkommen zu heißen im bereits zweiten Astrowetter-Blog binnen 10 Tagen. Viel Spaß beim Lesen und - vielleicht - ja auch kommentieren.

Herzlichst,

Ihr Jürgen Vollmer 


Die Erde ist keine Scheibe ;-)

Kultur + Freiheit — geschrieben von schneeadler @ 00:54

... und es ward Blog!

Die Erkenntnis, dass die Welt nicht nur aus Sonne, Mond und Sternen und auch nicht nur aus dem Glitzerwerk der bevorzugten persönlichen Wahrnehmung besteht - in meinem Fall also aus Wolken, Wind und Wetter - ist zwar nicht neu, wohl aber die Perspektive, durch ein Weblog virtuelle Brücken schlagen zu können, Brücken, die nicht nur Himmel und Erde miteinander verbinden, sondern auch Menschen und ihre verschiedenen Sichtweisen zu all' den Dingen, die unser Leben meist doch recht lebenswert machen.

Ansporn zur Eröffnung dieses Weblogs war für mich das wachsende Unbehagen, das immer nachdrücklicher in mein Bewusstsein drängende Ohnmachtgefühl, das mich befiel, als ich mich unlängst unversehens inmitten einer geräuschvoll inszenierten Treibjagd wieder fand, der Treibjagd auf eine gesellschaftliche Gruppe, der ich mich seit Jahrzehnten verbunden fühle, eine Verbundenheit, die sich längst zum prägenden Bestandteil meines persönlichen Lebensgefühls fortentwickelt hat und die ich nicht mehr missen möchte. Und genau diese Gruppe, MEINE Gruppe, scheint nun also seit Monaten allenthalben und öffentlich zum Abschuss freigegeben worden zu sein. - Sie haben’s erraten: Ich bin Raucher!

Als solcher pflege ich seit drei Jahrzehnten stets um- und rücksichtsvoll mit all meinen lieben Mitmenschen zu verkehren, geborgen in der freundlichen Akzeptanz eines intakten, sozialen Gefüges. Auch die Begegnungen mit Wegbegleitern, die den aromatischen Duft meiner Selbstgedrehten weniger prickelnd empfinden als ich, waren in all der Zeit immer von gegenseitigem Respekt und persönlicher Achtung geprägt, so dass sich auch immer gemeinsam tragbare Kompromisse finden ließen, die den Interessen beider Seiten gerecht wurden und die Integrität und Würde des jeweils Anderen niemals in Frage stellten.

Neuerdings ist jedoch alles ganz anders: Die Welt steht mit einem Mal Kopf und das Leben wird Rauchern wie mir, immer schwerer gemacht. Nicht etwa von meiner lieben Familie und auch nicht von meinen zahlreichen Freunden und Bekannten, von denen kaum jemand raucht, sondern von einer Handvoll lautstarker, hysterischer Aktivisten und selbsternannter Heilsbringer, die es sich auf die Fahnen geschrieben haben, die Welt von dem als Verkörperung des Bösen schlechthin ausgemachten Übel der Raucherschaft auf allen gesellschaftlichen Ebenen zu "befreien", - die Endlösung der Raucherfrage gewissermaßen ...

Unterstützung in diesem sinnschrägen Trachten erhielt jene Spezies alsbald von namenlosen parlamentarischen Hinterbänklern, die plötzlich ihre Chance witterten, sich mangels vernunftgetragenen Konzepten zur Bewältigung der großen gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit, durch lauthals verkündete, populistische Ablenkungsmanöver hervorzutun, indem sie vor dem Hintergrund der ausgerufenen Treibjagd auf die Raucherschaft medienwirksam parlamentarische Verbotsinitiativen zu fordern begannen.

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